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Full text: 64, 1936

Kleinere Mitteilungen, 
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kennen, Au Backbord ist die Grenze noch nicht soweit yorgerückt. In gewaltigen 
Schwaden, die in der Sonne weiß wie Waschhauswolken. leuchten, wird die Wolken- 
decke vor dem Winde hergetrieben, Acu eastellatus und floccus ziehen In. Bänuken 
am blauen. Firmament. Über ihnen sind noch einige CI zu sehen, und fern am 
Horizont eine neus, graue Decke, 16 fr 21,7% ty 210° f 91%. Der Wind 
kommt nur noch mit Stärke 4 aus SWzS, er dreht also langsam, 
Um 17% ist im WNW eine schwere, dunkle Wolkenbank aufgezogen, die sich 
von. SW bis NNW erstreckt und schnell näher kommant. Unter der schwarzen 
Decke erkennt män eine Walzenfront und unter dieser grau, fast hellorat 
schimmernden. Front einen hellen. Regenstreifen, Bemerkenswert ist die pastell- 
artige Weichheit der Töne und die Ebenmäßigkeit der Linien, mit denen die 
Walzen. — es sind jetzt deren mehrere zu sehen — sowohl gegen die dunkle 
Wolkenwänd, als auch gegeneinander kulissenartig abgegrenzt sind, Es gleicht 
einer wundervoll schattierten Schwarzweißzeichnung, wie die Walzen scheinbar 
röreinandergelagert auf dem dunklen Hintergrunde stehen, Die herankommende 
Walze ist in vier einzelne Walzen so geteilt, daß die Teile neben und ein wenig 
hintereinander liegen, Über uns wird es gleichmäßig gran, Als die Böenwalze 
ans erreicht hat, springt plötzlich der Wind auf NW, pfeift mit Stärke 6 und 
peitschr die Wellen. Um 17% setzt der Regen ein. Der Wind dreht über NNW 
weiter bis NzW und kommt um 17% in Böen mit Windstärke 7 aus N. Die Sea, 
die vorher nur wenig Schaumköpfe hatte, wird beim Einsetzen der Bö kraus, 
erhält kleine Schaumköpfe, und in kurzer Zeit rollt eine grobe See mit großen 
Schaumköpfen. aus der neuen Windrichtung, Der Schaum legt sich in Streifen 
parallel zur Windrichtung, Mit dem Einsetzen der Bö ist es ein wenig kühler 
geworden (17@b: €, 19.4°), Um 17% zeigen sich. lichtere Stellen in der grauen 
Wolkendecke, Der Regen hört auf, und niedrige, graue Wolkenfetzen jagen. unter 
der Wolkendecke dahin. Zuweilen sieht man die schmale Mondsichel durch« 
schimmern. — Es ist dunkel. Der Wind bleibt N 4 bis 5, und zuweilen. regnet 
85 nach wieder kräftig, 20: n 117°, tw 20,7°; £ 86%. Der Himmel. ist mit Nb 
vollkommen bedeckt. Seit 16% sind etwa 2 mm Regen gefallen. In der Nacht 
— wir haben Inzwischen die Datumsgrenze passiert — hat der Wind weiter 
gedreht und weht am 9, Januar frühmorgens aus NE mit Stärke 4. Der er- 
yachende Tag begrüßt uns wie ein schöner, frischer Frühlingsmorgen, 8iz Schiffs- 
ers DEP N, WS EN 5 167% fr 19,7%; £ 59%. Schönwetter-Cu bedecken 4... 
des Himmels, Das Schiff schlingert in einer mäßig‘ hoben, mittellangen NW- 
Dünung, Nach 11% nimmt eine Acu-Schicht mehr als die Hälfte des Himmels 
oi8 auf den S-Horizont ein und zieht nach NE. Um 14% erkennt man im Zenit 
unter dieser Schicht, aber noch über den Schönwetter-Cu, die nach W ziehen, 
eine Folge weißer, paralleler Rippchen, die, nordsüdlich ausgerichtet, hinterein- 
ander schnell nach NE wandern, Kine dicke, weiße Grenze bildet die Vorder- 
front jeder einzelnen Rippe. Nach hinten bis zur nächsten Rippe sind die Ripp- 
chen immer schwächer ausgebildet, Diese Wölkehen sind so durchsichtig, daß 
man die Acu-Schicht durch ihre dichtesten Stellen hindurchsicht, und sie ziehen 
30 schnell, daß man mit dem Sextanten kaum folgen kann, Der Zwischenraun 
zwischen den einzelnen Rippchen ist zuweilen völlig ausgefüllt von. einem flockigen, 
durchsichtigen Schleier. Die Vorderfronten der Rippen sind 80 scharf abgesetzt, 
daß man die Ränder für Walzen halten konnte. Bisweilen erscheinen. diese 
Gebilde so flockig, daß der Eindruck erweckt wird, als ob dort oben ein. großes 
Schneegestöher herrsche, In der Perspektive sehen diese Wölkchen später wie 
haardünne Striche auf der Acu-Bank aus, — 16% ty 17,3°% 6, 20.1°; 162%, Der 
mäßige Wind dreht im Laufe des Tages langsam über ENE nach ESE. Schön, 
wie es am ganzen. Tag gewesen, bleibt auch der Abend, Um 20% bedeckt den 
Himmel eine geschlossene Steu-Decke, t 174% tw 19,6% £ 49%, 
10, Januar. Schiffsort: 297° N, 174.5° BR. 88h: ty 177% Er 18,29: £ 8%, 
Mörgens herrscht richtiges Schmuddelweiter, Es regnet, und. der Wind, auf 
Stärke 6 aufgefrischt, kommt aus SSE. Das subjektive Empfinden ist „naß“ 
Die See ist grob, Um 12% regnet es noch mäßig, es weht ein warmer Wind, and 
der Himmel ist völlig bedeckt. 4 17.4°, ty 186° £ 89%, Der Wind dreht auf
	        
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