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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1901. 
Die Kampungs Waisamu, Kaibobo, Eti und Piru liegen auf der Ostküste 
der Bai, wo man Ankerplätze findet. Die drei zuletzt genannten Kampungs sind 
in dem engeren nördlichen Theile der Bai gelegen, wo man aufser einigen unter 
Land liegenden Riffen in der Mitte dieses Theiles der Bai ein trockenfallendes 
Riff antrifft. Die Mittellinie dieses Riffes ist ungefähr 200 m lang, und die 
Aenderung der Wasserfarbe macht es sehr gut kenntlich, 
Der Kampung Loki liegt ungefähr in der Mitte der Westküste der Piru- 
Bai an einer gleichnamigen Bai, in der man einen guten Ankergrund findet. 
Das 1,8 m- (1 vm-) Riff in der Mitte der Bai wird durch eine Aenderung der 
Farbe des Wassers nicht markirt, während das Küstenriff meistens an der Farbe 
des Wassers deutlich erkennbar ist. Es empfiehlt sich, im Osten des 1,8 m- 
(1 vm-) Riffes, in der Nähe des südlichen Küstenriffes, vor Anker zu gehen, weil 
man dort Sandgrund antrifft und der Boden allmählich ansteigt. 
Luhu, ungefähr 9 Sm südlich von Loki gelegen, hat einen guten Anker- 
platz vor dem Kampung in den Peilungen: „Moschee N 46° W, das Thor eines 
leicht zu erkennenden alten Forts N77°W und die nordöstlich liegende Huk 
Batu Tembaga N 71°0.“ Auf dem Ankerplatze sind 27m (15 vm) Wasser und 
Sandgrund. Im Norden dieses Ankerplatzes trifft man grofse Steine auf dem 
Grunde an; es ist daher nicht rathsam, hier vor Anker zu gehen. In der Bucht 
von Luhu liegen Korallenriffe, die theilweise trockenfallen. 
Die Insel Amboina. Das Anlaufen der Bai von Amboina ist selbst des 
Nachts leicht; nur während der Regenzeit, vom April bis einschliefslich September, 
ist es mehrmals so unsichtig, dafs man selbst am Tage das Land schwer unter- 
scheiden kann. Kommt man von Westen, so hat man in den meisten Fällen die 
Inseln Buru und Ambelau in Sicht und kann von dort ohne Schwierigkeit auf 
das hohe Land der Huk Alang zusteuern. Alang ist die Westhuk von Amboina, 
Von Süden kommend, erkennt man den südwestlichen Theil von Amboina an 
den drei kleinen dort liegenden Inseln. 
Ist man östlich der Huk Nusanive, der Osthuk der Bai, so sieht man den 
Gunung Kapal, einen mit Alang Alang (schilfartiges Gras) und ein paar Kokos- 
palmen bewachsenen Hügel, der sich wie eine kleine Insel von dem hohen Lande 
des südwestlichen Amboina abhebt. Beim Näherkommen bemerkt man erst, dafs 
Nusanive und Gunung Kapal durch einen niedrigen Rücken mit dem östlicher 
gelegenen kahlen kugelförmigen Berg Nanosa zusammenhängen, Dieser Berg ist 
480 m (1600 vt) hoch. 
Die Bai von Amboina. Man kann sich den beiden Huken Alang und 
Nusanive, zwischen denen sich die Bai öffnet, bis auf ungefähr 200 m nähern. 
Die Bai ist rein, der beste Ankerplatz liegt vor dem Fort, soeben im Westen der 
Bootmole, auf der nachts ein rothes und ein weifßses Feuer, das eine senkrecht 
unter dem anderen, angezündet werden. Ks ist rathsam, mit wenig Fahrt direkt 
Jandeinwärts zu steuern, in 45 m (25 vm) den Anker fallen zu lassen und sobald 
als angängig eine Trosse nach dem Lande auszubringen. Für das Belegen der 
Trossen sind auf beiden Seiten der Bootmole Anker eingegraben. Ist der Auf- 
enthalt eines Schiffes von einigermafsen langer Dauer, so ınufls es durchaus am 
Lande festgemacht werden, weil die Küste steil abfällt und das Schiff bei süd- 
östlichen Böen Gefahr läuft, in die Mitte der Bai zu treiben. Wenn man die 
Trosse der Ankerkette beizeist und die Kette dann aussteckt, bis die Trosse 
unter den Kiel zu liegen kommt, so kann das Schiff über die Trosse hinschwaien. 
Da ungefähr 10 m nördlich der Bootmole einige von einer Lademole herstammende 
Pfähle im Wasser stehen, müssen die hierher kommenden Boote, namentlich bei 
halber Gezeit, sehr vorsichtig gesteuert werden, damit sie nicht auf diese Pfähle 
stofsen. Diese ragen nur bei Niedrigwasser hervor. 
Ungefähr 900 m westlich von der Bootmole befindet sich eine hübsche 
eiserne Lösch- und Lademole, an der die gröfsten Schiffe bequem vertäut werden 
können. Diese Mole ist Eigenthum der Königlichen Packetfahrt-Gesellschaft 
(Koniklijke Paketvaart-Maatschappij). An der Wurzel dieser Mole ist ein grofser 
Brunnen mit Pumpe und Röhrenleitung nach dem äufseren Ende der Mole. 
Kriegs- und andere Regierungsschiffe können hier Wasser entnehmen. Dieses 
jst sehr gut und eignet sich zum Trinken, wenn der Verbrauch nicht so grofs 
ist, dafs der Wasserstand im Brunnenschaft zu niedrig wird.
	        
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