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Full text: 64, 1936

Wattenberg, H. u Timmermann, Ez Über die Sättigung des Seewassers an CaCO, usw. 25 
bestimmen, und. zwar möglichst bei Temperaturen und. CO,-Drucken, wie sie in 
wärmeren Meeresgebieten vorkommen, Außerdem waren durch besondere Ver- 
suche die abweichenden Ergebnisse von Revelle und Fleming aufzuklären, 
/ Löslichkeits-Bestimmungen. von CaCO, 
zwischen 20° und 35° in Abhängigkeit von CO,;-Druck und pH. 
(Hierzu Tafel 8. Abb. 1 bis 3,) 
In Jenaer Glasflaschen von 300 cem Inhalt wurde Seewasser mit gefälltem CaCO, (Kalzit) bis 
zu 25% 30° und 35° ins Cleichnemicht gebracht. Zu diesem Zwecke würden die mit 250 bis 300 com 
Seewasser verschiedenen CO,-Gehaltes und etwa 15 g gefälltem Kalzit gefüllten Flaschen zu je sechs 
auf einer horizontalen. Trommel befestigt, die in einem großen Thermostaten dureh einen Motor lang- 
sam gedreht wurde, (Abb, 1) In besonderen Versuchen war ermittelt. worden, daß 7 @ Kalzit 
genügten, um in zwei Tagen Gleichgewicht zw erreichen. 
I Nach Beendigung eines Versuches wurde in sämtlichen Flaschen das pH und der CaCO,-Gehalt 
in folgender Weise bestimmtt . | ; | 
Es wurde durch einen Heber das Wasser unter Luftausschluß in eine Chinhydronelektrode 
gehebert und das Potential gegen eine Chinbydronstandardelektrode (0,09 u H01, 0.01 n KC1) gemessen. 
Diese Messung‘ fand. bei. derselben Temperatur, bei der das Gleichgewicht eingestellt wurde, in einem 
zweiten Thermostaten statt und wurde mit einem Leitz-Potentiometer mit einer Genauigkeit. von 
4-05 Millivolt durchgeführt, Die pH-Messungen sind daher auf 0.02 genau, 
Nach der pH-Bestimmüng wurde die Lösung dureh ein Ultrafilter filtriert und im Filtrat das 
gelöste CaCO, durch Titration mit 0.05 HC1 in. der früher beschriebenen. Weise bestimmt. 
Daß tatsächlich bei unseren Versuchen das wahre Löslichkeitsgleichgewicht erreicht wurde, geht 
vor allem daraus hervor, daß sowohl von untersättigtem wie von übersättigtem Wasser ausgehend 
dasselbe Löslichkeitsprodukt erhalten wurde. 
_ Versuchsergebnisse, 
Die Ergebnisse der Löslichkeitsbestimmungen bei 25°, 30° und 35° sind in 
Tabelle 1 zu finden. Sie sind durch die früheren Versuche bei 20° ergänzt 
Tabelle 1. Löslichkeitsbestimmungen von CaCO, im Seewasser von 17,56%, Chlörgehalt, 
‚| Zeit „| CaCO, | Poo, | [Ca] | [CO 
Nr. | / | PX | Aquiy. | 700 5 1ER . | x — x 
| (Std) | + 10—% | (Atm.) | (Mol-« 10=—8) 
Tamper-taur: 5360 i 
RK oaC0, 
17.75 
1755 
> 16,85 
. BAT? 12,00 
& 5,70 7,90 
A) 7.44 | 1,68 
‚ 50 752 | 1,59 
sy | 50 | 767 | „Lie 
91 580 * 2770 
Temperatur: 30° 
10 | 50 6.54 
41 50 6,88 
12 50 724 
Temperatur: 350 
0.316 | 1726 
2.309 172.16 | 
3.269 16.81 | 
3.120 | 1438 | 
3.047 | 1238 | 
9017 | 922 | 
9.0013 | 9.18 | 
9.00066| 8.96 
3997 |} 22183 
0.032 
0032 
0.034 
0.088 
0.043 
0.047 
0.052 
0.058 
0.023 
ÜFÄ 10 —8 
f 
5 
453 
0.43 
0.48 
47 
AI 
Mittel: 
0.52» 10—6 
9.27 
4.70 
(0 
3.850 
0.190 
0.035 
13.02 
| 10.73 | 
0,38 
0.039 
0.042 
0.041 
| 
{ 
050-10=—8 
Mittel; 
0.45 ; nn 
P-7ö 
b.74 
A906 
6.99 
AO 
702 
ı {ae 
| in 2.17 
| % | zus | 
50 | 215 
Ks ZU7 
5.74 
5.74 
8.45 
2.45 
460 
2.64 
2.29 
2.13 
2.16 
2,04 
9 10 
9,340 
0,347 
4.125 
138 
A071 
2081 
2.056 
4.047 
6.049 
0.047 
1045 
11.25 
{1.25 
iQ16 
10.16 
9.68 
0.70 
9.53 
0.45 
a7 
9.40 
4 
0.043 
0.042 
0.042 
0.038 
0,041 
0.047 
0.040 
0.041 
0.039 
0.037 
039 
0.48. 10—6 
#7 
4} 
25 
38 
430 
097 
235 
0.36 
Mittel: 
0.40» 10—5 
ri 
7 
1 
22 
23. 
“amper 
20° (Werte von 1933 
4 | 42 | 599 | 281 | 0.77% | 281 | 0027 9.62-10—8 
25 | 72 8.07 | 25.5 | 0.500 | 218 | 0029 | 068 Mittel: 
26, 56 6.05 25.6 | 0615 | 219 | 0.028 | 0.62 0.62 .10—% 
27 | a8 607 | 246 | 0362 | 214 | 0.028 | 0.60 
*) Aumerkung: In Versuch 9 wurde CO, bei Barometerstäand 757 mm durchgeleitet; daraus würde sich ein pH 
von 591 errechnen in schr guter Übersiretimmupoe mic dam gem nen DM (ygl. Abh. 3),
	        
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