Kuhlbrodt, E.: Kritik der Lufttemperatur-Bestimmung auf See n5w,
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Mittlere Abweichung: Bordthermometer — „„wahre““ Lufttemperatur, °C,
&}) An allen Vergleichstagen u Tage), I
b}) nur an Tagen mit reichlich Niederschlag (50 Tage),
6) Unterschied der Werte von b) zu denen von ak
|
al
Xi
a}
+
Breitenzone
_20°N —00
0-208
4008
_20°N —0°__
20°8 4008
>
MN
002008
20984008
an | en | 12u | 160 | 20h | Zah Tarieren E] NS Mas.
FÜR +07 LER LEBER 03) ML "450 —0.6
403 L06[416|412 405/14 0414.08 8 14.26 12
00ER 00 De EEN
03 |4 05 4134 08|4+02/ = 0.2l404] 71 BA [9
E0N O7 18 E10 08 041 40.6| 8 14-25 —06
502 408 518/409 +03 0208| 4 (x22 2
01 +08| 409] 4 04 ES 3 148911
08 401 4041—02—0.8—0.41—02| 25 4 2.71—8,0
A Z0a —02 — 08
01 —04 10 —00 Zee 05
RUN ANT a
Der Vergleich wurde schließlich noch getrennt durchgeführt für um 12%
heiteren Himmel (Bewölkung £ 2 Zehntel) und um 12% trüben Himmel (Bewölkung
38 Zehntel). Abb. 1 zeigt den täglichen Gang
des Meßfehlers getrennt nach dem Wetter, für . Abb, 1, N
die vier verschiedenen Breitenzonen. Miglorer a
Der Meßfehler am Bordthermometer ist aa a U
hiernach im Gesamtmittel von derselben Größen- Pay 1 SA N
ördnung, in den Tropen und Subtropen + 0,8°, " ws
in höheren Breiten + 0.4° (fällt bei dieser Aus- Sm
zählung nach nur 6 Terminen aber zu gering ee]
aus), Der tägliche Gang ist sehr aus-
gesprochen. Zur Nachtzeit ist die Abweichung
in den Breiten 20°N bis 20°S nur gering
positiv; weiter südlich. ganz verschwindend. bzw.
negativ, Tagsüber ist die Abweichung positiv
bis zu einem Betrag um Mittag von fast ++?2°,
a, h. sie ist in erster Linie eine Folge deı
Somenstrahlung und der mittäglichen Erwär-
mung des Schiffskörpers; es kommen maximale
Fehler von +5? und + 6° vor, Abb. 1 zeigt
deutlich die Abhängigkeit vom Wetter: mit zu-
nehmender Bewölkung und somit abnehmender
Einstrahlung‘ wird der Fehler immer kleiner
und ist an Regentagen am geringsten; südlich
von 20°S ist der Fehler mittags bei Regen-
bzw. trüben Tagen nur noch +1/° bis +1°.
Auf den windstarken Profilen südlich 40° S
ist der Fehler im Mittel negatiy wegen des
nächtlichen. Wertes von —'1/,°, Extremwerte
von über —3° kommen hier vor, und zwar
bei Regen. Dies muß so gedeutet werden, daß
das Bordthermoömeter hier oft als stark aspı-
riertes feuchtes Thermometer anzeigt, Es ergibt sich allgemein, daß es die Wirkung
der Verdunstungskälte bei feuchtem Weiter ist, welche den Betrag des Fehlers
am ungeschützten Bordthermometer im Gesamtmittel gering erscheinen läßt.
Wenn die obigen Resultate zu verallgemeinern sind, so folgt: Zeichne ich
eine synoptische Wetterkarte vom Mittagtermin, so muß ich. damit rechnen,