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Full text: 64, 1936

434 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1936, 
150° O-Lg. liegt. Hier geht die Entstehungsstätte der Taifune unmittelbar in 
die der gubtropischen Zyklonen östlich Südjapan über. In scharfem Gegensatz 
hierzu steht die andere Randzone zwischen 140° und 150° Westlänge, wo nur 
ein. knappes Sechstel der Zyklonen wie in entsprechender Ostlänge entsteht, und. 
dies Sechstel noch fast ganz in den beiden an den 40. Breitenkreis grenzenden 
Fünfgradfeldern, | N 
Weiter zeigt sich, daß das nach der Karte zyklogenesenfreie (in Wirklichkeit 
wohl fast freie) Gebiet der mittelpazifischen "Uropen kennzeichnende Ausbuch- 
tungen gegen Norden aufweist, so besonders bei 140° W-Lg. — was sich übrigens 
nach Kalifornien zu fortsetzen würde — und bei 160° bis 170° O-Lg. Zwischen 
den beiden ist bei 160° W-Lg. noch eine schwächere Ausbuchtung angedeutet; 
Das Wesentliche der Verteilung tritt noch klarer hervor, wenn man die 
Zahlenwerte erhöht, indem man je vier Fünfgradfelder zu einem Zehngradfeld 
zusammenfaßt, und ihre Reihen zugleich zonal und meridional ausgleicht, indem 
man die Zusammenfassung für (um 5°) übergreifende Zehngradfelder vornimmt, 
Wenn sich auch die so erhaltenen Zahlen auf Felder, in deren Mittelpunkt sie 
stehen, beziehen, so kann man sie doch durch „zyklogenetische Linien“, welche 
natürlich nur der Zeichnung nach Isolinien sind, gegeneinander abgrenzen. 
Das Ergebnis dieser Umformung von Abbildung 1 zeigt die Abbildung 2, in 
der folgendes hervortritt: 
Das Gebiet stärkster Zyklonenbildung in dem betrachteten Meeresraume 
liegt Östlich Südjapan, Dieser subtropische Zyklonenherd ist von dem Herd der 
tropischen Zyklonen (Taifune) bei den Marianen—Karolinen durch eine Zone 
geringerer Zyklonenbildung bei etwa 25° N-Br. lose getrennt. 
Nach Osten hin erfolgt ein rascher Abfall der Zyklonenbildung, und schon 
in der Zone zwischen 160° und 170° O-Lg. befindet sich ein fast zyklogenesen- 
freies Gebiet, das nur zwischen 30° und 40° N-Br., wo es gegen Osten verschoben 
ist, in etwas geringerem Maße ausgeprägt ist. ; 
Östlich davon erfolgt eine erneute Zunahme der Zyklonenbildungen und 
führt zu einem sekundären Maximum, das am der Datumsgrenze, aber mehr 
östlich von ihr, liegt. Nördlich vom 35. Breitenkreis ist die Zunahme erheb- 
lieh schwächer als zwischen 20° und 35° N-Br., so daß ein abgeschlossenes Maximal- 
gebiet in der Gegend um den 25, Breitenkreis resultiert, Dann folgt wieder, wenn 
zuch weniger ausgesprochen, eine Zone verringerter Zyklonenbildung in 165° bis 
160° W-Lg. und anschließend nochmals ein Anschwellen am 155, bzw. 150, west- 
lichen Meridian, Letzteres hat — im Gegensatz zu dem mittelpazifischen Zyklonen- 
herd —— sein Maximum nahe dem 40, Breitenkreis, reicht aber anderseits bei den 
Hawai-Inseln weiter südwärts und deutet hier einen schwachen Herd tropischer 
Zyklonen südlich 20° N-Br. an. 
Diese Verhältnisse veranschaulicht noch einmal. in graphischer Darstellung 
für die drei Breitenzonen, also für nur zonal übergreifende Zehngradfelder, die 
Abbildung 8, welche keines Kommentars weiter bedarf, 
Dadurch nun, daß das sekundäre mittelpazifische Zyklogenesenmaximum 
nahe an die isoliert gelegene Beobachtungsstation. Midway Island (28° 12’ N-Br., 
177° 23’ W-Lg.) der Hawai-Inselgruppe, die weiter südwärts gehende Ausbuch- 
tung der westlichsten Zyklonenbildungszone nahe an die zweite und südlichere 
Station Honolulu (21° 19’ N-Br., 157° 52’ W-Lg.) fällt, wird der Verdacht nahe- 
gelegt, daß durch diese beiden langjährigen Beobachtungsfestpunkte die obige 
Verteilung vorgetäuscht wird, indem die Zyklogenesen über den freien Meeres- 
räumen abseits der Stationen. der Beobachtung unzugänglich blieben, 
Aber wie schon die Besetzung auch der von ihnen weiter abgelegenen Felder 
in Abbildung 1 zeigt, kann dies nur bis zu einem gewissen Grade hineinspielen, 
und die Realität des Verteilungssinnes wird durch die folgende Abbildung 4 
estützt, ; 
5 Diese Abbildung 4 gründet sich auf die Monatskarten der nordpazifischen 
„Paths of Storms“l) und. bringt eine Zusammenstellung . der Sturmbahnen. aller 
1) Einsatzkarten B.in Pilot Chart of the Upper Air, North. Pacific Oeean, Jahrgang 1935, her- 
ausgeg. vom Hydrographie Office, Washington. ; ;
	        
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