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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1936,
2, Der Anteil einzelner Staaten an der Erforschung.
Der Anteil der einzelnen Staaten an der Erforschung des Südpolargebietes ist sehr verschieden,
Die meisten Expeditionen hat Großbritannien ausgesandt, während Deutschland mit nur drei vertreten
ist. Bei den ersten Unternebraungen handelt es sich jedoch um. ganz zufällige Entdeckungen, die von
Walfischfängern und Robbenjägern gemacht wurden. Erst später wurden Schiffe ausgerüstet, Jediglich
um den sechsten Erdteil zu erforschen. Von den 40 Expeditionen, die in der vorhergehenden Zusammen-
stellung Erwähnung fanden, entfallen auf:
Großbritannien. 17= 42,5%
DUB wa T=17.0%
Norweger „.. 515 %
Deutschland x, 3= 75%
Frankreich ‚4. 3 75%
Durch diese hohe prozentuale Beteiligung Großbritanniens glaubt es sich berechtigt, auf fast
3. des antarktischen Kontinente Anspruch erheben zu dürfen.
Der gestrichelte (===)
und. der gekreuzte (+++)
Sektor zählen schon zu
Großbritannien, während
es sich jetzt. auch noch
den. Sektor, der zwischen
der gekreuzten (++4} und
der HE
(++) Linie liegt, ein»
yerleiben will. Das GebietT
gehört zu den Falkland-
nseln, IX zu Neu-Seeland
und III zoll Australien
zugeteilt werden.
Ich. will. diesen Ab-
schnitt über die Beteili-
gung der einzelnen Staaten
Nicht schließen, ohne der
Hoffnung: Ausdruck zu
geben, daß auch Deutsch-
Jand bald wieder eine Ex-
pedition in. die Antarktis
senden wird. Besonders
wünschenswert wäre es,
wenn der groß angelegte
Play des Universitäts«
dozenten H, P. Kosack
zur Ausführung gelangte,
da durch ihn eine beträcht-
liche Erweiterumg unserer
Kenntnisse über den sechb-
ten. Erdteil zw erwarten
sein würde. .
„In Deutschland ha-
ben überseeische Unter-
nehmungen des Staates
Kir wissenschaftliche, kommerzielle und. politische Zwecke bisher zwar auch nicht gefehlt, doch im
Vergleich zu den anderen. Staaten nicht entfernt im Einklang zu den Erfolgen gestanden, welcher
deutscher Fleiß durch das Wirken. Einzelner errungen hat!“ (E, von Drygalski)}
Schrifttum,
Arktowski, H, Die antarktischen Kisverhältnisse (Ferthes, Gotha). ;
Brückner, E, Das Eis der Antarktis (Braumüller, Wien) ,
v7. Drygalski, E. Die Antarktis und ihre Vereisung (Franz, München}. —— Das Schelfeis der Antarktis
am Gaußberg (Franz, München). — Das Eis der Antarktis und der #ubantarktischen. Meere
{De Gruyter & Co., Berlin, Leipzig).
Fricker, K, Die Entstehung und Verbreitung des antarktischen Treibeises (Roßberg, Leipzig).
Martin, J. Zur Frage der Stromrichtung des Inlandeises (Friedrichsen & Co, Hamburg)
Philippi, E. Eisberge und Inlandeis in der Antarktis (Borntraeger, Berlin), — Die Schuttführungen
der Eisberge und des Inlandeises (De Gruyter & Co,, ‚Berlin, Leipzig).
Weyprecht, CC. Die ‚Metamorphosen des Polareises (Perles, Wien),
Zeitschrift für Gletscherkunde ‚(Borntraeger, Berlin}, = a N .
Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie (Mitüler & Sohn, Berlin}.
Meteorologische Zeitschrift (Vieweg x. Sohn, Braunschweig),
Centralblatt für Mineralogie, Geologie und Palaeontologie (Schweizerbart, Stuttgart}.
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