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*
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1936,
Bericht über die 59. Chronometer-Wettbewerbprüfung (1935/36) in der Deutschen Seewarte. 311
59, Chronometer- Wettbewerb 1935/36. a
Haupt- prüfung
* täg-liche Gänge
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SC „59595 SE[zal ea SE
| Neigung Zuefeder| 59 AS sÄäl85| SE SEES SEE SE
Veigung Zugfeder A A718 S 3 SE En
[RER CR SE |08| SE S3|[5E O8 | SE [AR Og
+ 206 | 200 ' 900 1 350 lp00 1650 1 209 2x0 1 age 1470 | 900 ann! De
sek | sek | sek | sek | zek "a sek | sek | sek | sek sek | sok | sek
0.13 40.06 40,02| 40.28/ -0.04' +0.26 021 30.21 1-0.00 | 40,81 | +0,21 | 40.15 140.24
+1,41 +1,59 +1,68 +1,52 +1,85 +2,30 [+2.45 | +1.72 | 42.39 42.21 | 42.58 | 42.47 | +2.0°
0.18 40.32 +0.12/ 40.14! -0.16/ +0.39 | 0,25 | +0.09 | +0,24 | +0,60 | +0.49 | 40.44 | 40.47
-0.28| +0.05| +0.04| +0.08/ +0.24| 10.38 | 40.19 | +0.16 | +0.44 | 40,80 | +0.40 | +0.16 | +0.01
0.31 0.241 -0.46/ 0,311 -0.75 .0.07* -0.82 1-0.26 1 -0.72 ! -0.07 | -0.65 1 -0.81 | -0,80
D81 2 -0.48 -091/-028 0.12 [-0.07 |-0.73 0.07 |40.06 | 0.54 | 0.80 -0.54
0.03 40.41 +0.37/40.13[40.55 0.08) +0.29 | 40.32 +0.45 | 40.43 | 40.58 | 40.45 40.34
+0.08| +0.43) +0.35| +40.20| -0,32' +1.64 | +0,78 | 40.43 10.34 | 41.51 | +0.69 | +0,56 | +0,78
4.19 40.24 40.15] 40.11 —0.45| +1.14 | 40.38 140.59 0.09 | +1.07 | +0.54 | +0.36 | +0.27
+0.221 40.86! +0,57] 40.661 -0.18' 11.87 141.52 | +0,68! 40.09 1.42.00 140.74 140.61 1 40.54
®
Hersteller
Regleur
-. Lange & Söhne, Glashütte
1. Lange & Söhne, Glashütte
1, Lange & Söhne, Glashütte
\. Lange & Söhne, CGHashütte
* N. Tietz. Kiel
702
301
352
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‘ Thielemann
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0,59 | 2.07 /
1.10 | 258 ]
099 | 3.13] %
165 | 3.61 * 10
ll
Die tabellarische Zusammenfassung des gesammelten Beobachtungsmaterials
ron den Eiswarten (29 an der Nordsee- und 34 an der Ostseeküste) ist unver-
ändert in der früheren Weise erfolgt, damit Vergleiche zwischen den Vorkomm-
nissen der einzelnen Winter .oder langjährige Zusammenfassungen unter einheit-
lichen Gesichtspunkten ohne große Mühe vorgenommen werden können.
Tabelle I veranschaulicht den Verlauf der Mitteltemperatur und ihre Ab-
weichung vom langjährigen Mittel während des Winters 1935/36 an vier aus-
gewählten Beobachtungsstellen. Im November war es im Nordseebereich um 2°
zu warm, während im Ostseebereich eine geringe überschüssige Kälte auftrat.
Der Dezember verlief, mit geringer Abweichung nach oben, ziemlich normal,
Dagegen war der Januar überall mit 3° und ‚etwas mehr. viel zu warm. Der
Februar, als der kälteste Monat des verflossenen Winters, verlief bei Borkum
mit einem geringen Wärmeüberschuß nahezu normal, während ostwärts zunehmend
Jie Abweichungen von 4° bis 8° negativ waren. Im März war es wieder überall
zu warm, und zwar von Osten nach Westen zunehmend um etwa 1° bis 13°. Der
Winter 1935/36, im ganzen betrachtet, wies für den Ostseebereich etwa }° und
für den Nordseebereich etwa 14°, ähnlich wie der Winter 1934/35, an Wärme-
überschuß auf.
1, Lange & Söhne, Glashütte
\, Lange & Söhne, Glashütte
}hronometerwerke, Hamburg
Ohronometerwerke, Hamburg
“hronometerwerke, Hamburg
or , Thielemann
701, PP. Thielemann
(975 | WW. Möller
(972 1 W, Möller |
109701 W. Möller
€
An der Prüfungsordnung wurde gegenüber den Vorjahren nichts geändert,
Es galt daher für die einzelnen Prüfabschnitte das Folgende:
Neigungsprüfung: Sechs je zweitägige Abschnitte (Flachgang — XIX oben =— VI oben —
III oben — IX. oben — Flachgang), Alle Gänge bei Flachgang und bei um 25° geneigter Lage müssen
‚anerhalb eines Intervalls von 10 Sekunden bleiben. Zugfederprüfung: Fünf je zweitägige Abschnitte,
n. denen erster und zweiter Zugfedertag abwechseln, Der Unterschied der Gänge der beiden Zugfedertage
Jarf den Betrag von 1 Sekmde nicht überschreiten. Vorzeichen im Sinne zweiter minus erster Zugfedertag,
Die Hauptprüfung besteht in der Ermittlung der Gangschwankung, des Temperaturfehlers
and der langfristigen Gangänderung, | nn
Die mittlere tägliche Gangschwankung wird in zwei je zwanzigtägigen Abschnitten am
Anfang und am Schluß der Hauptprüfung ermittelt. Die Werte S werden nach der Formel:
= m* berechnet, in der [ss] die Quadratsumme der einzelnen Gangschwankungen,
m der mittlere. Fehler der Ang und n die Anzahl der benutzten Werte von & ist, Die
Werte S dürfen in keiner der beiden Prüfabschnitte den Betrag von 0.3 Sekunden, die größte vor-
rommende Gangschwankung smax darf den dreifachen und die größte Gangänderung in jedem Ab-
schnitt den vierfachen Betrag nicht überschreiten. Der mittlere Fehler der Uhrvergleichung wird
nach Ermittlungen während des Wettbewerbes jo Rechnung gesetzt. Sı und Sy geben die Werte für
Anfang und Ende der Hauptprüfung, deren Mittel S ist, |
Die Temperaturprüfung wird in der aus der Tabelle zu entnehmenden Reihenfolge vor-
zenommen, Zwischen je zwei Prüfabschnitten mit verschiedenen Temperaturen liegt ein Übergangstag,
an dem die Erhöhung bzw. Erniedrigung der Temperatur erfolgt, Der Temperaturfehler ist der größte
nterschied zwischen je zweien der drei Gangmittelwerte, die sich für Wärme, Zimmertemperatur und
Kälte ergeben, Er darf den Wert von 2.0 Sekunden nicht überschreiten.
Die langfristige Gangänderung ist der Unterschied zwischen dem größten und kleinsten
aller während der Hauptprüfung bei Zimmertemperatur beobachteten mittleren täglichen Gänge —
berechnet aus je sechs- oder siebentägigen Prüfabschnitten. Sie darf den Betrag von 2,0 Sekunden
ıicht überschreiten,
Die für die Kälteprüfung vorgeschriebene Temperatur von --5°C konnte
im ersten Zyklus der Temperaturprüfung nicht ganz erreicht werden,
Die graphische Darstellung der Ergebnisse wurde in der im letzten Jahr
angewandten Form vorgenommen; die ermittelten Wärme- und Kältefehler sind
getrennt aufgetragen, Deutsche Seewarte,
Kleinere Mitteilungen.
ji. Die Eisverhältnisse an den deutschen Küsten einschließlich Danzig
and Memel im Winter 1935/36. In dienstlichem Auftrage zusammengestellt von Kapitän
4. Oellrich.
Nachstehend erscheint die 32. Fortsetzung‘ des seit 1904, nach Schluß eines
jeden Winters, in dieser Zeitschrift veröffentlichten Berichts über die Eis- und
Schiffahrtsverhältnisse. an den deutschen. Küsten usw.
"4-1 1 Die Temperaturverhältnisse des Winters 1935/36.
Borkum Hamburg _ fees Tat Königsberg 1/Pr.
Abweich. | ar... Abweich. „| Abweich. 42 | Abweich,
Monats | 9: | Monate- 52 | Monats- nn ; Monats- r
mittel vom ini wittel Fi lang mittel Fön lang. mittel vom lang
A AN U _. nn .- A DC
Monat
November 1935 . .* 70 |4+22 59 +20 34 1—03 |
Dezember 1935 , .] 99 | +04 19 | E06 08 | +02
Januar 1986 , ‚| 43 | +29 38 | 34 23 | 134
Februar 1936 . .| 19 |-+402 04 1.4205 |—14 | -—07
März A 47 4138 27 412 |
Berichtigung: Im Juni-Heft 1935, Seite 247, in Tabelle X ändere das Wort Hamburg
in „Borkum“ und das Wort Borkum in „Hamburg“.
Die Eisverhältnisse an der deutschen Nordseeküste sind aus Tabelle MI
ersichtlich. Nur in zwei Beobachtungsgebieten an der Westküste Schleswigs
war verhältnismäßig kurze Zeit Eis vorhanden, das keine erhebliche Behinderung
der Schiffahrt verursachte.