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Full text: 64, 1936

Kleinere Mitteilungen, 
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Kibuku hat das Gebirge eine Durchschnittshöhe von 2200 m. Vom Mwegulu biegt das Massiv nach 
züdöstlicher Richtung ab, und die Steilabfälle schauen im weiteren Verlauf nach S, So hat man von 
Kibuku zwei weite Fernblicke: einen nach W in die Mkata-Ebene, die in 30 km Luftlinie Va 
ınd sich. bis zu den Widunda- und Pala Ulanga-Bergen erstreckt, und den anderen nach S und SE 
Jurch das breit sich öffnende Mbakanatal vach der Kissaki-Ebene, In etwa 30 km Luftlinie beginnend, 
unterbrochen durch viedrige Höhen und FEinzelberge weit gegen den Ruaha und Rufiji zu. Im E 
and N ist Kibuku von höheren Gebirgszügen. umgeben, und im SW verhindern die Erhebungen in 
mittlerer Ferne den Ausblick, _ ; N a | . 
Aus der orographischen Lage erklären sich die: reichlichen Nebel, die in Kibuku das Jahr über 
auftreten: der Wasserdampf in den aus den Niederungen durch die Täler aufsteigenden Lufischichten 
kondensiert und lagert an Hängen und im den Schluchten als Nebel In ursächlichem Zusammen- 
hange hiermit steht. auch die Tatsache, daß Kibuku, obwohl es im Regenschatten des hohen Lukwan- 
zule liegt, eine verhältnismäßig große Jährliche Regenmenge (1200 bis 1600 mm) besitzt. 
1br Sternklare Nacht. Kein Wölkehen am Himmel. Wind ESE 3. — 7hz 
Wind SSE 3. Himmelsbedeckung 3. Über uns einige Cu-Wolken, Am Hang 
des Lukwangule liegt leichter Dunst, Im W über der Mkatasteppe dichte Haufen- 
wolken, die sich bis zu den rechtsseitigen Höhenzügen am Mgeta hinziehen und 
jeden Fernblick verhindern. Nach S zu im Mbakanatal und in der Kissaki-Ebene 
sjefliegende unzusammenhängende Nebelschwaden. Noch strahlt die Sonne klar, 
nachdem sie vor einer halben Stunde über dem Lukwangule sichtbar geworden ist, 
8h2 Von S her steigen Nebel auf, wandern. die Hänge auf der rechten Seite 
des Mbakana hinan und bedecken die Köpfe der Berge. Um die Südnase des 
Lukwangule und über den Höhenrand schieben sich von SE her dieke Wolken- 
bänke heran, die sich nebelartig über Kuppen und Grate legen und in die Täler 
bis zu etwa 2000 m herabsenken, Nach N ist es ziemlich klar. Nur über dem 
Bergrücken sind einzelne weißglänzende Wolkengebilde sichtbar. Vereinzelt 
ziehen. Nebelschwaden von S das Mbakanatal herauf und in etwa 1800 m Höhe 
am Hang des Lukwangule nach N. Der Dunst von S verdichtet sich, Himmels- 
bedeckung 4. 
Ihr Der Lukwangule ist nicht mehr sichtbar. Haufenwolken sind so plötz- 
lich erschienen, daß man sich erstaunt fragt, woher sie gekommen sein mögen. 
Eine dichte Bank von Schlechtwetterwolken: hat sich von E über das Massiv 
herangeschoben und sich nach allen Richtungen ausgebreitet. Nur im W zeigen 
sich einzelne Stellen mit Himmelsbläue. Der Wind hat über S nach WNW ge- 
dreht. bei Stärke 3. Die Sonne ist zeitweise durchschimmernd, Schon um 95 
kommt dichter Nebel das Mbakanatal herauf und hüllt. unsern Standort in kurzer 
Zeit vollkommen ein. | 
(0b: Wind NNW3. Nach S hängen die Wolken tief herab; sie gestatten. 
aber noch, unter ihnen die ferne Landschaft zu überschauen, die, etwas in Dunst 
gehüllt, von sonnigen Flecken und Wolkenschatten abwechselnd bedeckt ist. Ein 
ähnliches Bild bietet sich nach W in die Ebene, wo sich die tiefliegenden Wolken 
inzwischen gehoben haben, die Berge übersichtlich sind und die ferne Ebene 
überblickt werden kann. In Kibuku wird es immer düsterer. Auch der N über- 
zieht sich mit Regenwolken. Der glatte Unterrand der Wolkenbank am Luk- 
wangule zerfetzt und sendet Ausläufer in die Täler hinab, Um 10° hängen 
die Wolken am Lukwangule bis etwa 1700 m herab. Nach S hin ist alles „zu“, 
11h: Es klart auf, Die über uns liegende Nebelschicht hebt sich. Das 
Mbakanatal ist frei von Nebel, am Lukwangule zieht er höher und höher hinauf. 
Über uns formen sich zerreißende Schlechtwetterwolken, die der Sonne nur für 
Augenblicke den Durchblick gestatten. Im N schließt diese Wolkenbildung mit 
nem von E nach W verlaufenden blauen Himmelsstreifen ab. Jenseits von 
ihm erheben sich hinter den Bergrändern weiße Wolkenköpfe. Im W drängen 
sich die Haufenwolken mehr und mehr zusammen, der Fernbliceck unter ihnen 
ist behindert. Um 11%% sind der südwestlich liegende Ndjofu-Berg und die in 
weiterer Entfernung gelegenen Höhen vollkommen in Nebel gehüllt, Es sieht 
Aus, als ob es in jenem Landstrich regne, 
125r Der Wind hat auf S3 gedreht, Das Thermometer, das heute schon 
einmal. 24° zeigte, ist auf 23° gefallen. Am Lükwangule ziehen sich Nebelfetzen 
wieder tief herab. Die Wolkendecke über uns, die noch vor einer halben Stunde 
der Sonne zuweilen einen Durchblick gewährte, hat sich gänzlich geschlossen.
	        
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