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Full text: 64, 1936

416 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1936. 
Um 8% befindet sich das Schiff auf 29.9° N und 122,9° E, Am Morgen ist 
wie am Vortage der Himmel trübe. Zwischen niedrigen Schlechtwetterwolken 
ist dichter Ast erkennbar. Mit Unterbrechungen fällt ein leichter Sprühregen, 
und fröstelnd denkt man an einen naßkalten deutschen Herbsttag, 850 tyan 7.3°, 
Feuchte 78%. Der achterliche N-Wind, Stärke 5, ist wenig spürbar. Dieser 
Wind, der am Vormittag langsam auf NNE dreht, weht mit großer Gleichförmig- 
keit den ganzen Tag. Während der ganzen Reise von Tsingtau bis Singapore 
herrscht, bis auf einen Tag mit Windstille, diese überaus stetige Luftströmung 
aus N bis ENE in mittleren, nur sehr langsam sich ändernden Stärken von 3 bis 8, 
Um 12% ist es etwas wärmer (8,7°) und trockener (69% vel, F.) geworden, 
doch setzt der Sprühregen nur zeitweise aus. Die Wassertemperatur steigt von 
12.4° (8%) auf 13.4°. Um 13% kommen wir aus dem Küstenwasser, dessen 
schmutzig-braungrüne Farbe in stetigem Übergang aus dem Lehmgelb des 
Jangtsemündungswassers hervorging, heraus und durchfahren etwa 20 Minuten 
lang eine scharfbegrenzte dunkelgrüne Wassermasse. Während dieser Zeit sinken 
die Wassertemperaturen schnell: 1350k 12,2% 1345h 11.9°% 13%b 11,6°%, später lang- 
sam: 16h 10.,5°, 20% 10,3°. | 
Bei gleichbleibendem NNE-Wind herrscht auch den Nachmittag über das- 
selbe naßkalte, ungemütliche Wetter, — 16%: © 7. 7.8°; Feuchte 80%. Ständig 
fällt ein nicht meßbarer Sprühregen. Durch die Lücken niedriger Nb-Wolken 
sieht man dichten Ast. Um 20M wirhbeln sogar einige Schneeflocken herab bei 
einer Lufttemperatur von 8,3° und Feuchte von 75%. Nachts frischt der Wind 
langsam etwas auf. H. Schwieker, 
8. Sofortige Veröffentlichung der Höhenwetterkarten im Täglichen 
Wetterbericht. Bei der in letzter Zeit eingetretenen beschleunigten Verbreitung 
der aerologischen Meldungen des Auslandes ist es möglich geworden, die im 
‚Täglichen Wetterbericht des Deutschen Reichswetterdienstes“ (Hrsgg. von der 
Deutschen Seewarte, Hamburg) erscheinenden. Höhenwetterkarten nicht mehr 
einen Tag später, sondern vom 31, August 1926 an schon im Bericht vom 
zleichen Tage zu veröffentlichen, womit diese synoptische Verarbeitung der 
europäischen aerologischen Beobachtungen für die Praxis zweifellos an Bedeu- 
sung erheblich gewinnt, Die aerologischen Beobachtungen vom Abend können 
damit natürlich nicht mehr in die Höhenkarten eingetragen werden, die jetzt 
nur noch alle bis 16 Uhr einlaufenden aerologischen Beobachtungen enthalten, 
Im übrigen tritt ix der Bearbeitung und. im Inhalt dieser Karten keine Ände- 
rung ein, 
"Es bleibt zu hoffen, daß auch im Winter keine erneute erhebliche Verzöge- 
rung in der Verbreitung der ausländischen s#erologischen Beobachtungen eintritt 
und daß mit der Einführung des neuen internationalen Sendeplanes im Oktober 
auch die jetzt noch bestehende erhebliche Schwierigkeit beseitigt wird, daß die 
vormittags noch nicht zur Ausstrahlung kommenden Aufstiegsmeldungen viel- 
fach erst am Ende des Nachmittags-Obses statt am Anfang verbreitet werden, 
RK. Scherhag, 
9. Verleihung der „Georg-Neumayer-Medaille‘“ an Gerhard Schott. 
Am 15, August 1936 wurde die Medaille Professor Dr. Gerhard Schott, Ober- 
regijerungsrat und Abteilungsvorstand a, D, der Deutschen Seewarte, gelegentlich 
seines 70, Geburtstages!) verliehen. und durch den Präsidenten der Seewarte 
Dr. h. ©. Spieß mit einer Ansprache in Anwesenheit der Gefolgschaft des Institutes 
äberreicht, Die Verleihung erfolgte auf Antrag des Präsidenten der Seewarte 
durch den gemäß $ 5 der Verleihungsbestimmungen?) zuständigen Ausschuß, be- 
stehend aus den Vorsitzenden der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, der 
Geographischen Gesellschaft in Hamburg und des Zentralausschusses des Deut- 
schen Geographentages sowie dem Präsidenten der Deutschen Seewarte und dem 
Direktor des Meteorologischen. Instituts der Universität Berlin, 
1 Ann. d, Hydr. 1936, 5. 320 1f. — 2%) „Verhandlungen der Gesellschaft für. Erdkunde zu Berlin“, 
Bd. 27, 19800, S, 3304.
	        
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