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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 64 (1936)

Kleinere Mitteilungen, 
5835 
Auf der Fahrt von Balboa (Panama-Kanal) nach Lös Angeles befindet sich das 
Schiff um 8% auf 25,5° N und 118.8° W, Es herrscht Windstille, Nur hin und wieder 
ziehen aus N leichte Brisen langsam heran und kräuseln die Wasseroberfläche 
schwach, AusNW läuft eine lange, niedrige Dümung gleich mäßig dem Schiff entgegen, 
Die Sonne scheint, doch ist der Himmel bedeckt mit einem Mössik ver- 
schiedener Ci-Arten: parallele Ci-Fäden, die sich überschneiden. (Hauptrichtung 
jedoch NW bis SE), dichte Cist-Flächen von geringer Ausdehnung, aus deren 
nach allen Richtungen grätenartig verschlungene Fäden herausgezogen sind, 
and freie Flächen von Himmelsblau. In der Richtung‘ nach dem Lande glänzen 
die Säume niedriger Cu in der Sonne. Die Sicht ist. sehr gut, 
Bald erscheinen am SW-Horizont Felder keiner Cu, die im Laufe des Vor- 
mittags in einer westlichen Luftströmung langsam höher ziehen und in ein loses 
Fetzenwerk zerrissener Wolken zerfallen, welche sich gegen die gelbweißen Ci 
durch schimmerndes Silberweiß bzw, graue Schattenfarbe abheben, Die Cist- 
Flächen nehmen ax Dichte und Ausdehnung ZU, 
Die Lufttemperatur ist während der vorhergegangenen Nacht gleichmäßig 
gefallen: 21.4°0) um 205; 20.4° um 4b; 19.1° um 8 Morgens ist es frisch, und 
die Eisenteile des Schiffes sind leicht betaut, Gegen Mittag wird es jedoch 
angenehm warm: 19,5° um 12%“, Auch die Wasserternperatur ist im Laufe der 
Nacht gesunken: 232.5° um 20; 21.8° um 4%; 21.1° um 8% und fällt bei der 
Fahrt nordwestwärts weiter: 21,1° am 11%; 209° um 12%. Die rel. Feuchte, 
welche gestern bei Landwinden sehr gering war, ist über Nacht auf 81% um 8% 
angestiegen und steigt langsam weiter: 82% um 12b; 88% um 165; 87% am 20%, 
Mittags setzt aus WNW ein leiser Zug ein, der um 16% aus NW, um 20% 
ans NNW kommt. Von 13% ab wird das Aussehen des Himmels freier. Die Ci 
haben sich in Cist-Feldern mit dexilicher Faserung konzentriert, die zumal. den 
W-Himmel einnehmen; große Teile des E-Himmels sind wolkenfirei, Um 14% 
beginnt die Bildung von Undulationsrippen (SSW bis NNE gestreckt) und zarten 
Ciew. Um 15% hat sich der Zerfall in Cieu. am. ganzen W-Himmel durchgesetzt. 
Von den Feldern niedriger Freu zeugen nur noch wenige Individuen, Da erfolgen 
gegen 16% sehr schnelle Vorstöße von Cirrus uncius aus WNW, die das Aus- 
sehen des Himmels erneut verwirren. 
Die Lufttemperatur steigt nachmittags noch ein wenig anz 19.7° um. 16% 
fällt dann zum Abend aber auf 18.4° um 20% Die Wassertemperatur fällt stetig 
weiter: 20,7° um 16: 20.4° um. 20% 
Die Bewölkung nimmt gegen Abend ab. Bei Somenuntergang sind alle 
Freu verschwunden, und nur Ci leuchten in herrlichen rosa Farben, Nach 
Mondaufgang verursachen sie ausgeprägte Halobildung. H, Schwieker, 
10. Ableitung der Nordsternbreitenformel. Zu der in „Meldan-Steppes, 
Lehrbuch der Navigation“, 2. Aufl, 5. 176, gegebenen Formelentwicklung für die 
Berechnung der Nordsternbreite bringe ich nachstehend 
eine wesentlich kürzere Ableitung: 
Zenitdistanz z— ZA == ZB, 
Breite gp= NP=lh— x +7, 
AB = Höhenparallele (Loxodrome), 
AC = Sphärisches Lot (Großkreis}, 
Bogen AB = a + cos h = Sehne AB. 
Die Sehne AB halbiert den Winkel zwischen AC 
(Großkreis) und AB (Loxodrome). 
Zu bemerken ist, daß auch die Sehne AB ein GroBß- 
kreis ist, 
Nun ist @-cosh= p-8sint (für Nordsterne), 
sin. 6 
a—D a » 
Y=}a-.sinh (loxodromische Beschiekung), 
An 
5 Tafttenperatur- und -feuchtemessungen mit einem Aspirations - Psyehromelers Wasser- 
temperatur messungen. mit eben. In Zehntel Grade geteilten Wasserthermometer,
	        
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