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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1936.
gb: Die Windfahne zeigt Luftströmung aus SW 3. Es hat zu rieseln begonnen.
Bald folgt Übergang in feinen Sprühregen. Die Temperatur ist auf 18° ange-
stiegen, Gegen 9ıh hört der Regen auf, und es wird. ein wenig heller.
11%: Wind SW 3. Das spärliche Aufhellen währt nur kurze Zeit. Der Nebel
hat sich vielmehr verdichtet. In den Kronen der Bäume sind auf etwa 50 m
Einzelheiten nicht mehr zu unterscheiden. t 19°, Mit Unterbrechung rieselt es
bald mehr, bald weniger stark.
13h: Der Wind hat gedreht auf NNE 3. t unverändert 19°. Leichter Regen.
Eintönig tropft es vom Dache.
14%; t 20°, Sonst keine Änderung gegen 13%
16%; Vor einer halben Stunde ist es wieder etwas klarer geworden, Auf
100 m kann man in den Kronen Einzelheiten erkennen, Wind S3. Der Sprüh-
regen läßt nach. tt fällt auf 19° 5
17h: Der Wind weht mit Stärke 4 aus SSW. Es regnet lebhafter, und der
Nebel verdichtet sich wieder, Das Thermometer zeigt 18°
19h: Wind S3; £ noch 18°, Bald mehr, bald weniger regnet und sprüht es
mit kurzen Unterbrechungen, Der Nebel hat sich noch etwas verdichtet. Neblig
und regnerisch wie er begonnen, endet der Tag. Der Regenmesser hat 11.2 mm
Niederschlag während des Tages aufgefangen. —
Nicht immer tritt der Nebel in so hartnäckiger Beständigkeit auf wie in
den Tagen um den Beobachtungstag. Meist wechseln Nebeltage mit solchen ab,
an denen einige Stunden lang die Sonne sichtbar ist, und unterbrochene Aus-
sicht in die Ebene besteht. Am. 12. April war eine wesentliche Besserung des
Wetters gegenüber dem Beobachtungstag noch nicht eingetreten. Zwar schien
es am frühen Morgen, als ob es nachhaltig aufklaren würde, aber um 10% war
bereits wieder alles in Nebel gehüllt. — Im Monat April waren nur sechs Tage
nebelfrei, Eine Abschätzung der Sonnenscheindauer ergab für den ganzen
Monat 24 Stunden, Grass, Geh. Reg.-Rat 1.R.
6. Zum Klima von Buea-Kamerun, Die vorstehende „Klimatographische
Witterungsschilderung Nr. 71 (Schilderung eines Regenzeittages in Kibuku)“ ruft
in mir die Erinnerung wach an den ähnlichen Verlauf der Witterung an Tagen
der stärksten Regenzeit (Juli und August) in Höhenlagen des Kamerun-
gebirges. Das hervorstechendste Merkmal des Wetterablaufes in dieser Jahres-
zeit ist auch hier der sich bis zur Undurchdringlichkeit steigernde, mit kurzen
Unterbrechungen oft den ganzen Tag über anhaltende, von Sprüh- und auch er
giebigerem Regen begleitete Nebel. Auszüge aus meinem Tagebuch der meteoro-
logischen Hauptstation Buea (950 m Meereshöhe) des Schutzgebietes Kamerun
aus dem Jahre 1913 lassen erkennen, welche Rolle insbesondere der Nebel in
Aijeser Jahreszeit als klimatisches Element spielt:
1913
KEintrittszeit
und Dauer
des Nebels
Uhrzeit
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kein Nebel
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Datum
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