Wattenberg, H. u Timmermann, Ez Über die Sättigung des Seewassers an CaCO, usw. 25
bestimmen, und. zwar möglichst bei Temperaturen und. CO,-Drucken, wie sie in
wärmeren Meeresgebieten vorkommen, Außerdem waren durch besondere Ver-
suche die abweichenden Ergebnisse von Revelle und Fleming aufzuklären,
/ Löslichkeits-Bestimmungen. von CaCO,
zwischen 20° und 35° in Abhängigkeit von CO,;-Druck und pH.
(Hierzu Tafel 8. Abb. 1 bis 3,)
In Jenaer Glasflaschen von 300 cem Inhalt wurde Seewasser mit gefälltem CaCO, (Kalzit) bis
zu 25% 30° und 35° ins Cleichnemicht gebracht. Zu diesem Zwecke würden die mit 250 bis 300 com
Seewasser verschiedenen CO,-Gehaltes und etwa 15 g gefälltem Kalzit gefüllten Flaschen zu je sechs
auf einer horizontalen. Trommel befestigt, die in einem großen Thermostaten dureh einen Motor lang-
sam gedreht wurde, (Abb, 1) In besonderen Versuchen war ermittelt. worden, daß 7 @ Kalzit
genügten, um in zwei Tagen Gleichgewicht zw erreichen.
I Nach Beendigung eines Versuches wurde in sämtlichen Flaschen das pH und der CaCO,-Gehalt
in folgender Weise bestimmtt . | ; |
Es wurde durch einen Heber das Wasser unter Luftausschluß in eine Chinhydronelektrode
gehebert und das Potential gegen eine Chinbydronstandardelektrode (0,09 u H01, 0.01 n KC1) gemessen.
Diese Messung‘ fand. bei. derselben Temperatur, bei der das Gleichgewicht eingestellt wurde, in einem
zweiten Thermostaten statt und wurde mit einem Leitz-Potentiometer mit einer Genauigkeit. von
4-05 Millivolt durchgeführt, Die pH-Messungen sind daher auf 0.02 genau,
Nach der pH-Bestimmüng wurde die Lösung dureh ein Ultrafilter filtriert und im Filtrat das
gelöste CaCO, durch Titration mit 0.05 HC1 in. der früher beschriebenen. Weise bestimmt.
Daß tatsächlich bei unseren Versuchen das wahre Löslichkeitsgleichgewicht erreicht wurde, geht
vor allem daraus hervor, daß sowohl von untersättigtem wie von übersättigtem Wasser ausgehend
dasselbe Löslichkeitsprodukt erhalten wurde.
_ Versuchsergebnisse,
Die Ergebnisse der Löslichkeitsbestimmungen bei 25°, 30° und 35° sind in
Tabelle 1 zu finden. Sie sind durch die früheren Versuche bei 20° ergänzt
Tabelle 1. Löslichkeitsbestimmungen von CaCO, im Seewasser von 17,56%, Chlörgehalt,
‚| Zeit „| CaCO, | Poo, | [Ca] | [CO
Nr. | / | PX | Aquiy. | 700 5 1ER . | x — x
| (Std) | + 10—% | (Atm.) | (Mol-« 10=—8)
Tamper-taur: 5360 i
RK oaC0,
17.75
1755
> 16,85
. BAT? 12,00
& 5,70 7,90
A) 7.44 | 1,68
‚ 50 752 | 1,59
sy | 50 | 767 | „Lie
91 580 * 2770
Temperatur: 30°
10 | 50 6.54
41 50 6,88
12 50 724
Temperatur: 350
0.316 | 1726
2.309 172.16 |
3.269 16.81 |
3.120 | 1438 |
3.047 | 1238 |
9017 | 922 |
9.0013 | 9.18 |
9.00066| 8.96
3997 |} 22183
0.032
0032
0.034
0.088
0.043
0.047
0.052
0.058
0.023
ÜFÄ 10 —8
f
5
453
0.43
0.48
47
AI
Mittel:
0.52» 10—6
9.27
4.70
(0
3.850
0.190
0.035
13.02
| 10.73 |
0,38
0.039
0.042
0.041
|
{
050-10=—8
Mittel;
0.45 ; nn
P-7ö
b.74
A906
6.99
AO
702
ı {ae
| in 2.17
| % | zus |
50 | 215
Ks ZU7
5.74
5.74
8.45
2.45
460
2.64
2.29
2.13
2.16
2,04
9 10
9,340
0,347
4.125
138
A071
2081
2.056
4.047
6.049
0.047
1045
11.25
{1.25
iQ16
10.16
9.68
0.70
9.53
0.45
a7
9.40
4
0.043
0.042
0.042
0.038
0,041
0.047
0.040
0.041
0.039
0.037
039
0.48. 10—6
#7
4}
25
38
430
097
235
0.36
Mittel:
0.40» 10—5
ri
7
1
22
23.
“amper
20° (Werte von 1933
4 | 42 | 599 | 281 | 0.77% | 281 | 0027 9.62-10—8
25 | 72 8.07 | 25.5 | 0.500 | 218 | 0029 | 068 Mittel:
26, 56 6.05 25.6 | 0615 | 219 | 0.028 | 0.62 0.62 .10—%
27 | a8 607 | 246 | 0362 | 214 | 0.028 | 0.60
*) Aumerkung: In Versuch 9 wurde CO, bei Barometerstäand 757 mm durchgeleitet; daraus würde sich ein pH
von 591 errechnen in schr guter Übersiretimmupoe mic dam gem nen DM (ygl. Abh. 3),