accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 64, 1936

Lange: Einheitliche Nullpunktshöhe der Pegel im deutschen Tidegebiet, 33 
null! mußte von vornherein ausscheiden, weil es dem mittleren Springniedrig- 
wasser entspricht und einen Durchschnittswert von zeitlich begrenzter Dauer 
darstellt. Aus diesem Grunde sind auch die Schiffahrtspegel, die auf Seekarten- 
null liegen, von der Umlegung ausgenommen worden. In erster Linie kam 
N, N. 4 0,900 mn oder N.N. — 5,000 m im neuen System der Landesaufnahme in 
Betracht. N.N. -+ 0,000 m hätte den Vorteil gehabt, daß von den in Betracht 
kommenden Pegeln bereits bei 31 der Nullpunkt auf dieser Höhe liegt. Außer- 
dem hätten sich die Wasserstände ohne weiteres mit den auf N.N. bezogenen 
Höhenzahlen auf dem Lande (Ufermauern, Schleusen usw.) vergleichen lassen. 
Die Wasserstandszahlen würden aber positive und negative Werte sein, wodurch 
das Auftreten von Fehlern und Irrtümern begünstigt wird. Außerdem hätte 
eine Anzahl Pegel gehoben, die andere gesenkt werden, die Umrechnungswerte 
yon. den Wasserstandszahlen also bald abgezogen, bald zugezählt werden müssen. 
Bei einem Horizont N.N, — 5,000 m werden diese Nachteile vermieden. Der 
niedrigste bekannte Tideniedrigwasserstand an der deutschen Nordseeküste liegt bei 
Wilhelmshaven, und zwar auf N,N. — 4,41 m. Bei einer Höhe des Pegelnullpunkts 
von N, N. — 5,000 m werden also nur positive Wasserstandszahlen erhalten. 
Sämtliche Pegel. werden gesenkt, also nur nach einer Richtung verschoben, und 
schließlich ist die Zahl 5 bei einem Vergleich mit den Höhen zu N.N, auf dem 
Lande leicht zu berücksichtigen. Unter Abwägung‘ aller Vor- und Nachteile 
wurde als einheitlicher Pegelhorizont für das deutsche Tidegebiet N.N. — 5,000 m 
gewählt, obgleich alle Pegel im Tidegebiet, abgesehen von den oben erwähnten 
Ausnahmen, von der Umlegung betroffen werden, 
Für die Umlegung der Pegel war es notwendig, zuverlässige Höhenangaben 
zu N.N. im neuen System der Landesaufnahme zu haben. Das zur Erforschung 
der Senkung‘ der Nordseeküste vom Reichsamt für Landesaufnahme und von der 
Landesanstalt für Gewässerkunde und Hauptnivellements ausgeführte Feinnivelle- 
ment, das im wesentlichen. 1933 abgeschlossen war, schuf diese Unterlagen, Als 
Zeitpunkt für die Umlegung ist dann der 1. November 1935, der Beginn eines 
neuen Abflußjahrfünfts, gewählt worden. Von da ab gelten also im deutschen 
Tidegebiet die Wasserstandszahlen nach der neuen Höhenlage der Pegel. 
Kleinere Mitteilungen. 
1. Zur objektiven Messung der blauen Farbe des klaren Himmels. 
Inhaltsübersicht: 1. Halbleiterzelle und Filtergläser, Maß der Himmelsfarbe; ihre 
Beziehung zum astronomischen Farbenindex., — 2. Die Farbe des Zenithimmels nach 
elektrischer Messung und Augenbeobachtung, — 3, Normierang und Reproduzierbarkeit, 
1. In. Ann. d. Hydr. 68, 1935 April, S. 173 ist einiges über Versuche zur 
objektiven Messung der Himmelsfarbe gesagt. Es mag nicht ohne Interesse 
bleiben, wenn noch die Ergebnisse einer kurzen Reihe nachgetragen werden, die 
mit überaus einfachen, ja trivialen Mitteln erhalten wurde. Benutzt ein Selen- 
photoelement in Yerbindung mit den beiden Schott- Farbgläsern RG 1 (Rot) und 
BG 7 (Blau); Dicke der Gläser 2 mm, genau 1.96 mm und 2.08 mm, Das Zu- 
sammenwirken der spektralen Empfindlichkeitskurven von Element und Filtern 
führt dazu, daß die wirksamen Wellenlängen bei Glas Rot (R) in 610 mg, bei 
Glas Blau (B) in 460 my. liegen; Maxima in beiden Fällen befriedigend prägnant, 
für R steiler als für B. Beobachtet die Zenitgegend, aus der das senkrechte 
Rohr ein kreisförmiges Feld von 9° sphärischem Radius ausschneidet. Ablesungen 
an einem kleinen Galvanometer von erheblicher Empfindlichkeit. Zahlreiche 
Messungen mit Blenden und Gittern lehren, daß innerhalb der vorkommenden 
Grenzen strenge Proportionalität zwischen Beleuchtung und Stromstärke herrscht. 
Die 18 Beobachtungstage in Kiel verteilen sich über ein Intervall von 46 Tagen 
zwischen 1985 Sept. 8 und Okt. 24; als mittleres Datum im klimatologischen. Jahr 
darf für die größeren ZD © Okt. 7 angesehen werden. 
Zur Bestimmung der Himmelsfarbe diente das Intensitätsverhältnis Blau : Rot, 
in astronomische Größenklassen (m) umgewandelt. Da sich nun ergab, daß bis
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.