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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 64 (1936)

Kleinere. Mitteilungen, 
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abgesetzt. — also ungefähr über 20 Sm entlang — zıx sehen, Sie lag in einer 
Höhe von etwa 80 bis 100 m, a 
Die Erscheinung dürfte darauf zurückzuführen sein, daß an diesem Tage 
auf der mittleren Ostsee eine nur dünne Kaltluftschicht 1ag, während sich darüber 
Warmluft ausbreitete. Die Rauchfahne zog num mit der schwachen Luftbewegung 
an der niedrigen, zusammenhängenden leichten Wolkendecke der Inversions- 
schicht entlang. Die Erscheinung war Kingere Zeit hindurch wahrnehmbar, 
Um 12b Lufttemperatur 11° C, Wind NNE, Stärke 1. Die Kaltluft in den unteren 
Schichten über der Ostsee wurde auch in der Witterungsübersicht des Tägl. 
Wetterberichtes der Deutschen Seewarte Nr. 147 vom 26, V. 36 erwähnt. ; 
Ich habe versucht, wenigstens einen Ausschnitt der Rauchfahne über 45° 
zu. photographieren, Da die Entfernungen meist zu groß sind, sind derartige 
Aufnahmen. mit gewöhnlichen. Ama- 
teikrapparaten leider nur sehr un- 
zureichend möglich, wie auch. die 
Abbildung zeigt, 
Am gleichen Tage konnten 
später, am Nachmittag, nachdem 
Windstille eingetreten war, auch 
zahlreiche Luftspiegelungen beob- 
achtet werden. So konnten wir 
etwa auf der Höhe der Nordecke 
Ölands lange Strecken der Insel, 
die teilweise schon unter der Kimm 
lagen, nochmals umgekehrt darauf 
liegen. sehen. Mit dem Glas waren 
im der Spiegelung auch Einzel- 
heiten, wie Türme, Windmühlen 
usw. auszumachen. Jedes in Sicht 
kommende Schiff erschien zuerst verkehrt, also auf den Masten stehend, Diese 
Luftspiegelungen waren bis gegen 21% zu beobachten. Um 21% Lufttemperatur 
10°C, Windstille. 
Die Sicht war an diesem Nachmittag und in der darauffolgenden Nacht 
überaus gut, so konnten wir z. B. die Felsen von Stora Karlsö vor Gotfland und 
Auch dieses selbst bei einem Abstand von 35 bis 40 Sm gut sehen und mit dem 
Glas Einzelheiten. an. Land ausmachen, Dr. Herbert Michler. 
3. Pading, Hagel, 10 m-Welle, Boden. Im Dezemberheft (1935) veröffent- 
lichte Dr. 6; Kunza-Breslau eine Arbeit, die sich mit dem Schwindeffekt im 
Zusammenhang mit Hagelhäufigkeit und geologischen Bodenverhältnissen be- 
schäftigt, Die fadingarmen Gebiete sollen danach fast durchwer mit sandigem, 
geologisch wenig gestörtem Gebiet übereinstimmen; fadingreiche und hagelreiche 
Gebiete dagegen umfassen fast genau die gleichen Flächen (CQ, 1985, S, 36). 
Wenn man aber die von Dr. Kunze in der CO abgedruckten Karten über- 
einanderlegt, so- decken sich fast nirgends fadingreiche und hagelreiche Gebiete, 
Nach der in der Veröffentlichung aufgestellten These: sandiger Boden gleich. 
Jadingarm, fadingreich gleich hagelreich müßten hagelreiche Gebiete nur in 
Landstrichen mit nichtsandigem Boden. vorkommen, Dies widerspricht jedoch 
allen. Erfahrungen, Will man den Schwindeffekt überhaupt mit Hageltagen in 
Beziehung setzen, so hätte man. das elektrische Erdfeld mit seinen 
schnellen Potentialschwankungen gerade an diesen Tagen. heranziehen 
sollen, Die Ursachen eines Schwindeffektes sind aber auch vielfach (gerade bei 
Amateursendern!) beim Sender oder Empfänger zu suchen (Antennenform, Netz- 
schwankungen, Senderkonstruktion. usw). Die qsb-Werte sind also nicht reell, 
sondern dadurch vorgetäuseht, 
Die allmählichen Übergänge von. starken zu schwachen Fadingerscheinungen, 
die auftreten sollen, wenn man von einem abgegrenzten Gebiet zu einem anderen 
übergeht, sind in. den veröffentlichten Karten (CQ, 1986) nicht vorhanden. Wenn
	        
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