Kleinere Mitteilungen,
119
Kibuku hat das Gebirge eine Durchschnittshöhe von 2200 m. Vom Mwegulu biegt das Massiv nach
züdöstlicher Richtung ab, und die Steilabfälle schauen im weiteren Verlauf nach S, So hat man von
Kibuku zwei weite Fernblicke: einen nach W in die Mkata-Ebene, die in 30 km Luftlinie Va
ınd sich. bis zu den Widunda- und Pala Ulanga-Bergen erstreckt, und den anderen nach S und SE
Jurch das breit sich öffnende Mbakanatal vach der Kissaki-Ebene, In etwa 30 km Luftlinie beginnend,
unterbrochen durch viedrige Höhen und FEinzelberge weit gegen den Ruaha und Rufiji zu. Im E
and N ist Kibuku von höheren Gebirgszügen. umgeben, und im SW verhindern die Erhebungen in
mittlerer Ferne den Ausblick, _ ; N a | .
Aus der orographischen Lage erklären sich die: reichlichen Nebel, die in Kibuku das Jahr über
auftreten: der Wasserdampf in den aus den Niederungen durch die Täler aufsteigenden Lufischichten
kondensiert und lagert an Hängen und im den Schluchten als Nebel In ursächlichem Zusammen-
hange hiermit steht. auch die Tatsache, daß Kibuku, obwohl es im Regenschatten des hohen Lukwan-
zule liegt, eine verhältnismäßig große Jährliche Regenmenge (1200 bis 1600 mm) besitzt.
1br Sternklare Nacht. Kein Wölkehen am Himmel. Wind ESE 3. — 7hz
Wind SSE 3. Himmelsbedeckung 3. Über uns einige Cu-Wolken, Am Hang
des Lukwangule liegt leichter Dunst, Im W über der Mkatasteppe dichte Haufen-
wolken, die sich bis zu den rechtsseitigen Höhenzügen am Mgeta hinziehen und
jeden Fernblick verhindern. Nach S zu im Mbakanatal und in der Kissaki-Ebene
sjefliegende unzusammenhängende Nebelschwaden. Noch strahlt die Sonne klar,
nachdem sie vor einer halben Stunde über dem Lukwangule sichtbar geworden ist,
8h2 Von S her steigen Nebel auf, wandern. die Hänge auf der rechten Seite
des Mbakana hinan und bedecken die Köpfe der Berge. Um die Südnase des
Lukwangule und über den Höhenrand schieben sich von SE her dieke Wolken-
bänke heran, die sich nebelartig über Kuppen und Grate legen und in die Täler
bis zu etwa 2000 m herabsenken, Nach N ist es ziemlich klar. Nur über dem
Bergrücken sind einzelne weißglänzende Wolkengebilde sichtbar. Vereinzelt
ziehen. Nebelschwaden von S das Mbakanatal herauf und in etwa 1800 m Höhe
am Hang des Lukwangule nach N. Der Dunst von S verdichtet sich, Himmels-
bedeckung 4.
Ihr Der Lukwangule ist nicht mehr sichtbar. Haufenwolken sind so plötz-
lich erschienen, daß man sich erstaunt fragt, woher sie gekommen sein mögen.
Eine dichte Bank von Schlechtwetterwolken: hat sich von E über das Massiv
herangeschoben und sich nach allen Richtungen ausgebreitet. Nur im W zeigen
sich einzelne Stellen mit Himmelsbläue. Der Wind hat über S nach WNW ge-
dreht. bei Stärke 3. Die Sonne ist zeitweise durchschimmernd, Schon um 95
kommt dichter Nebel das Mbakanatal herauf und hüllt. unsern Standort in kurzer
Zeit vollkommen ein. |
(0b: Wind NNW3. Nach S hängen die Wolken tief herab; sie gestatten.
aber noch, unter ihnen die ferne Landschaft zu überschauen, die, etwas in Dunst
gehüllt, von sonnigen Flecken und Wolkenschatten abwechselnd bedeckt ist. Ein
ähnliches Bild bietet sich nach W in die Ebene, wo sich die tiefliegenden Wolken
inzwischen gehoben haben, die Berge übersichtlich sind und die ferne Ebene
überblickt werden kann. In Kibuku wird es immer düsterer. Auch der N über-
zieht sich mit Regenwolken. Der glatte Unterrand der Wolkenbank am Luk-
wangule zerfetzt und sendet Ausläufer in die Täler hinab, Um 10° hängen
die Wolken am Lukwangule bis etwa 1700 m herab. Nach S hin ist alles „zu“,
11h: Es klart auf, Die über uns liegende Nebelschicht hebt sich. Das
Mbakanatal ist frei von Nebel, am Lukwangule zieht er höher und höher hinauf.
Über uns formen sich zerreißende Schlechtwetterwolken, die der Sonne nur für
Augenblicke den Durchblick gestatten. Im N schließt diese Wolkenbildung mit
nem von E nach W verlaufenden blauen Himmelsstreifen ab. Jenseits von
ihm erheben sich hinter den Bergrändern weiße Wolkenköpfe. Im W drängen
sich die Haufenwolken mehr und mehr zusammen, der Fernbliceck unter ihnen
ist behindert. Um 11%% sind der südwestlich liegende Ndjofu-Berg und die in
weiterer Entfernung gelegenen Höhen vollkommen in Nebel gehüllt, Es sieht
Aus, als ob es in jenem Landstrich regne,
125r Der Wind hat auf S3 gedreht, Das Thermometer, das heute schon
einmal. 24° zeigte, ist auf 23° gefallen. Am Lükwangule ziehen sich Nebelfetzen
wieder tief herab. Die Wolkendecke über uns, die noch vor einer halben Stunde
der Sonne zuweilen einen Durchblick gewährte, hat sich gänzlich geschlossen.