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Full text: 64, 1936

150 Annalen. der. HAydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober. 1936, 
Kehren wir zu der Tabelle 1 zurück, so sind nur geringe Anklänge der 
Frontdurchgangszeiten von Tiree an die Hamburger Frontenstunden !) vorhanden, 
abgesehen. von der 5h-Frühfront, . Insbesondere fällt die gegen 13%h liegende 
ausgeprägteste Hamburger Frontenstunde bei "Tiree als Minimalzeit von Front- 
passagen auf, wogegen hier die Häufung der Kaltfrontdurchgänge um 17h für 
eine Inselstation überraschend ist, wenn man an einen Einfluß des thermischen 
Anteils der täglichen Druckschwankung — selbst vom schottischen Hinterlande 
her -— denken sollte, ; 
Diese Tabelle wie des Verf, a. a. O0. gebrachte Aufstellungen sind natürlich 
zu beschränkt für eine weitere Diskussion (das Wesentliche der Goldieschen 
Arbeit ist die zu bemerkenswerten Resultaten führende Untersuchung der Schwan- 
kungen der Frontregen); sie sind nur Hinweise, und. als solcher sei auch die 
folgende Tabelle 3 noch angefügt. 
Tabelle 3. 
Durchgangszeiten von 69 Fronten ( (Kaltironten ++ Okklusionen) in Bermuda im Jahre 1935. 
zeit Jo Di es fa ) 45 0541 8-9 FF 9-10 H10-21 ]u-12 Um} 
00 N — 130 | 
Front- Sn M 30 
= 039 \ 40 | 
Mare 11 00 | | 4% 
zänge I ] * | / 
ZA ii 
Zeit )ı2-13| 
1415) 1516 1617 | 17-18) 18-19 } 19-20 20-21 1 21-22 F22.25 R23-24 Uhr 
jo | 130 | 14% | 150 | 1ew | de | 180 | — | 200 | 210 | 290 | 230 
Front 120 40 1 1488 [ 15% | 17% | 18% l 20% | 21% 230 
durch J 120, ‚1560 » | 202 | 220 | 230. 
rch- 11 136% | 160 | 200 | 93% 
gänge 13% | | 16% ' | fr 
) 130% / | 16% i 
A 
Sie ist gebildet aus den Frontangaben in der neuen, nach Anlage und Inhalt 
vorzüglichen Publikation?) der Beobachtungen von Bermuda (9= 832° 22’ N, 
A= 64° 40’ W, Zeit des 60. Meridians) und enthält die Passagezeiten von 69 Fronten 
des Jahres 1935 (Kaltfronten + Okklusionen). Die an Zahl geringeren Warm- 
[ronten sind weiter unten besonders aufgeführt, 
‚An der Tabelle sind die Frontdurchgänge in die Stundenintervalle gesetzt, 
wobei die auf volle Stunden fallenden Passagen jeweils zu der durch die Nach- 
barpassagen angedeuteten Serie geschlagen wurden, Dieses wegen der Kürze 
der Reihe gewählte Verfahren ist natürlich nicht frei von Willkür, verdeutlicht 
aber die Aufteilung des Tages in frontenfreundliche und -feindliche Zeiträume, 
Es fällt schwer, eine bloße Zufälligkeit anzunehmen, wenn. nach der Tabelle 
z.B. in den 80m von 2% bis 3%% keine Front vorkommt, in den 40m von 3%0h 
bis 410 aber sechs Fronten passieren usw. Es scheinen also auch hier, inmitten 
des Ozeans, kritische Zeiten oder Frontenstunden zu bestehen, die aber wiederum, 
mit. Ausnahme der (auf den Termin vor 4b und nach 6% geteilten) Frühpassagen- 
zeit, wenig Anklänge an die Verhältnisse in Tiree verraten. So ist z. B. in Bermuda 
die Zeit nach 16h bis gegen 20 ausgesprochen frontenarm, die Zeit um Mitter- 
nacht und die Zeit von 8% bis 11% frontenreich, und von der deutlich halbtägigen. 
Kaltfrontpassagenschwankung in Tiree ist hier — auch bei einer, Zusammen- 
fassung — nichts zu entdecken, Dabei sollte diese hälbtägige Schwankung, falls 
die tägliche Luftdruckperiode dafür verantwortlich ist, in Bermuda wegen seiner 
niedrigen Breitenlage gerade ausgeprägt sein, ; 
Ann, d, Hydr. 1936, S. 314, 315. — 2 Summary of vafi ' id. Upper Al 
Met, HE Bermuda 1935, . ) ary of Observations (Surface and Upper Air),
	        
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