Kleinere Mitteilungen.
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Um 7% frischt der Wind etwas auf, NW 3, Der Seegang erreicht ebenfalls 8,
aine Anzahl von Schaumköpfen belebt die Wasserfläche, Die Dünung und Sicht
haben sich nicht geändert. Der Himmel ist klar im Zenit und im NE über E bis 8.
[m SW über W bis N stehen Schönwetter-Cu, Fracto-Cu ziehen kurz darauf mit
zroßer Geschwindigkeit von NW her über uns hinweg nach SE. Die Cu im NW
and W sind bald verschwunden, Im SW und später im S und SE bleiben sie stehen,
Die Luft ist angenehm, tı 25.9°; die. Wassertemperatur fır beträgt ebenfalls 25.9°,
Um 8% hat die Windstärke noch etwas zugenommen auf fast 4, und der Wind hat
um etwa einen Strich nach N gedreht, Die Anzahl. der Schaumköpfe wächst;
Dünung und Sicht sind unverändert, Der Himmel ist nahezu wolkenfrei, nur im
S5W über S bis SE stehen wenige Schönweiter-Cw Die Luft ist angenehm Irisch,
Um 9% hat sich. das Wetterbild kaum geändert] nur der Wind hat noch ein
wenig weiter nach N gedreht. Die Himmelsbedeckung ist 0, die Luft immer
noch angenehm Irisch, |
Um 10% kommt der Wind aus N und fällt wieder auf Stärke 3 ab. Die
Anzahl der Schaumköpfe wird geringer, Dünung, Sicht und Himmelsbedeckung
zeigen. keine Änderung, 1; 26,8% f 63%, fr 26.1°. Der Wind dreht in der fol-
genden. Stunde weiter, I
— Auch um 11% ist das Bild. fast unverändert, Wind NNE 3, Die Dünung vom
Morgen. läuft immer noch. Die Wasseroberfläche erscheint jetzt viel unruhiger,
da die Wellen vom NW-Wind und die neuen vom N- bis NNE-Wind sich über
Aie Dünung legen, Es ist schon etwas wärmer, aber noch angenehm, Am ganzen
Tage erfolgen zur geringe Wetteränderungen; nach Aussage der Schiffsleitung
ist es ein typischer Tag für diese Jahreszeit im Bengalischen Golf. Der Februar
soll der angenehmste Monat hier sein, fast immer herrscht schönes Weiter,
Um 12% sind Wind und Seegang, Sicht und Himmelsbedeckung wie um 11%,
Dünung wird allmählich schwächer, und der Wind dreht auf N zurück,
Um 131 kommt der Wind wieder aus NNE mit Stärke 2, Der Seegang nimmt
ab, es sind nur noch wenige Schaumköpfe vorhanden; die Seen laufen immer noch
durcheinander, und die Dünung aus W wird ganz schwach. Sicht und Bedeckung
sind wie bisheri die Luft ist warm. und angenehm, fı 26.0% If 59%, tar 26,2°. ;
Um 14% haben. wir N-Wind 1 bis 2, Seegang 2 aus N und eine ganz geringe
Dünung aus NW, Die westliche Dünung kann man nur eben noch erkennen,
Sicht und Bedeckung‘ sind. unverändert, Das Wasser wird. jetzt grün, wir nähern
ans der Küste, . |
Um 15% ist der Wind N 1; Seegang 1 bis 2 aus nördlicher Richtung und
Dünungy aus NW kreuzen sich. Immer noch liegt eine schwache Bewegung aus
W dazwischen. Sicht und Bedeckung sind wie bisher,
Um. 16% herrschen fast Windstille und Seegang 1, Eine Dünung ist nicht
mehr zu erkennen, Sicht und Bedeckung sind die gleichen. tı 26.4° 156%, tw 26,1°
Um 17b fahren wir in hellgrünem Wasser, Wind Ni, Seegang 0 bis 1,
Dünung 0, Die Sicht ist unverändert, keine Wolke steht am Himmel; die Luft
ist angenehm. |
Die Sonne geht um 175% unter; man sieht jetzt deutlich Dunst am Horizont,
aus dem. die Sonne dunkelrot hervorleuchtet.. Dieser Dunst war vielleicht den
ganzen Tag über vorhanden, ist jetzt aber erst gut zu erkennen; die Kimm
war stets recht deutlich. Im W liegen über dem. Dunst teine Ci, die wahr-
scheinlich nur bei dieser Beleuchtung zu sehen sind, Wind Ni, Seegang 0 bis 1.
Die Messung der Lulttemperatur und -Jenchte erfolgte mit einem Aspirations-
Psyehrometer, die Wassertemperatur wurde mit einem. in Zehntel-Grade geteilten
Wasser-Thermometer bestimmt. Dr. Erich Höller,
5. Klimatographische Witterungsschilderung. Nr, SG: Seeverkehrsweg:
Atlantische Region des Südost-Passates, — Aus der Sammlung des überseeischen
meteorologischen Dienstes der. Deutschen Seewarte,. — Witterungsverlauf an
Dezember-Tagen im ostbrasilianischen Meeresgebiet auf dem Dampfer-
wege vom Englischen Kanal nach Kap Hoorn Beobachtungstage:
27. und 29, Dezember 1934,