(90 Annalen der Hidrographie and Maritim en, Meteorologie, Mai 1956.
Meldungen zu spärlich, um eine genauere Karte als die Wetterkarte des Nord-
atlantischen Özeans zu zeichnen. Dieses war jedoch möglich für die Zeit vom
{. Oktober bis zum. 15, Dezember 1980.
Nach. der Wetterkarte des Nordatlantischen Ozeans zeichnete ich die Zug-
balınen]) aller Zyklonen und Antizyklonen, die sich in der obigen Zeit in dem
von der Karte abgegrenzten. Gebiet ‘bewegten, Hierzu trug ich die sämtlichen
Starmmeldungen ein, die allmonatlichk im den „Monthly Weather Reviews“ ver.
Sffentlicht sind. Neben drei Sturmtiefs, die sich aus Tiefs der Darvisstraße
antwickelten, und zwei von Labrador, fanden. sich folgende zehn Sturmtiefs, die
mit dem Machtbereich, des Golfstromes zusammenhängen (siehe Tabelle 5),
8. Aufstellung der Frage.
In folgerichtiger Entwicklung hat sich also unsere Fragestellung, die in der
Einleitung‘ nach der Zyklonentätigkeit zwischen und südlich von Grönland und
Island fragte, ziemlich. verschoben, Auf Anraten von Herrn Professor Raethjen,
dem ich für die weitere Förderung dieser Arbeit meinen besonderen Dank aus-
spreche, richtete ich meine Aufmerksamkeit vorwiegend auf den Entstehungs-
zeitpunkt dieser ausgewählten 10 Zyklonen vom 1, Oktober bis 15. Dezember 1930.
Die Frage lautet jetzt also: Wie entstehen jene Zyklonen, die dem Machtbereich
Aecs Golfstromes zu entstammen scheinen?
C. Die ausgewählten Beispiele nordatlantischer Sturmzyklonen.
1, Das Material und die Arbeitsweise,
Wie schon erwähnt, genügten die Hoffmeyer-Karten und auch das für das
Polarjahr eingesandte Material an Schiffsmeldungen nicht den gestellten An-
forderungen, Bei der Suche nach geeigneterem Material fanden sich die „Listes
des observations metäorologiques de navires en mer“ die vom „Secrötariat de
Porganisation m6t&orologique internationale“ herausgegeben sind. Vier Termine,
von denen zwei für das Golfstromgebiet brauchbar sind, die 01- und 13 Uhr-
Meldungen, sind im diesen Listen veröffentlicht?). Da diese Listen auf der
Deutschen Seewarte nur bis zum 15, Dezember 1930 vorhanden sind, wählte ich
als zu untersuchenden Zeitraum jenen vom 1. Oktober bis 15, Dezember 1930.
Die in Tabelle 5 aufgezeigten 10 Sturmzyklonen fallen in diese Zeit. Für alle
für die Untersuchung wichtigen Tage zeichnete ich die Wetterkarten der beiden
genannten Termine, Beim Eintragen der Schiffsmeldungen beschränkte ich mich
auf das Meeresgebiet zwischen 50% bis 80° West und dem Golf von Mexiko.
Gelegentlich bei besonderen Wetterlagen trug ich auch Meldungen ein, die aus
dem Gebiet Östlich von 50° West kamen, Zum Eintragen der Landbeobachtungen
benutzte ich für die 01-Uhr-Karte die auf der Seewarte gezeichneten Zirkum-
polarkarten, für die 13-Uhr-Karte die daily weather map, die is Washington.
herausgegeben wird, und die weather map, meteorologital service, Dominion of
Canada. Alle Zeitangaben beziehen sich auf den Meridian von Greenwich,
Nach dem Zeichnen der Isobaren ging‘ ich daran, Im gesamten Gebiet die
Verteilung der Windstärke durch verschiedene Strichelung zu kennzeichnen.
Je stärker die Strichelung, desto stärker ist. der Wind, Gleichzeitig trug ich in
jede Karte zu dem Ort mit höchster Druckänderung Vorzeichen. und Betrag der
vierundzwanzigstündigen Änderung ein, Schließlich wurden. durch Funkte jene
Stellen hervorgehoben, an denen Niederschlag im Laufe der letzten 12 Stunden
gefallen. war.
2, Der Karteninhalt,
a} Allgemeines über die Wetterlage.
Ein wichtiges und zuerst überraschendes Ergebnis’ war die Gleichheit der
Weiterlagen im Zeitraum. der Entstehung und Entwicklung jeder der 10 Zyklonen,
Für die ntersuchten. Sturmzyklonen zeigt Karte 1 (Tafel 29) die Bahnen des
Nicht veröffentlicht, Als Auszug hiervon ist Karte 1 (Tafel 29} zu Betrachten.
— ; Die Zahl der brauchbaren Schifsmeldungen betrug für Oktober und November meist über
30, so daß es möglich war; für das Seegebiet eine genauere Karte zu zeichnen, Die Arbeitskante der
Deutschen Srewaertfe enthält für dar hier antersuchte Gebiet höchstens drei. Schiffsmeldurgen,