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Full text: 64, 1936

Kleinere Mitteilungen, 
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3. August, Nachts sind 7? mm Regen gefallen, 6R Enae 25°, tmin 24° Stou- 
Wolken bedecken bei SW-Wind 1 den Himmel, Aus dem Urwald und den Fluß- 
jälern steigt Nebel auf, Um 8%h dreht der Wind auf SSW, — 10h; Dichtester 
Nbst und feiner Regen; bis 14* reicht die Sicht nur bis 800 m. Bei SW-Wind 
wird um diese Zeit die Bewölkung etwas leichter, und der Regen hört auf, Der 
Große Kamerunberg im NW ist dagegen in Regen eingehüllt, Im E ist der Himmel 
tiefschwarz und gewitterdrohend., Um 16h beginnt es wieder zu regnen. Die 
dunkle Wolke im E ist verschwunden. Es ist alles wieder trübe und grau, 
Abend-Regenmessung 53 mm. . 
4. August, Die ganze Nacht über Dauerregen (34 mm). 63! fmax 25°, tam 24°; 
[ 98%; S-Wind Stärke 1. Es ist grau und dunstig; Sicht nur 800 m; feiner 
Regen. — 9x; Der Regen hört auf; der Wind dreht auf W 2; Ast-Bewölkung, 
Um 10% wird es etwas sönnig, aber um 11%b beginnt wieder feinster Regen, der 
nur eine Sicht bis 100 m zuläßt. Um 13% hellt es, nachdem der Regen aufgehört 
hat, bei Ast-Bewölkung auf, So bleibt es vier Stunden lang, bis um 17% der 
feine Regen wieder einsetzt. Abend-Regenmessung 6,2 mm. 
5. August. Nachts wenig feiner Regen. Um 5% beginnt es stark zu regnen, 
so daß die Morgen-Regenmessung 52 mm ergibt. 627 tmaz 26° tmm 25°; 198%; 
Wind S1. Es ist grau und undurchsichtig. Um 7%®% wird der Regen etwas 
schwächer und damit die Sicht ein wenig besser. Aus der Nbst-Bewölkung regnet 
es dann wieder von 8%h bis 10%, Die Bewölkung geht in Ast und nach 14% in 
Cu und Steu über, so daß die Sonne scheint, Abend-Regenmessung 40.0 mm. 
Christ. Rein. 
5, Die „bürgerliche Dämmerung“ hat für den See, Luff- und sonstigen 
Verkehr große praktische Bedeutung; erinnert sei z, B. an die Beleuchtungs- 
vorschriften für Kraftfahrzeuge. In der „Meteorologischen Zeitschrift“ 
“1936 S. 54ff.] hat K., Schütte einen Aufsatz veröffentlicht, der auch für viele 
nautische und überseeische. Mitarbeiter der Deutschen Seewarte von Interesse 
sein dürfte: „Der Verlauf der bürgerlichen Dämmerung auf der ganzen 
Erde mit besonderer Berücksichtigung der Polargebiete“, Der Ver. 
fasser nimmt uw a. Bezug auf den in den Ann, d. Hydr. 1917, S. 285f. [nebst 
Tafel 13] behandelten und dargestellten „Verlauf der bürgerlichen und astrono- 
mischen Dämmerung“, die für die Polargegend noch unvollständig sei und auch 
nicht die Zone der Polarnachtdämmerung enthalte: „Fragen des Flugverkehrs 
im Polargebiet, die vielleicht schon. in. kurzer Zeit ein bedeutendes Interesse haben 
werden, wird man kaum ohne Rücksicht auf die Dämmerungsverhältnisse be- 
frachten können‘. Als „bürgerliche Dämmerung“ gilt bei Schütte die Zeit zwischen 
dem Verschwinden des scheinbaren oberen Sonnenrandes im (mathematischen) 
Horizont und dem Augenblick, in dem die wahre Sonnenmitte bei H = — 61/9 
steht, Diese Zeitdauer ist für die ganze Erde in einem Schaubild dargestellt: 
die betreffenden nur für wolkenlosen Himmel geltenden Dauergleichen liegen 
zwischen 23 Minuten und 5 Stunden, Das Diagrammbilatt ist bei der Firma 
Friedr. Viewer & Sohn, Braunschweig, für 0.80 RM erhältlich. 
Gerhard Castens. 
Neuere Veröffentlichungen. 
A. Besprechungen und ausführliche Inhaltsangaben, 
Willis, Edward J, "The Methods of Modern! faßt alle nautischen Aufgaben der Kugel, insbeson- 
Navigation. Glasgow, Brown, Son and Fer- dere die Großkreisrechnung und die astronomische 
zuson Lid, 1935, Navigation, Es wird ausgegangen vom cos-Satz der 
Der Titel des Buches ist bekannt, Die sphärischen Trigonometrie, der analytisch be- 
165 Seiten des neuen Werkes bringen im wesent- handelt und geometrisch interpretiert wird. Es 
lichen auch nur eine Zusammenfassung der Ge- geben sich dadurch Anschauungen, denen unsere 
danken des Verfassers, die in dem früheren gleich- zxeläufigen Methoden fremd gegenüberstehen. Diese 
namigen Buch (1925) und der späteren (1933) Gedankengänge waren allerdings der älteren nau- 
„Spherical Analytic Geometry‘“ bereits WE üschen Schule nicht fremd und muten uns heute 
zind. Die Schrift wendet sich weniger an den Prak- ur so an, weil die jetzige Generation durch die 
tiker, als an den Techniker und Theoretiker und um- Gauß’sche Schule vyeyransen ist und restlos auf
	        
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