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Full text: 64, 1936

Kleinere Mitteilungen, 
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(ediglich eine Bedingungsgleichung zwischen dem Druckgefälle und dem Gradient- 
wind dar — noch dazu unter der kaum erfüllten Voraussetzung einer einheitlichen 
Bewegung der beiden aneinandergrenzenden Lauftkörper. Die Fragestellung lautet 
vanz anders: Weshalb kann sich in diesem Falle eine Grenzfläche mit derart 
zroßen Temperaturunterschieden ungestört entwickeln. © R. Scherhaäg, 
4. Klimatographische Witterungsschilderung, Nr. 79: Seeverkehrsweg: 
Nordwestafrikanische Region des Atlantischen Ozeans, — Aus der Sammlung des 
überseetschen. meleoroölaytschen. Dienstes der Deutschen Seqwarte, — Witterungs- 
verlauf eines Wintertages bei den Kanarischen Inseln. Beobachiungs- 
tag: 17. Dezember 1034, | | 
55; Der NE-Passat weht mit Stärke &. Bei einer relativen Feuchte von 80% 
zeigt das Deck des Schiffes starke Taubildung, Mehr als die Hälfte des Himmels 
ist mit Ci. und Acı-Wolken. bedeckt. Die Gebirgsgipfel der Kanarischen Inseln 
jeuchten. bei aufgehender Sonne roöt-braun auf, und erst bei höher stehender 
Sonne nimmt das Gebirge seine natürliche gelb-braune Farbe an. Über den 
Inseln. liegt ein leichter Dunstschleier, Nach der freien See ist Asgegen. die 
Sieht besser, — 7hr Der Wind frischt auf, und das Wolkenbild wechselt rasch. — 
Th: Über dem Beobachtungsort stehen Cu-Wolken, in der Nähe des Horizonts 
Ayy, — br Die Cu lockern sich, und. die Sonne wird nur für kurze Augenblicke 
verdeckt, Die Lufttemperatur von 18.9° wird. bei der relativen Feuchte von 713% 
als behaslich empfunden. Die Taubildung an Deck ist inzwischen. verschwunden. 
Der Grad der Himmelsbedeekung ist erheblich zurückgegangen, Nur einzelne 
Sechönwetter-Cau unterbrechen. das herrliche Blau des Himmels, Die Sicht ist 
sehr gut. geworden. — 18%; Neben den Cu-Wolken. freien Janggestreckte Acır 
auf, und. die Himmelsbedeckung nimmt allmählich wieder zu. Die Luft ist klar 
and rein. G. Brandtner. 
5, Ellmatographische Witterungsschilderung. Nr. SO: Seeverkehrsweg: 
Östliches Gebiet der atlantischen Region des Nordost-Passates, — ‚Aus der Sammlung 
des überseeischen meteorologischen. Dienstes der Deutschen Seewarte. — Verlauf 
eines Winteriages auf dem Dampferwege ron Europa nach Kap Hoorn, 
Beobachtungstag: 21, Dezember 1934, 
Frühmergens. weht auf 12° N und 26° W eine Jeichte Brise aus ENE, Die 
sonst ruhige See wird dureh eine lange nordwestliche Dünung belebt. Die Sicht 
ist sehr gut. Die Lufttemperatur pendelt um 24° Außer einigen. Schönweiter- 
Cu zeigt sich keine Bewülkung, Der Wind ist im seiner Richtung sehr um- 
beständig. Mittags weht er in Stärke 2 zeitweise aus E, um nachmittags mit 
der gleichen Stärke aus NE zu kommen. Er Irischt abends auf Stärke 3 auf, 
Die Witterung: wird als drückend empfunden. Bei Sonnenuntergang hat sich 
das Weolkenbild geändert. Neben schleierartigen Ci legen in Horizöntnähe 
streifenförmig angeordnete Wolken, die bis zu einer Hähe von etwa 45° sichtbar 
sind, Diese Wolkenformen. treten besonders im Westen hervor, wo sie, von den 
Strahlen der untergehenden Sonne beschienen, eine prächtige rote Färbung 
angenommen haben, Derunter sind einzelne Freu-Wolken zu erkennen, die 
weniger als 1/,, des Himmels bedecken. Gegen 19 zeigt sich in der Nähe des 
Mondes, der im E in einer Höhe von etwa 15° steht, das gleiche Bild. Der Hinter- 
grund. des Mondes ist in einer Breite seines doppelten Durchmessers von dunklen 
Wolkenstreifen. besetzt, die eine selten prächtige Farbensinfonie ergeben. Um 
19%1 jet das schöne Wolkenbild verschwunden, Nur noch einzelne Cu-Welken 
Jassen. den ruhigen Sonnentag ausklingen, Q. Brandiner. 
6, Klimatographische Witterungsschilderung. Nr, SI: Seeverkehrsweg: 
Südwestafrikanisches Gebiet des Atlantischen Ozeans. — dus der Sammlung des 
Ääberseeischen. meteorologischen. Dienstes der Deutschen. Seemwarte, = Witterungs- 
verlauf eines Sommertages auf dem Seawege yon Lobito nach Walfisch- 
bar‘). Beobachtungstag: 12. Dezember 1984. 
1} Val hier much aus dem gleichen Klimagebieß xles Atlantischen. Ozenme und derselben 
Jahreszeit die Klimatosr. Wittrgyeschldrg, Nr. 42 [Höfler] in Ann, da. Elyrdr, we, 1935, 5. 200.
	        
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