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Full text: 64, 1936

Kleinere: Mitteilungen. 
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die Hütte am SW-Rand des Lewisgletschers, Nachmittags hebt sich der Nebel 
aoch einmal für kurze Zeit, so. daß freie Sicht auf dem Lewisgletscher herrscht; 
er verdichtet sich aber bald wieder. Es bleibt trocken und ziemlich windstill, 
Beim Aufstieg war zu bemerken, daß tagsüber die Tendenz des Talwindes auch 
in den nicht von E heraufführenden Tälern zur Geltung kommt, doch ist der 
E-Wind im ganzen überwiegend, und er weht stets bei stärkeren Niederschlägen, 
Am Nachmittag sind die Nebel oftmals nach oben ganz dünn, so daß man den 
klaren Himmel durchschimmern sieht. Bei Sonnenuntergang reißt die Nebeldecke 
plötzlich völlig auf. Windstill und wolkenlos bricht der Abend an, Die Nacht 
ist kalt und klar, Zeitweise weht in heftigen Stößen ein starker E-Wind, 
Hütte am Lewisgletscher (0° 198, 37° 18’E}) in 4780 m. 3. Mai, Der 
Morgen ist klar bei mäßigem E, tmn 7% Wir sind umgeben von einem Wolken- 
meer, das auf der E-Seite höher liegt und dichter ist als auf der W-Seite, Um 9 hat 
die östliche Wolkenwand den Pik Lenana erreicht, Zwischen 9k und 10% setzt bei 
einer Temperatur von 10° und Talwinden, die von allen Seiten heraufwehen, sehr 
rasch allgemeine Vernebelung ein, Um die Mittagszeit herrscht dichter Nebel. Nur 
gelegentlich ist der Gletscher sichtbar, Die Schneebedeckung auf ihm ist auch 
im unteren Teil in 4500 m noch sehr stark, Sie beträgt bis zu 30 cm über dem 
Eis, Zu beiden Seiten des Gletschers liegt der Schnee ziemlich geschlossen auf 
den Schutthalden; die größeren Blöcke sind frei, und in Höhe der Gletscherzunge 
hört der Schnee auf. — Strahlungsmaximum!) (12%) 2.22 geal/min. — Nachmittags 
klart es nochmals auf dem Gletscher durch. Hebung‘ der Nebelschicht für kurze 
Zeit auf. Um 16h setzt bei 6° Temperatur, trüber Sicht und E-Wind Schneefall 
ein. Der Schnee fällt mit feinen Körnern ziemlich heftig und bleibt auch auf 
den inzwischen ausgeschmolzenen Schuttflecken liegen. In wechselnder Stärke 
hält der Schneefall bis 18% (t 1°) an. Er ist bei stärkerem E-Wind am heftigsten. 
Um 18% klart es plötzlich, aber nur für kurze Zeit, auf, Aus SW und E ziehen 
neue Nebel heran, und es schneit wieder heftig bis gegen 23%, Der Wind ist in 
der Nacht sehr stark, Lam — 38% 
5- Mai, Nachdem schon am Vorabend neuer Schneefall eingesetzt hatte, fallen 
in der Nacht bei Windstille 15 em Neuschnee. In den ersten Morgenstunden 
herrscht dichter Nebel: der Vormittag ist von 7% ab vollständig klar, Das 
Nebelmeer liegt zwar verhältnismäßig hoch, und die Nebelfetzen streichen vom 
frühen Morgen ab um den Pik Lenana, aber sie dringen nicht weiter vor, So 
daß der Gletscher frei bleibt. Der Neuschnee beginnt langsam zu tauen, doch 
liegt er noch am Nachmittag unterhalb der Lewisgletscherzunge. Mittags ist es 
bei dichtem Nebel warm (t um 12% 10°) und windstill, Da heute der E-Wind 
bedeutend schwächer ist, bleiben die von ihm mitgeführten Nebel aus, und wir 
befinden. uns in Höhe der Cu-Schicht über der Ebene, zum Teil mitten in den 
Cu selbst. Daher wird es öfters klar und gegen Abend mit dem Absinken und 
der Lockerung der Cu im ganzen besser, Die Vernebelung von E, die am 
stärksten durch das Geörgetal erfolgt, tritt immer nur für kurze Augenblicke 
in Erscheinung und ist an diesem Tage bedeutend schwächer. Abends setzt 
Ausstrahlung ein; die Temperatur sinkt schon um 18% auf —2°. Die Felsen 
des Kenia sind sehr stark verschneit und heute kaum aperer geworden. = 
Strahlungs-Max. (121) 2,31 geal/min. 
7. Mai. Die Nacht und der Morgen sind klar. tmm-—4° Es bläst kalter 
E-Wind, Die Schneedecke um die Hütte und auf dem Gletscher ist hart gefroren,. 
5 um 8b 4° Wir verlassen bei vollständig klarem Wetter um 6 die Hütte 
und steigen zum Pik Lenana an. Rings in den Tälern liegen die Nebelwolken; 
sie gehen in einer Höhe von etwa 4000 m in das die Ebene bedeckende Nebel- 
neer über. Auf der W-Seite ist das Nebelmeer an diesem Tage außerordentlich 
ücht, große Strecken und Flächen des flachen Landes sind unter ihm zu sehen. 
Die in den Tälern heraufziehenden Nebel, die um. 7%° schon den Halltarn erreicht 
haben, weichen plötzlich zurück, Oben wird es wieder klar, der Halltarn wird 
frei, Die Wolken bleiben unterhalb dieser Linie liegen und lichten sich sehr 
‘) Nach den Angaben eines Aktinographen nach Robitzsch,
	        
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