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Full text: 64, 1936

Kleinere Mitteilungen, 
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Starne erkennbar sind. Der Seewind setzt den ganzen. Tag über aus, und die 
Luftfeuchte unterschreitet nicht den hei Sonnenaufgang durchweg herrschenden 
Betrag von annähernd 100%. Von 20% an fällt starker Tau in Tropfen von den 
Dächern. — Die 6b-Temperatur am 27, und 28. November ist mit 22° die nied- 
rigste bisher in diesem Monate beobachtete, Die Höchsttemperatur übersteigt 
nicht 27°, während sie sonst im November gewöhnlich 30° erreicht, Die Luft- 
feuchte, die normalerweise zwischen 12" und 14" am geringsten ist, erreicht an 
diesen beiden Tagen um Mittag 80%, — Der starke Taufall in den Abendstunden 
des 28, November hält die ganze Nacht über an, und die Dächer triefen bei 
Sonnenaufgang am 29, November. Die Temperatur beträgt wieder 22% die Feuchte 
über 90%. Regen ist seit gestern früh nicht gefallen. Der Himmel erscheint 
wolkenlos, aber dichter Nebel beschränkt die Sicht auf wenige hundert Meter 
und läßt die Sonne nur als matte silbrige Scheibe erkennen, die von einem kreis- 
runden hellen Schein umgeben ist. Mit dem Emporsteigen der Sonne wird der 
Nebel schnell dünner, und bereits um 7b kann das Sonnenlicht die ersten 
Schatten werfen. Von S über W nach N ist der Himmel um diese Zeit von etwa 
30° Höhe über dem Horizont blau und heiter, Kein Luftzug ist fühlbar. Über 
dem Meeres- (Süd-) Horizont geballte Cu ziehen langsam nach W, Gegen 8% scheint 
die glänzendweiße Sonne mit grellem Licht, Unter ihr stehen Cieu., Der Nebel 
ist ganz verschwunden, und nur der Horizont des Hinterlandes ist noch in 
leichten Dunst gehüllt. Die Temperatur ist inzwischen auf 25° gestiegen. 
Um 9% jest fast der ganze nordöstliche Himmelsquadrant mit dichten von 
NE nach SW ziehenden Cu bedeckt. Die Temperatur beträgt jetzt 28°, die Feuchte 
ist auf 84% gesunken. Es herrscht Windstille. — Um 11%% zeigt das Thermo- 
meter 30,5“ die Feuchte hat weiter abgenommen und beträgt 72%. Nur ein 
schwacher Luftzug aus NW ist fühlbar. Das Meer ist leicht gekräuselt, die Kimm 
unscharf, Der größte Teil des Himmels, besonders der S, ist wolkenlos, und die 
Sonne brennt bei weißlich-blauem. Himmel. heiß. Gegen 13% setzt die Seebrise 
aus SW ein, 
Im Laufe des Nachmittags schwindet die Bewölkung immer mehr, und bei 
Sonnenuntergang steht nur ein einzelner Cu im E, der von den Strahlen der 
untergehenden Sonne mit einem roten Hauch überzögen wird. Die Sonne sinkt 
unyverhüllt blutrot in den Horizont, Die Kimm ist kaum wahrnehmbar, Mit 
Dunkelwerden schläft der Seewind ein. Die Feuchte ist bis Sonnenuntergang 
wieder auf 79% gestiegen, die Temperatur auf 28° gefallen. Kurz nach dem 
Versinken der Sonne schießen vom Westhorizont her feurig-rote Strahlen bis 
gegen den Zenit über den grün-blauen Himmel — ein. wundervolles Schauspiel 
von etwa zehn Minuten Dauer, Nach Eintritt völliger Dunkelheit leichtes Wetter- 
leuchten am sternklaren Himmel, Max Julius Dinklage. 
8, Klimatographische Witterungsschilderung. Nr. 88: Sklaven- Küste 
von Oberguinea, — Aus der Sammlung des überseeischen meleorologischen. Dienstes 
der Deutschen Seewarte, — Witterungsverlauf zu Boginn der großen 
Trockenzeit in der Bucht von Benin auf der Seefahrt von Kotonou 
nach Lagos, Beobachtungstag: 2, Dezember 10934. 
Auf der Reede von Kotonou (Dahomey) ist der Himmel um 5% zur Hälfte 
mit Wolken bedeckt: im NE Ast, darunter schweben Frst-Fetzen, tu 27.0°, 
rel, Feuchte £ 90%; traum 28.0°1, Es weht nordwestlicher Wind in Stärke 2, 
Die See ist ohne Dünung. Nach Verlassen der Reede gegen 10* hat die Himmels- 
bedeckung auf %,, abgenommen. Im E über Land ist eine St-Decke zu sehen, 
und am Zenit stehen Ast lentieularis-Formen, die die Sonne verdeeken, Im W 
zeigen sich Schönwetter-Cu, Die Sicht ist sehr gut, Gegen 12t haben sich auch 
im E über Land Schönwetter-Steu ausgebildetz im Zenit befinden sich noch 
Reste der Lentienlaris-Art. 12h: 4 27,2°, £ 80%; tw 29.0° 
Om 14% ist der Zenit vollkommen wolkenlos, während über Land und in Richtung 
auf See einzelne Schönwetter-Cu den Himmel bedecken, Wir haben inzwischen 
23) Die Lufttemperater und «feuchte wurde mit einem Aspirations-Psychrometer bestimmt. Die 
Messung der Wassertemperatur erfolgte mit einem in zehnte) Grade geteilten Wasserthermometer,
	        
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