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Full text: 62, 1934

Peppler, W.: Studie über die Aerologie des Nebels und Hochnebels, 51 
Erwärmung ein, die im wesentlichen. durch die Umwandlung der Wetterlage zum 
antizyklonalen, die Bildung tiefer Schichtwolken begünstigenden Typus verur- 
sacht ist, und zwar durch dynamische Erwärmung an Abgleitflächen absinkender 
Luftmassen.. 
Wie die. drei letzten senkrechten Spalten der Tabelle 2 weiter zeigen, .ist 
die Abkühlung am größten (in der Schicht, in.der am nächsten Morgen die 
Oberfläche der Schichtwolken liegt, während sie im Niveau der‘ Wolkenbasis 
geringer ist. Die Erwärmung ist andererseits am größten in der Schicht, in 
der die obere Grenze der sich ausbildenden Wolkeninversion liegt. Ähnlich. ver- 
hält sich die ‚potentielle Temperatur, wie aus Tabelle:3 hervorgeht. | 
Tabelle 3. Änderung der potentiellen Temperatur (7b Vm bis 7b Vm). 
„Höhe m... | 400 (unten) | 500 | 1000 | 1500 | .2000 
Mittlere Änderung der potentiellen Temperaturen | — 0.99 — 0.9° | + 0.79 | 42,80 | +2.0° 
Zahl der positiven Anderungel ......0.000000000 21 21 33 48 37 
Zahl der negativen Änderungen .........000000 38 | 38 | 26 I 18 12 
In der bodennahen Schicht nimmt die potentielle Temperatur im Mittel ab, in 
den höheren Schichten in stärkerem Maße zu. Das Verhältnis der Zahl der positiven 
zu der Zahl der negativen Änderungen ist ungefähr das gleiche wie in Tabelle 2. 
Die Abkühlung in der bodennahen Luftschicht wird entweder durch Zufluß 
kälterer Luft oder durch Wärmeausstrahlung in annähernd‘ denselben stag- 
nierenden Luftmassen verursacht sein. Eine Trennung der beiden Ursachen ist 
in den meisten Fällen kaum möglich, da sie meist zusammenwirken. Es ist im 
Alpenvorland ‚auch sehr schwierig, zwischen reinen Ausstrahlungsnebeln und 
Luftmassennebeln‘ streng zu unterscheiden. Ganz überwiegend dürfte es. sich 
um Strahlungsnebel handeln, begünstigt durch eine charakteristische Umwand- 
Jung zu antizyklonaler Wetterlage, verbunden mit Auflösung der höheren Wolken, 
Abtrockung durch absinkende Bewegung in den höheren Schichten und damit 
stärkerer Wärmeausstrahlung der. unteren. Luftschichten; es sind daher die 
aerologischen Vorgänge in den höheren Schichten von größter Wichtigkeit für 
die Nebelbildung. ; ; ; 
2, Feuchtigkeit. ; 
Tabelle 4. Änderung der relativen Feuchtigkeit (7b Vm bis 7b Vm). 
A Wol- | wur Obere Grenze 
400 | ! } ; Wolken- 
300 | 1000 ! 1509 | 2000 | ken- | ©R- | der Wolken- 
(unten) | | yeater oberfiäche u remion 
Höbe m... 
Mittlere Änderung der relativ. 
Feuchtigkeit .............. +5% 47% |— 5% | 20%'— 19%!+10% 414%! —23% 
Zahl der positiven Änderungen | 46 / 49 | 27 / 11 ‘10 | 55 | 54 „8 
Zahl der negativen Anderungen 13 10 32 47 | 46.| 4 5 51 
In der bodennahen Schicht nimmt die relative Feuchtigkeit seit dem Morgen 
des Vortages zu, in höheren Schichten in stärkerem Maße ab. Die Zunahme ist 
am größten in dem Niveau, in das die Wolkenoberfläche zu liegen kommt, wo 
auch die Abkühlung am stärksten ist. Die Abnahme der relativen Feuchtigkeit 
ist. dagegen am größten: in. dem Niveau, in dem die obere Grenze der Wolken: 
inversion später auftritt. In der bodennahen Schicht überwiegen stark die Fälle 
mit Zunahme, in den oberen Schichten die Fälle mit Abnahme der relativen 
Feuchtigkeit, dazwischen liegt bei etwa 1000 m eine neutrale Zone, in der die 
Zunahme und Abnahme fast gleich häufig ist. 
Tabelle 5. Änderung der spezifischen Feuchtigkeit. 
400 (unten) | 500 | 1000 | 1500 | 2000 - 
Höhe m... ' 
Mittlere Änderung der spezif. Feuch- 
Wa ZERBENKES EDER Ge 
Zahl der positiven Änderungen ....... 
Zahl der negativen Änderungen ...... | 
40.02 % |-40.03% —0.08% | — 0.38 9 
hg An A 
338 32 31 „35 | 
—0.349 
160 
32
	        
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