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Full text: 64, 1936

Johansson, 0. V.: Die Temperaturverhältnisse Spitzbergens (Syalbard). 89 
Hier ist a — 0.9 + [0.4 (n —1912) —3.6], wobei die eckige Klammer nur für 
=: 1912—20 in Frage kommt. Die Werte der Zirkulation z werden hier !/, Jahr 
früher genommen, Die ursprüngliche 19jährige ausgeglichene Reihe t-+ 7,5 
hat die mittlere Abweichung - 1.54. Eliminiert man nur a, wird diese Anomalie 
um 41% vermindert zu 59%, und wenn noch z eliminiert wird, bleibt der Rest 
Ay übrig (vgl. Tab. 5) mit der Abweichung 0.39 oder 25%, der ursprünglichen, 
Wir sehen somit, daß die beiden Glieder a und z 75%, der Schwankungen der 
Reihe darstellen. Durch Zufügen einer 6jährigen Periode (—0.4, —0.4, 0.0, + 0.4, 
+ 0.3, + 0.1) läßt sich 4 auf 17%, herabsetzen. ; 
Wie man Jeicht sieht, kann man setzen: 
a = —0,9 + 0.2 (n — 1912) —0.2|n.—1921 |, 
wo|n—1921' wie gewöhnlich den numerischen Betrag‘ dieser Zeitdifferenz bedeutet, 
Man kann also a als Summe zweier langen Perioden auffassen, die längere mit 
einem Maximum näch 1930, die kürzere mit einem Maximum ungefähr 1921, 
Diese. Formeln sind hauptsächlich geeignet, den allgemeinen Charakter 
der betreffenden eigentümlichen Temperaturreihbe darzulegen. Am. einfachsten 
und. natürlichsten scheint die Synthese 3), welche zeigt, daß wahrscheinlich. die 
Zirkulation und zwei lange Perioden */, der Schwankungen bestimmen. Es ist 
natürlich unmöglich, Perioden von 20—40 Jahren aus einer 20jährigen Reihe 
genauer festzustellen, Sehr unwahrscheinlich ist aber, daß regelmäßige Perioden 
mit Amplituden von 2—4° vorliegen, 
Vergleichungen mit anderen Jahren und Gegenden wie aueh mit 
sonstigen Elementen, Die obigen Ergebnisse wollen wir weiter durch einige 
Vergleichungen verschiedener Art beleuchten. Bei Hann (Klimatologie III S. 623) 
sind, wie oben erwähnt, Mittelwerte für acht frühere Jahre mitgeteilt, Diese 
gelten. für verschiedene Stellen des Spitzbergengebiets; nach den in Tabelle 3 
angeführten reduzierten Mitteln der betreffenden Gegenden geben wir in 
Tabelle 6 die Abweichungen von den normalen Mitteln der Jahreszeiten an. 
Weil die Sommerwerte in den letzten drei Fällen fehlen, sind die Jahres- 
mittel durch Annahme einer Abweichung Null des Sommers gebildet. Beinahe 
alle Jahresmittel sind also unternormal, Aus den beigefügten KRelativzahlen 
sehen. wir, daß bei dem Fleckenminimum 1901 im Mittel für drei Jahre die Ab- 
weichung —9, in der Nähe der Maxima jedoch —36 (1895) und —16 (1905) ist. 
Im Mittel ist also die Änderung (pro r==52) —1.7° oder 0.033 pro r==1. Auf 
Seite 87 hatten wir für die Jahre 1919—31 0,.045° erhalten. Nehmen wir wie 
oben für 1912—18 0.03 an und korrigieren die Jahresmittel mit 0.3 (r=—42), so 
erhalten wir die in der letzten Reihe angeführten korrigierten Jahresmittel, Diese 
sind zumeist noch deutlicher negativ, seit 1894 im Mittel für sechs Jahre —1,8°, 
Die Abweichung ist also ähnlich, wie wir für 1912—18 fanden (—2,3°, Für die 
Jahre 1872—73 und 1882—83 fällt die Temperatur sowohl reduziert als unreduziert 
höher aus, etwa so wie nach 1918, 
Weiter sei in Tabelle 7 für 1922-—31 Green Harbour (GH), die Bäreninsel (B), 
Jan Mayen (JM), Vardö (V), Skomvaer (S) und Karasjok (K) verglichen, 
Die Werte für GH und B sind teils unverändert, teils auch für die Flecken- 
periode korrigiert angegeben, Dabei haben wir für B die Hälfte der obigen 
Korrektionen für GH angewandt, 
Wir finden hierbei, daß GH. und B sehr gut untereinander, oft auch mit den 
Stationen. in größerer Entfernung übereinstimmen*), Der oben angenommene 
Sprung in GH um 1923 oder 1924 ist in diesen unausgeglichenen Zahlen nicht 
zu erkennen, Von Interesse ist auch, daß JM besser mit S als mit GH und B 
übereinstimmt, z.B. in den Jahren 1924—25, 192829 und 1981. In dem Polär- 
jahr 1882-83 wurde in JM die Jahrestemperatur —2,3° erhalten, also 2.3° niedriger 
als das Mittel 1922—31 und. 1,7° kälter als das kälteste von diesen Jahren (1927), 
Gleichzeitig war Spitzbergen (Eisfjord-Svalbard Radio, vgl. Tabelle 6) 0.4° über- 
normal oder 1° kälter als 1922—31, reduziert um. 0.4° kälter. Die Bäreninsel 
wiederum hatte 1865—66 die mittlere. Temperatur —4,9°, also 2,8° niedriger als 
1) Der Wert B für 1922 ist nach GH extrapoliert, 
Ann, d, Hydr. usw. 1936; Helt 11T
	        
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