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Full text: 64, 1936

Reuter, F.r Die halbjährige Luftzirkulation in Beziehung zu den Schwankungen usw. 291 
Tabelle 3. Schwere Eisjahre bei Neufundland und die Maxima der Amplituden der */, jährigen 
Druckwelle von Haparanda (vgl. Mecking, 1, S. 354). 
i 
| An Bergeis Teich ...,>.c2. 
| An Feldeis reich ‚.......0. 
' Maxima der Amplituden .. 
a m 
1882 1 | 85 | 86 | e8 | 89 | 90 | 94 | 97 | 98 | 09 
1882/83 |_84 | 85 | 87 I | 90/91] 94 | 97 | 98 1 
1882 | 84 | 86 | 88 | 89 | 50 | 94 | 97 | 98 | 99 
Literaturverzeichnis, 
1, Mecking, L.: Die Treibeiserscheinungen bei Neufundland in ihrer Abhängigkeit von den Witterungs- 
erseheinungen, Ann. d. Hydr. u. marit, Met, 1907. . 
Meinardus, W.: Über die Schwankungen der nordatlantischen Zirkulation und ihre Folgen; 
Ann, d. Hyd, 1904. 8. 353, . ; 
VE We Periodische. Schwankungen der Kistrift bei Island; Ans. d. Hydr, 1906. 
. 148, 227, 278. 
4. Meinardus, Wr Zu den Beziehungen zwischen den Eisverhältnissen bei Island und der nord- 
atlantischen Zirkulation; Ann. d. Hydı. 1908, S, 318. . 
5. Petersen, J.: Unperiodische Schwankangen im Golfstrom und deren Beziehung zu der Luft- 
druckverteilung; Ann. d. Hydr. 1910, 8. 397, . 
5. Defant, A: Die Schwankungen der atmosphärischen Zirkulation über dem Nordatlantischen 
Ozean im 25jährigen, Zeitraum 1881—1905; Geogr. Annaler 6, 1924. | N 
7, Meinardus, W.; Über einige Beziehungen zwischen dem Nordatlantischen Ozean und Europa 
im Winterhalbjahre; Met -Z, 1898, . 
8. Helland-Hansen, u. Nansen, F.: Temperaturschwankungen des Nordatlantischen Ozeans und 
in der Atmosphäre; Kristiania 1917, Norsk Vid,-Akad., Skrifter 1, Math,-vat, Kl, 1916, 
9. Brennecke, W.: Die Beziehungen zwischen. der Luftdruckverteilung und den KEisverhältnissen 
des Ostgrönländischen Meeres; Ann, d, Hydr, 1901, S, 49. 
10. Köppen, W.: Lufttemperaturen, Sonnenflecken. und Vulkanausbrüche; Met, Z. 1914, 8. 305. 
11. Göschl, F,: Zur 3,2jährigen Periode in. den Sonnenflecken, Ann. d. Hydr. 1929, 8. 225. 
Synoptische Untersuchung der täglichen Luftdruckschwankung 
über Mitteleuropa. ; 
Von R. Scherhag, Hamburg, Deutsche Seewarte. . 
‘Hierzu Tafel 51 mit Figur 1. bis 3.) 
Zusammenfassung: Es wird die mittlere Luftdruckänderung über Zentraleuropa von 8 bis 19 Uhr 
während. einer sommerlichen. Schönwetterperiode auf Grund der im „Täglichen Wetterbericht“ ent- 
haltenen Luftdruckangaben synoptisch dargestellt und nachgewiesen, daß die einfache tägliche 
Barometerschwankung nicht nur an der Küste zur Ausbildung des Seewindes Anlaß gibt, sondern bis 
weit in das deutsche Binnenland hinein eine periodische Schwankung des Drückgefälles herbeiführt, 
die. von solcher Größenordnung jst, daß sie wesentlich zu dem unterschiedlichen täglichen Wetter- 
Ablauf auf See und im Binnenlande beiträgt. Die Lage des Zentrums der Drucksehwankung scheint 
von der Wetterlage abhängig zu sein, und man kann schließen, daß eine tägliche Druckabnahme von 3 mb 
über Zentraleuropa von 8 bis 19 Uhr während einer sommerlichen Hitzeperiode. durchaus normal ist 
und noch kein Symptom für eine Umgestaltung der Wetterlage darstellt, 
In. der Untersuchung über die Nachtgewitter im nordwestdeutschen Küsten- 
gebiet?) wurde gezeigt, wie ein von Südwesten heranziehendes Druckfallgebiet 
in. den zwölfstündigen. Druckänderungskarten tags stets über dem Festland und 
im Laufe der Nacht über dem angrenzenden Meeresgebiet lag, und es wurde 
diesem unterschiedlichen Luftdruckgang über See und Land eine wesentliche 
Rolle für die Vorliebe zur Ausbildung von Nachtgewittern im deutschen Küsten- 
gebiet zugeschrieben, Um nun die tatsächliche Größenordnung der täglichen 
Luftdruckwelle und besonders ihr verschiedenes Verhalten über Meer und Land 
abschätzen zu können, wurde auf Grund der im „Täglichen Wetterbericht“?) 
enthaltenen Luftdruckangaben zahlreicher mitteleuropäischer Stationen für die 
sommerliche Schönwetterperiode vom 4. Juni bis 4. Juli 1930, die eine der be- 
ständigsten ihrer Ärt war, die mittlere Luftdruckverteilung für den 8 Uhr- und 
19 Uhr-Termin berechnet, Die Differenz dieser beiden Karten. stellt dann die 
mittlere Druckänderung am Tage bzw. während der Nacht zwischen dem Abend- 
und Morgentermin dar, wobei nach dem Verfahren von Lamont®) die während 
der betrachteten Zeit eingetretene totale Druckänderung in Rechnung gestellt 
3) Ann, d, Hydr. 1933, 8. 97%. — 2?) Herausgegeben von der Deutschen Seewarte, — 3 Vgl, 
Hann-Süring, Lehrbuch der Meteorologie, 4. Aufl, S. 788,
	        
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