178 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Norember 1936.
Jetzt sieht man; Die maritimen
Trübungsfaktoren Ta sind allgemein
kleiner als die elsässischen Ta, und
ze nehmen an der See mit erheblicher
Am plitude nach wachsender ZDC ab,
Dagregen bleiben die Ta des Binnen-
lanı.des, ungestört sowohl wie im Kat-
ma ä-Staub, wesentlich konstant. Die
feirieren. Züge mag später das er-
wähnte moderne Kieler Strahlungs-
material an den Tag bringen.
Daß ein großer Transmissionskoeffizient px eine relatiy kleine ursprüngliche
Intensität J nach sich zieht, ist zum Teil eine in der Bouguerschen Formel be-
rühende formal-numerische Erscheinung, zum Teil physikalisch begründet. Beides
hier übrigens dasselbe,
8. Mit größerer Bestimmiheit als für Straßburg (Elsaß) läßt sich jetzt für
Kiel (Ostsee) ein Anhalt gewinnen über die Strahlung aus dem die Sonne
amgebenden Himmelsfeld des Öffnungswinkels des Aktinometers, Wir wählen
die Darstellung? W
dd = ‚PA
mit folgendem Ergebnis:
[Monate 1 m) Mögliche, ja, plausible Werte, Das
— , ) Sn ai best bin hd Dr mehr im Ki
a cal en ‚©%1 _ gehender Vergleich mit den Ergebnissen
Y S yır| I : bes | tion ohne ee, wie die Annäherung der Größen
- - nd S und. p für beide Perioden. aneinander
and das größere cin den Herbstmonaten. gegenüber dem reineren Sommerhimmel,
Also: Die Formel ist gut, besser als man von einer interpolatorischen Darstellung
verlangt. An der Ostsee war die Himmelsstrahlung der Sonnenumgebung merklich
geringer als in der oberrheinischen Ebene,
Aus den wenigen visuell-photometrischen. Reihen für die Himmelshelligkeit
in. der Nähe der Sonne leitet man 4b, daß die Totalhelligkeit der Himmels-
scheibe mit dem sphärischen Radius 15° um die Sonrie als Mittelpunkt bei 45°
ZD© 25%, der Helligkeit der Sonne ausmacht, Rang und Bedeutung dieser
Tatsache wurden schon in Ann. d. Hydr. 68, 70—71 (1935) gekennzeichnet,
9, Die zugleich mit den Strahlungsmessuhgen notierten. Schätzungen der
Eimmelsbläue nach einer groben Gedächtnisskala haben heute keinen Wert,
dachdem es möglich ist, die Himmelsbläue mit einfachen Mitteln objektiv, ver-
gleichbar und reproduzierbar zu messen, Siehe Ann, d, Hydr. 64, 38 (1986)
Nur mit Zaudern wird. angefügt, daß an beiden Beobachtungsorten die Bläue
mit sinkender Sonne abnahm,. Dabei war nicht ein einzelner Himmelspunkt,
sondern die Gesamtschau des blauen. Firmaments ins Auge gefaßt worden, Daß
in Kiel ein höherer Bläuegrad vorherrschte als in Straßburg, lehren gleichfalls
die Mittelzahlen, ohne daß man wagen könnte, die Vorgänge quantitativ zu
fixieren,
Zusammenfassung. Im Vordergrund der Bearbeitung stehen die Strahlungs-
messungen während der Staubtrübung‘ der Atmosphäre durch den Katmal-Aus-
brüch von 191% Es tritt starke gebeugte Strahlung aus dem Umfeld der Sonne
zuß weit stärker als bei reinem Himmel Einige Ansätze für diese Umfeld-
strahlung‘ werden numerisch durchgerechnet, Wenn mit sinkender Sonne Anteil
(und absolute Größe) der Umfeldstrahlung anwächst, so kommt durch die ein-
fache Bouguersche Extinktionsformel ein zu größer Transmissionskoeffizient
und eine zu geringe extraterrestrische Intensität heraus, Erst die Einführung
der Umfeldstrahlung hat die beiden Kieler Transmissionsfaktoren in befriedigende
Übereinstimmung gebracht (Ziffer 8). Die Gesamtwirkung: der Sonne zerlegt man
u Vel. noch Ann. d. Hydr. 63, 76 (1935)
Frübungsfaktoren der Gesamistrahlung, Kiel 1919/20,
Mai, Juni, August September, Oktober
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