Rudloff, W.: Golfstromzyklonen.
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Luftmassen von der aufgleitenden Umlagerung erfaßt, In der „Normalzyklone“
‚efindet sich das Alterungsende im Zyklonenkern, das Entstehungsende an der
Peripherie. Daher wandert der Kern an der Front entlang. In allgemeinerer
Form spricht Refsdal (1m) diesen Zusammenhang‘ in den Sätzen aus: 1, Die
Lebensdauer einer Zyklone ist von der Labilitätsenergie der Luftmassen ab-
ıängig. 2. Eine Zyklone hat die Tendenz, sich in der Richtung zu bewegen, in
Jer feuchtlabiler Niederschlag am leichtesten ausgelöst wird. — Daß die Auf-
fassung von der fenchtlabilen Auslösung nicht im Widerspruch zur Bjerknesschen
Zyklonendarstellung steht, zeigt die Karte 15, in der die Lage der Luftmassen-
zrenze für die betrachteten Tage dargestellt ist. Die ruhig liegende Grenze
zweier Luftmassen beginnt nach anfänglich schwacher Verbiegung zur Verwirbelung
zu führen. Wesentlich erscheint, daß bei der beginnenden Verbiegung der Grenz.
linie die Warmluft alleinigen. Anteil hieran hat, daß folglich in ihr die Energien
ir die Verwirbelung zur Verfügung stehen müssen. Diese werden, wie oben
ausgeführt, durch die labilisierende Einwirkung des Steiggebietes auf die bereits
rorlabilisierten Luftmassen freigemacht. Die genaue Befolgung des Bjerknesschen
Zyklonenbildes dureh die betrachtete Zyklone berechtigt dazu, sie als niedriges
Druckgebilde anzusprechen, das wegen der steuernden Wirkung des Hochs im
Nordwesten nur geringe Eigenbewegung zeigen kann solange, bis, angetrieben
ron einem wandernden Steiggebiet, sich das Hoch nach Südosten auf das Meer
begibt. Alsdann wird für das Tiel, das langsam in die Gegend von Neufundland
gekommen ist, der Weg über das Weltmeer freigegeben, wobei das dem Steig-
zebiet folgende Fallgebiet vom Tief infolge der labilisierenden Wirkung (inner-
halb) eines Fallgebietes (siehe. Seifert) dazu benutzt wird, unter rascher Druck-
verminderung mit der Geschwindigkeit des Fallgebietes gegen Nordosten zu rücken.
6) Die übrigen Zyklonen,
Es ist bereits erwähnt, daß für alle untersuchten Zyklonen die Wetterkarten
in großen Zügen das gleiche Bild. der Druckverteilung im Laufe der Entwicklung
dieser Zyklonen zeigen, Entinehmen wir den Karten den Zeitpunkt des Beginns
der Zyklonenentwicklung, den wir als dadurch gegeben. anschen, daß eine zyklonale
Drehung und Auffrischung der Winde, Druckfall, Schließung der Isobaren, Auf-
treten von Bewölkung, Verstärkung dieser und Einsetzen von Regen erfolgt, so
ergibt sich Tabelle 6, in der unter Z dieser Zeitpunkt für jede Zyklone
angegeben ist. Tabelle 6.
Zeitpunkte des Vorstoß hohen Druckes H and des Beginns der Zyklonenentwicklung Z;
Beispiel Beispiel FH Z
5
27, % | 1. 10.
10.10. - 1410.
21. 10. | 24. 10.
26, 10. 30, 10,
%1.. 10. 3 11.
6 | 8,11. | S& 41.
7 48. 12. 21 11
8 . 25.11. | 212
Si | 41 | 12
10 10. 12. 13. 12.
Es 1äßt sich für unser Beispiel 2 für jede Zyklone ein zugehöriges wan-
derndes Drucksteiggebiet finden, durch das die Auslösung, die letzte Labilisierung
erfolgt. Der Zeitpunkt des Herannahens eines Hoch druckgebietes oder der Ver-
stärkung eines solchen in der östlichen Hälfte des nordamerikanischen Festlandes
ist in der Spalte unter H angegeben. Dabei ist die Voraussetzung gemacht, daß
Äurch diesen Zeitpunkt gleichfalls die Ankunft des Drucksteiggebietes gegeben
ist. Dann vergehen nach dem Vorstoß hohen Druckes noch drei bis vier Tage,
bis die fortschreitende Labilisierung durch die vom Steiggebiet aktivierte Kalt-
luft zu sichtbaren. Ergebnissen führt. Die Karte 28 zeigt den in Tabelle 6 auf-
gestellten, formalen Zusammenhang, dessen Deutung‘ allein mit der von Seifert
bewiesenen Tatsache der Labilisierung durch hohe Steiggebiete möglich ist. So
wird dieser rein formale eine ursächliche Beziehung mittels der physikalisch
einwandfreien Labilitätstheorie. Das ursächlich erste, das zur Auslösung führt,
ist demnach der Vorstoß des Hochs, In der Karte sind die Mittelpunkte des
Ar