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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 64 (1936)

Neuere Veröffentlichungen,

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der Niederschlagstätigkeit für die Fronten- und
Zyklonenverlagerung, und man kann nur bedauern,
daß z, B. die Vertiefung der Zyklone vom 22. April
1927 und der damit gleichzeitig erfolgende. groß
angelegte Vorstoß polarer Luft unter völliger Vertauschung
 von Ursache und Wirkung so erklärt
wird, als wenn die an der skandinavischen Südküste
 ausgelösten und hauptsächlich durch Staa
ferstärkten Niederschläge für die gesamte Energiezunahme
 der Depression und. den schnellen Kin
brach der mPK maßgebend wären und daß ähnlich
 fragwürdige Ursachen auch bei den anderen
Füllen als selbstverständlich vorausgesetzt werden.
Wenn es bei der Entwicklung eines Tiefe wesentlich
darauf ankäme, wie der Verfasser meint, „die möglichen
 Gebiete intensirsten Niederschlags genau
abzuwäcen“ (S, 17), dann müßten I die
Gebirge eine besondere Anziehungskraft auf die
Zyklonen ausüben!
Im letzten Kapitel gibt März einen Apparat
an, der es gestaltet, den Schauereinsatz wesentlich
genauer als mit den üblichen U zu
bestimmen. „ Scherhagi

werden die nach der harmonischen Analyse (mit
3 Gliedern) berechneten Pentadenmittel der
Temperatur von 16 Warten und die täglichen
Mitteltemperaistren für Oslo für die beiden
Perioden 1874 bis 1925 uud 1821 bis 1920 mitgejeilt,
 und hiernach ist eine Zusammevstellung der
zurehschnütlichen. Abweichung der Monatsmittel
 vom Norazalwert für 70 norwegische und
50 weitere europäische Orte aufgeführt, es folgen
die wahrscheintichen. Fehler der 60jährigen,
Afittel (36 Orte), die größten. positiven und
negativen. Abweichungen der Monatsmittel
vom Normalwert und. die absolute Veränderlichkeit
 der Monats- und. Jaühresmiltel
68 Orte, ergänzt durch 43 osteuropälsche Stationen),
 Daran reihen sich die mittleren Monatsuazimuz
 uod -Mrinimea und deren Differenzen
134 Orte), und diesen Teil beschließen Tabellen der
„xbsoluten KEztremze und Amplituden der Temperatur
 (19 St), der mittleren Anzahl der Frosttage
 (130 St.) und Kistage (9 St), der Tage mit
einem Minimum. unter — 10° bzw. über + 20%
sowie der Troperkage (16 St.)
Der letzte Teil bringt dann die einzelnen
Monats- und Jakresmittel für 24 Orte, teilreise
vis 1861 zurückreichend und vielfach schon 1935
snthaltend, die A/Ahrigen Mittel (201 Orte), das
30ährige Mittel des Zeitraumes 1901 bis 1980
sowie dessen Differenz gegen das B0jährige
‚Mittel (1861 bis 1920) für 47 Stationen und für
32 Orte außerdem die 6@jährigen Mittel für die
Epochen 1861 bis 1920 und 1874 bis 1938 sowie
Jas 50jährige Siittel. 1876 bis 1925 und dessen
Differenz gegenüber dem 60jährigen. Normalwert.
 Diese Tabellen stellen ein ganz aWSxezeichnetes
 Material für HE n
über Klimaänderungen dar, und es sei bier
sebenbei erwähnt, daß sie die fortschreitende
Erwärmung Nordeuropas in den letzten
30 Jahren sehr deutlich erkennen lassen
and daß das Jahr 1934 fast in ganz Norwegen,
 vor allen in deu nördlichen Teilen — das
wärmste bisher beobachtete war.
Auch drucktechnisch. sind. die Tabellen hervorragend
 (auf ©, 84 oben muß es wohl Monatamaximum
 statt -minimum heißen), und man kann
nur wünschen, daß diese Klimatologie Norwegens
bald. in keiner Bibliothek eines Kklimatologisch
‚nteressierten SE fehlen möge, zumal
auch der Preis schr niedrig gehalten ist,
BB. Scherhag

Beebe, William, Auf Enfdeckungsfahrt mit
Beebe, Abenteuer mit Tiefsee-, Land- md Lnftgetier,
 207 8. Mit 28 Abbildungen, Verlag
F. A, Brockhaus, Leipzig 1936, Geh, 2,50 RM
Geb. 3,50 RM.
Mehrere der frisch geschriebenen Tierschilderungen
 von W, Beebe sind zuch ins Deutsche übersetzt
 worden und haben weite Verbreitung gefunden,
In. dem vorliegenden Bande sind ausgewählte Abschnitte
 aus den bisherigen in dentscher Sprache
veröffentlichten Büchern zusammengestellt, darunter
aus den auch den Meereskundler interessieren.
den Büchern „Das Areturus-Abenteuer“, „Galöpagös,
 das Ende der Welt“ und „923 m unter dem
Meeresspiegel“ (vgl. ds. Ztschr, 1936, S. 125).
Neues enthält dieses Buch also nicht: es ist aber
durch die geschickte Auswahl der einzelnen Abschnitte
 geeignet, die Aufmerksamkeit weiterer
Kreise auf die Veröffentliehungen von Becbe zu
lenken und ihnen neue Freunde zu gewinnen.
B. Schulz,

B. 7. Birkeland: Mittel und Extreme der Lufttemperatur,
 Geofysiske Publikasjoner Vol, XIV,
Nr. 1, Oslo 1936 (155 8. m. 4 Fig., Preis 15 norweg.
 Krönen).
Nach einer 38 Seiten umfassenden. Erläuterung
der Bearbeitungsmethoden folgen 24 im wustergültiger
 Weise zusammengestellte Tabellen der
Temperaturverhältnisse Norwegens einschließlich
Spitzbergen, der Bäreninsel, Jan Mayen und der
grönländischen Ostküste. Welch ungeheure Rechenarbeit
 dabei aufgewendet worden ist, kann man
daran ermessen, daß das Verzeichnis der aufge
führten Stationen 292 Orte enthält, a
Nach der Zusammenstellung des täglichen
Ganges der Lufttemperatur (15 Stationen) folgen
die auf das Meeresniteau reduzierten. normalen.
 Monatstemperaturen. (Periode 1861 bis 1920)
von. 276 Stationen, ergänzt durch die Mittel von
12 Polar- und Bergstationen für den Zeitraum
1912 bis 1930, MHieran schließen sich an die
periodischen jährlichen Extreme und Amplituden
 (122 Orte), die müttleren. Frostepochen
{11 Orte) und die harmonischen Konstituenten
des jährlichen. Ganges (16 Stationen). Dann

B. Schröder: Untersuchung Über die Bildung
einiger Mittelnreerdepressionen, Veröff.d. Marinedbservatoriums
 Wilbelmshaven, neue Folge, Heft 6
(1936), (628. m. 40 Abb. u. 12 Tabellen).
Verfasser bestätigt an Hand von drei Beiıpielen,
 wovon die. Wetterlage vom 11. bis 15, Februar
[931 besonders eingehend beschrieben ist, die berzannten
 Ergebnisse von v7. Ficker über den maßgebenden
 Einfluß einer ostwärts ziehenden primären
Druckwelle für die Entstehung der Mittelmeer-Jepressionen.
 Er stellt fest, daß es nicht nötig
ist, daß eine Depression im Norden weit nach
Osten zieht, um über dem Mittelmeer eine Störung
entstehen zu lassen, sondern daß die nördliche
Depression auch über der Nordsee stationär werden
ann, Im übrigen werden aber keine neuen Schluß-'olgerangen
 gezogen, und die abgebildeten Wetterxartem
 lassen eine sorgsame Luftmassevanalyse
vermissen. R®. Scherbhag.
            
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