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Full text: 64, 1936

Kleinere Mitteilungen, 
113 
Kleinere Mitteilungen, 
i. Hydrographische Untersuchungsfahrten in die Nord- und Ostsee mit 
dem EB. F. D. „Poseidon“. (Hierzu Tafeln. 14 und 15!)) 1. Hoofden-Fahrt des 
R.F.D. „Poseidon“ vom. 3, bis 26. Januar 1935, 
Die fisehereibiologischen Arbeiten der Deutschen wissenschaftlichen Kommission 
für Meeresforschung führten zu einer Ausdehnung der 1982 und 1933 mit dem 
R. F. D, „Poseidon“ in der Deutschen Bucht ausgeführten Untersuchungen?) nach 
dem Gebiete der Hoofden und der Straße von Dover. Die Anlage der Fahrt ließ 
sich so gestalten, daß die hydrographischen. Beobachtungen nicht nur eine not- 
wendige Gründlage für die fischereibiologischen Arbeiten bildeten, sondern auch 
für die Ableitung einer Darstellung der regionalen Verteilung der hydrographi- 
schen Faktoren über ein größeres zusammenhängendes Gebiet benutzt werden 
könnten (vgl. Karte 1 auf Tafel 14). 
Die Fahrt begann am 3, Januar 1935 in Wesermünde und. führte über 
Helgoland nach dem Puzzle Hole, dem Outer Silver Pit und Yarmouth-Reede 
(7, I), dann wurden die Schnitte Lowestoft-Schouwenbank (Stat, 16—21) und 
Thorntonbank-Themsemündung (Stat. 22—27) ausgeführt; von hier ging die Fahrt 
in die Straße von Dover und von Beachy Head quer über den östlichen Teil 
des Kanals (Stat. 35—41), dann an der franz. Küste entlang bis West-Hinder- 
Feuerschiff (13. I). Nach Erledigung der beiden Schnitte Westhinder-Sunk-Feuer- 
schiff (Stat. 51—54) und Sunk-Feuerschiff-Schouwenbank-Maasfeuerschiff wurde 
Vlaardingen. zur Ergänzung‘ der Wasser- und Kohlenvorräte angelaufen (15. I). 
Weiter führte der Weg über die Tiefe Rinne nach dem Texeler Seegat und 
Haaks-Feuerschiff, von hier wurden die Hoofden gequert und dann Lowestoft 
angelaufen, wo das dortige Fischereilaboratorium besucht wurde (19. I). Im 
Anschluß hieran wurde westlich der Tiefen Rinne gearbeitet und dann. auf den 
Schnitten Outer Silver Pit-Tea Kettle-Hole (Stat. 89—92) und von dort nach 
Terschellinger Bank (Stat. 92—97) und Austerngrund (Stat. 98—102), Am 24.1. 
traf „Poseidon“ in Helgoland ein und 26. I.in Bremerhaven. Die in der Deut- 
schen Bucht beabsichtigten Arbeiten mußten wegen. schlechten. Wetters zunächst 
verschoben werden. 
Die Fahrtleitung hatte Prof. Hagmeier-Helgoland; als Hydrographen waren 
an Bord: Dr. Zorell und Dr. Kalle von der Deutschen. Seewarte sowie cand, 
rer, nat, E. Goedecke, 
Insgesamt wurden 112 hydrographische Stationen. gewonnen mit je 347 Tem- 
peratur- und Salzgehaltsbeobachtungen, dazu 85 Oberflächenproben für Sauer- 
stoff- und 820 Oberflächenproben für Alkalinitätsbestimmungen; am weiteren 
213 Punkten wurde Temperatur und Salzgehalt des Oberflächenwassers bestimmf. 
An 164 Wasserproben wurden Bestimmungen der Trübung, des Gehaltes an 
Silikat, Nitrit, Phosphat, Gesamtphosphor und gelöstem Phosphor durchgeführt 
und endlich einige quantitative Farb- und Sichttiefenmessungen, 
Vervollständigt wurde das Netz der Beobachtungen des R. F. D, „Poseidon“ 
dadurch, daß dank des Entgegenkommens der Reederei Kirsten und der betei- 
ligten Schiffsoffiziere auf den zwischen Hamburg und London verkehrenden 
Dampfern „Portia“, „Jessica“ und „Hermia“ auf 12 Reisen stündlich die Ober- 
fNächentemperaturen. gemessen und Wasserproben entnommen wurden an insgesamt 
225 Punkten. Eine weitere Ergänzung bilden die auf der dänischen Route Esbjerg- 
Harwich sowie auf den holländischen Feuerschiffen Terscheillinger Bank, Noord 
Hinder, Haaks und Maas gewonnenen. Oberflächenbeobachtungen. 
Die geplanten weiteren Untersuchungen in der Deutschen Bucht wurden auf 
einer Fahrt des R. F. D. „Poseidon“ vom 7, bis 13, März nachgeholt, auf welcher 
von der Staatlichen Biologischen. Anstalt auf Helgoland hydrographische Daten 
gesammelt wurden (t und $). 
2, Ostseefahrt des R, F.D. „Poseidon“ vom 14, März bis 3, April 1935, 
Diese Fahrt schloß sich unmittelbar an die soeben erwähnte Fahrt in die 
1y Anschließend an den Bericht ds, Ztschr, 1934, S. 1161£
	        
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