Kleinere Mitteilungen,
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des isallobarischen Systems zur Tronf am. 17. Oktober ist so, daß an ihr die in
den Isallobaren liegende Strömungskomponente postfrontal nördlich. yon 42° N-Br.
von der Front fortgerichtet is6 südlich davon auf sie hingerichtet ist.
Die Sachlage wird unterstrichen durch die Niederschlagsverteilung länge
der Front: Vom St. Lorenzstromrichter bis zum Ostufer‘ des Ontariosees, und nur
hier, fällt postfrontaler Regen, Nach diesen übereinstimmenden Merkmalen ist
die Front der arktischen Polarluft nördlich vom 43. Breitenkreis am
17. Oktober fast stationär oder sogar — als Warm front — schwach rück-
läufig geworden; südlich davon gehtihre Südostwärtsbewegung weiter.
Man werfe nach diesen Darlegungen. über die maritime und die festländische
Lage einen Blick auf die Wetterkarte: Der Vorstoß der Tropikluft.aus dem
Meeresraume um Bermuda und der Vorstoß der Arktikluftaus der Region
südlich der Großen Seen, an schwache und heterogene Druckwellen
geknüpft, werden durch das Strömungssystem so gegeneinander geführt,
daß im Gebiet um 40° N-Br., 70° W-Lg. ihre stärkste Annäherung erfolgen
muß. Hier muß, in der Richtung und Lage wie in der Abbildung eingezeichnet,
eine Frontalzone Tropikiuft-— Arktikiuft entstehen, die schon nach den
herrschenden. bodennahen Temperaturen einen Gegensatz von 20° repräsentiert,
Im Delta dieser Frontalzone setzt dann der rasche Druckfall ein: Am
nächsten Morgen schön ist der Luftdruck westlich Neufundland um 18 mm, tags
darauf an der Östküste Labradors um 40 mm innerhalb 24 Stunden gefallen,
Die Bahn der neu gebildeten Zyklone, deren Zentrum. unter 745 mm sich am
18. Oktober über dem St. Lorenzgolf, am 19, Oktober mit weniger als 715 mm vor
der Ostküste Labradors befindet, liegt genau in der Verlängerung der zwisehen
Tropikluft und. Arktikluft sich verschärfenden Frontalzone (siehe Abbildung),
Daß nicht nur die Frontalzonenverschärfung, sondern auch die „Offen-
haltung“ ihres Deltas aus der Lage am 17. Oktober resultiert, ergibt sich aus
dem, was oben über die Entfernung der einen Front von Neufundland süd-
ostwärts, über das Festliegen der anderen beim St, Lorenzstrom gesagt wurde.
Ast der Luftdruckfall im Delta der Frontalzone erst einmal eingeleitet, so
ist es ein Prozeß, der sich aus sich selbst heraus zunächst einmal
immer weifer steigert, denn 68 steigert sich damit die Advektion sowohl
der bereitstehenden tropischen. wie der arktischen Luft in Richtung auf die
Frontalzone. Erst später, mit der stürmischen Zyklonalbewegung, gräbt sich das
Tief durch „Verwirbelung“ selbst das Grab, Martin Rodewald, Hamburg,
= 8. Kümatographische Witterungsschilderung. Nr. 72; Seeverkehrsweg:
Nordost-Passat-Region des Atlantischen Ozeans. — Aus der Sammlung des Über«
gegischen. meteorologischen
Dienstes der Deutschen See-
warte, — Verlauf eines
Wintertages auf dem
Seewege zwischen den
Azoren und Großen An-
tillen, Beobachtungs-
tayı 6 Dezember 1934
Das Wetter ist am
{frühen Morgen köstlich,
warm und milde, Am Him-
mel treiben in gewaltigen
Türmen Schönwetter - Cu,
Feuchte f 80%. Die Sicht
ist außerordentlich gut
Ringsum über dem Horizont .
sieht. man, wie Watteberge auf dem Meere die Gipfel der mächtigen. Cu-Wolken,
1) Zur Bestimmmg der Lufttemperatur und. feuchte diente ein. Aspirations-Psychrometer, Die
Messung‘ der Wassertemperatur erfolgte mit einem in Zehntel-Grade geteilten. Wasserthermometer,
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