510 Annalen der Hydrographie und. Maritimen. Meteorologie, Dezember 1936,
bis 40). Darüber hinaus weisen unsere Beobachtungen nach, welche Gestalt die
Funktion A==A (y) für einen bestimmten Strömungszustand besitzt, Wir holfen,
die wichtige Frage der Windabhängigkeit dieser Funktion A= A{(y) in Kürze
anschneiden zu können.
Schriftenverzeichnis,
4. K, Dörffeh: Die physikalische Arbeitsweise des Gallenkamp - Verdunstungsmessers und seine
a Pa mikroklimatische Fragen, Veröffent1. d. Geophys, Instituts Leipzig, Band 6,
eft SB N N ;
Schmidt: Wirkungen des Luftanstausches auf das Klima und den täglichen Gang der Luft-
. pair in der Höhe, Sitz-Ber. d. Akademie d. Wiss, Wien, 127 JI, 1918, S, 1001,
3. W. Tollmien: Handbuch der Experimentalphrysik, Bd, LV 1, Leipzig 1931, S. 249.
4. K, Büttner: Die Wärmeübertragung durch Leitung, Konvektion, Verdunstung und Strahlung
in Bioklimatologie und Meteorologie, Veröff, d, Pr. Met, Institutes Nr. 404, Berlin 1934,
5. HM. W. Srerdrup: Das maritime Verdunstungsproblem. Annalen d. Aydroger, 1936, Heft 2.
5, W. Findeisen: Bemerkungen zu der Arbeit von Büttner „Kritisches über Abkühlungs- und
Austroceknungsgröße‘“, Met. Zeitschr, 1933, 8. 318.
7. A. Wagner: Zur Frage der Verdunstung, Gerdands Beitz, z. Geophysik, 34, 1931 S. 88,
8. W. Haude: Temperatur und Austausch der bodesnahen Luft über einer Wüste, Beltz, z
Physik d, fr. Atmosphäre, B, 21, 1934, 5. 129. | | ;
9, H, Köhler: Über den Austausch zwischen Unterlage und Luft. Gerlands Beitr, z, Geophysik,
Bad. 24 1924/30. 5. 94, ”
2. WW.
Die langjährigen Schwankungen der Amplituden der halbjährigen Luft-
druckwelle in Beziehung zu den langjährigen Schwankungen der Luft-
temperatur auf der Erde”.
Von F. Reuter, Herrenbreitungen,
(Hierzu Tafeln 70 bis 73}
1. Die Ursachen der langjährigen Amplituden-Schwankungen der halbjährigen
Druckwelle,
Bei der Herausarbeitung der Beziehungen zwisehen den meteorologischen
Erscheinungen und den Sonnenflecken hat sich immer wieder herausgestellt, daß
die tatsächlich nachgewiesenen Beziehungen nicht einheitlich sind für die ganze
Erde oder für größere Gebiete derselben (vgl. a. ı, 2)%. F. Baur hat daraus
schließen. wollen, daß kein nennenswerter Zusammenhang zwischen Sonnenflecken
and irdischen Witterungserscheinungen vorhanden sei: „denn“ so schließt er,
„wenn die Schwankungen in den einzelnen Teilen der atmosphärischen Zirkulation
vorwiegend auf Schwankungen der Sonnenstrahlung zurückzuführen wären, dann
müßten sie doch einheitlich in allen Strömungssystemen auftreten“ (8).
Diese Schlußfolge gilt nur für die unmittelbare Einwirkung der Sonnen-
strahlung und ist im allgemeinen nicht stichhaltig; denn Änderungen der Sonnen-
strahlung wirken der Zeit und der Intensität nach am stärksten in der Äquatorial-
zone, 80. daß die Temperaturdifferenz Aquator— Pol erhöht oder verkleinert wird,
Von hier aus, wo auch in dem gesamten Luftring weniger Energie durch inner-
atmösphärische Vorgänge verzehrt wird, wird die atmosphärische Maschine stärker
oder schwächer angetrieben, die Zirkulation wird verstärkt oder abgeschwächt.
Etwaige Temperaturschwankungen in der gemäßigten oder polaren Zone durch
Änderungen der solaren Strahlung werden durch diese mit Temperaturänderungen
verbundenen Zirkulationsschwankungen verstärkt, verdeckt oder verwischt, Die
einzelnen Strömungssysteme der Atmosphäre unterliegen naturgemäß dem gleichen
Rhythmus der Intensitätsschwankungen der allgemeinen Zirkulation, In ihnen
bleibt jedoch die Eigengesetzlichkeit der ihnen eigenen klimatischen, geogräa-
phischen, meteorologischen und dynamischen Witterungsbedingungen und der
Witterungserscheinungen wirksam. Diese Eigengesetzlichkeit bewirkt aber eine
Abänderung der Schwankungen der Amplituden der halbjährigen Welle in den
außertropischen. Gebieten. (Vgl. auch Anm. 1, Fig, 8)
4) Vgl. a. FE, Beuter, Das Vorhandensein der halbjährigen Luftdruckperiode, Gerl, Beitr. z,
Geophysik., Bd 46, H. 4, 1936, — % Die reinen Zahlen in den Klammern beziehen sich auf das
Literaturverzeichnis am Schluß,