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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 64 (1936)

38 Annalen. der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Aprıl 1936, 
Punkt 0 bis 1 in Abb, 4, wem. man. den. Kondensator von 16.10— Farad auf 
1, 5.10 Volt lud, Es befand sich also auf dem Kondensator eine Landung von 
q= VW, CO 34.105 Coul, 
Eine solche Ladung muß dann auch auf die Wilsonplatte geflossen sein, da sie 
ja die gleiche Schwankung hervorriel, Nach Schweidler und Wilson [s. Ab- 
schnitt A dieser Arbeit] ist das Feld, das durch eine Ladung © hervorgerufen 
wird, gegeben durch Em ZQ-H 
"CE LA) 
Andererseits ist, wie auch bereits erwähnt, 
Eau dw, 
Aus beiden Gleichungen ergibt sich 
Q>— zz (B24 A 
In. unserem Fall waren? 
I. die Entfernung des Blitzes, — 6.10° em, berechnet aus der Zeitdauer 
zwischen Blitz und Donner, 
H, die Höhe des Blitzes über der Erde, =1.4-10* cm, wie sich aus der 
Größe des Blitzbildes in der Photographie ergibt, 
& ist die Oberflächenladungsdichte pro 4em. Da die benutzte Wilsonplatte 
10% gem groß war, ergibt sich 
= — BL10-3 Coul, /aem, 
Mit diesen Werten wird a ; 
Q =] 25 Cool 
Kin Blitz soll nach Wigand (12), Toepler (nr) m a, etwa 50 Coul, entladen, 
[Es wurden sogar bis 100 Coul, gemessen.] Im Vergleich hiermit ist obige 
Ladungsmenge verständlich, Hierzu muß noch einmal betont werden, daß der 
berechnete Wert nur die Größenordnung angibt, da er aus der Eichung und den 
angegebenen. Daten sehr roh. nur bestimmt werden kann, 
Auch für das Ende eines Blitzes sind, genau wie für den Anfang, besondere 
Bedingungen gegeben, Im Idealfall wird durch den Entladungsmechanismus alle 
vorhandene Ladung neufralisiert, so daß am ‚Ende keine Kräfte mehr wirksam 
sind, die das Feld auf- oder abbanen, Dann sicht die Registrierung 80 aus, wie 
T130% TI413 TF18: Es erfolgt. ein. Zurückgehen der Registrierung in die Null- 
[age nach einer e-Funktion, Ob der letzte Rückgang von. oben. oder von unten 
erfolgt, ist abhängig von den jeweiligen Bedingungen. Entweder entlädt ein 
letzter Blitz das ganze System, dann geht die Registrierung von oben zurück. 
Dder aber es tritt noch wieder eine teilweise Neuaufladung des Systems ein, die 
sich damn verliert, da sie nicht weit genug reicht (Kückgang von unten), 
So können die Felüschwankungen, die der Blitz NC, 29 hervorrief, völlig 
erklärt werden Is. dazu wieder Abb, 4a} bl]: Das System wird aufgeladen — 
Punkt 0 bis 1 in Abb. 4b. Fortgesetzt wird. dieser Vorgang durch ein. beständiges 
Nachladen (1 bis 2). Wenn das Nachladen nicht stattfände, müßte die Registrierung 
sofort an Punkt 1 anschließend. wie eine e-Funktion zurückgehen, Das iut sie 
nicht, vielmehr läuft sie von Punkt 1 bis 2 fast horizontal, damit beweisend, daß 
der Vorgang der Aufladung‘ fortgesetzt wird. ‚Jetzt ist die Überschlagsspannung 
erreicht und. eine Vorentladung tastet sich vorwärts (Punkt 3 bis 4). Die Auf- 
ladung hat aber währenddessen nicht aufgehört, Sie bewirkt, daß der Ausschlag 
picht über Punkt 4 hinausgeht; die Registrierung läuff zunächst horizontal 
weiter, um dann wieder nach unten zu gehen (4 bis 6), Es verstärkt sich dann 
also die Aufladung plötzlich und dauert an. bis zum Punkt 6. ‚Darauf erfolgt 
die starke Hauptentladung (6 bis 7), nach der offenbar das System sofort wieder 
aufgeladen wird (7 bis 8), So kann sich dann die Nachentladung‘ A, B,C; ats- 
bilden (8 bis 9), Die Registrierung geht jetzt nicht wie eine e-Funktion zurück, 
Sie wird. vielmehr, ehe sie die Nullinie erreicht, dureh. das starke Nachfließen 
bis zum horizontalen Verlauf umgebogen (9 bis 10). Noch einmal wird eine 
Aufladung versucht (10 bis 11) und beständig fortgesetzt (11 bis 12). Allein die 
Überschlagsspannung wird nicht mehr erreicht, da wahrscheinlich durch das vOor-
	        
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