Kleinere Mitteilungen.
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mittellange und mittelhohe Dünung‘ heran; sie klingt bald ab, und eine mittel-
Jange flache Dünung aus NE folgt. Die Sonne steigt langsam hinter Wolken
empor und gibt ihnen leuchtende Farben. Im W ist der Himmel nahe am Horizont
rötlich, darüber orange und gelb gefärbt, Die Cu zeigen allgemein die Neigung,
sich auszubreiten. = Um 7®b beträgt die Lufttemperatur 18.7°1), die Wasser-
temperatur 18,3°
Um 7% jst die Sonne noch hinter der Cu-Bank, Im W haben die Wolken
sich aufgelöst, allgemein haben die Cu sich abgeflacht, Die Wassertemperatur
in 3 m Tiefe springt hier gewaltig hin und her, sie fällt, steigt und fällt wieder:
Unterschiede von mehreren Graden innerhalb kurzer Zeit werden gefunden. —
Um 8% % jet die Sonne frei. Die Cu im E sind höher gestiegen, Am tieferen
östlichen Himmel sieht man durch Wolkenlücken, daß ferne St-Schleier über den
Ci liegen, Im N schweben die Cu in. geringer Höhe; sie sind unten und oben
scharf begrenzt,
Die Cu-Wolken lösen sich allmählich von der Bank im E und sehreiten
nach W vor; um 9% sind sie, in linsenförmige Ballen verteilt, schon über den
Zenit vorgedrungen, Sie nehmen dabei sehr an Umfang ab. Im E entwickelt
sich eine St-Decke; nur unter ihr, unmittelbar am Horizont, sieht man noch
Cu-Köpfe. Im S entsteht nun ebenfalls St aus dem Cu,
Um 10% ist die Bewölkung wieder geringer, etwa wie um 7b, Cu und St
zeigen sich noch im N, E und SE, aber sie sind an Ausdehnung zurückgegangen,
Die losgelösten Teile sind entweder aufgelöst, emporgestiegen oder abgeflacht
und sehen jetzt wie Ast aus, Sie bedecken aber nur einen kleinen Teil des
Himmels, Wind ESE 3, Sicht sehr gut, die Sonne scheint kräftig, tz 194°,
tyasaer 154°.
Die Himmelsbedeckung bleibt weiterhin gering, sie wechselt recht oft, Um
12% steht auch im W eine Steu-Bank, die ohne Unierbrechung über den S-Hori-
zont in die im E liegende, wieder mächtiger gewordene Bank übergeht, Im NE
liegen. vereinzelt massige Cu, Der N und der Zenit sind wolkenfrei. Die Wolken
im E und $S steigen allmählich bis etwa 30° empor. — 131 trus 14.6° txyaeser 127°.
Der Temperaturabfall wird fast als unangenehm empfunden.
Der Wind pendelt zwischen ENE und ESE. Um 14b verschwinden die
Wolken fast ganz; nur im E liegt noch eine kleine Schicht, die aber nur eine
geringe Höhe über dem Horizont erreicht.
Die Wasserfarbe hatte schon längere Zeit nicht mehr den tiefen Blauton
des offenen Ozeans, Um 15h kreuzen wir die scharf ausgeprägte, von N nach
S verlaufende Grenze zwischen dunkel-blaugrünem und grünem Wasser, Kurze
Zeit darauf geht die Farbe des Meerwassers unvermittelt in ein. leuchtendes Hell-
grün über, — 163% trat 13.7°, twamer 12.0°
Die Himmelsbedeckung nimmt wieder zu. Im W stehen große Ast, auch
zeigt sich dort ein eigenartiger dunkler Streifen in geringer Höhe parallel zum
Horizont, Er sieht aus wie ein Dunst- oder Staubband. Von E erfolgt ein
neuer Vorstoß von Steu-Wolken der mittleren Höhe, der bei Dunkelwerden noch
andatert, Der Wind hat sich nicht geändert. — 195% tyum 18,7% tsrasser 10.9°
Die Sicht ist den ganzen Tag über sehr gut gewesen. Erich Höller,
4. Elimatographische Witterungsschilderung. Nr. 62: Kamerun, — Aus
der Sammlung des überseeischen. meteorologischen. Dienstes der Deutschen
Seewarte. — Witterungsverlauf in der Regenzeit auf der Ombe-
Pflanzung am Kamerungebirge*), Beobachtungstage: 6. bis 8. Juli
und 1. bis 5. August 1935,
Die Ombe-Pflanzung (etwa 4° 2'N, 9° 19’ E, 50 m Meereshöhe) liegt im
westlichen Teile der den Südostfuß des Kamerungebirges umschließenden Tiko-
4 Die Messung der Temperatur der Luft erfolgte mit einem Aspirations-Psychrometer, diejenige des
Wassers mit einem in Zehntel Grade geteilten Wasser-Thermometer. — 2) Vol. hierzu auch den Verlauf
eines Tages der Regenzeit in Dikume in den dem Kumerusgebirge nördlich vorgelagerten Rumpi-
Bergen: Klimat, Witterungsschilderung Nr. 13 [Autenrieth];: Ann, cd. Hrd. usw. 19833, S. 3903.