Peppler, W.: Studie über die Aerologie des Nebels und Hochnebels, 51
Erwärmung ein, die im wesentlichen. durch die Umwandlung der Wetterlage zum
antizyklonalen, die Bildung tiefer Schichtwolken begünstigenden Typus verur-
sacht ist, und zwar durch dynamische Erwärmung an Abgleitflächen absinkender
Luftmassen..
Wie die. drei letzten senkrechten Spalten der Tabelle 2 weiter zeigen, .ist
die Abkühlung am größten (in der Schicht, in.der am nächsten Morgen die
Oberfläche der Schichtwolken liegt, während sie im Niveau der‘ Wolkenbasis
geringer ist. Die Erwärmung ist andererseits am größten in der Schicht, in
der die obere Grenze der sich ausbildenden Wolkeninversion liegt. Ähnlich. ver-
hält sich die ‚potentielle Temperatur, wie aus Tabelle:3 hervorgeht. |
Tabelle 3. Änderung der potentiellen Temperatur (7b Vm bis 7b Vm).
„Höhe m... | 400 (unten) | 500 | 1000 | 1500 | .2000
Mittlere Änderung der potentiellen Temperaturen | — 0.99 — 0.9° | + 0.79 | 42,80 | +2.0°
Zahl der positiven Anderungel ......0.000000000 21 21 33 48 37
Zahl der negativen Änderungen .........000000 38 | 38 | 26 I 18 12
In der bodennahen Schicht nimmt die potentielle Temperatur im Mittel ab, in
den höheren Schichten in stärkerem Maße zu. Das Verhältnis der Zahl der positiven
zu der Zahl der negativen Änderungen ist ungefähr das gleiche wie in Tabelle 2.
Die Abkühlung in der bodennahen Luftschicht wird entweder durch Zufluß
kälterer Luft oder durch Wärmeausstrahlung in annähernd‘ denselben stag-
nierenden Luftmassen verursacht sein. Eine Trennung der beiden Ursachen ist
in den meisten Fällen kaum möglich, da sie meist zusammenwirken. Es ist im
Alpenvorland ‚auch sehr schwierig, zwischen reinen Ausstrahlungsnebeln und
Luftmassennebeln‘ streng zu unterscheiden. Ganz überwiegend dürfte es. sich
um Strahlungsnebel handeln, begünstigt durch eine charakteristische Umwand-
Jung zu antizyklonaler Wetterlage, verbunden mit Auflösung der höheren Wolken,
Abtrockung durch absinkende Bewegung in den höheren Schichten und damit
stärkerer Wärmeausstrahlung der. unteren. Luftschichten; es sind daher die
aerologischen Vorgänge in den höheren Schichten von größter Wichtigkeit für
die Nebelbildung. ; ; ;
2, Feuchtigkeit. ;
Tabelle 4. Änderung der relativen Feuchtigkeit (7b Vm bis 7b Vm).
A Wol- | wur Obere Grenze
400 | ! } ; Wolken-
300 | 1000 ! 1509 | 2000 | ken- | ©R- | der Wolken-
(unten) | | yeater oberfiäche u remion
Höbe m...
Mittlere Änderung der relativ.
Feuchtigkeit .............. +5% 47% |— 5% | 20%'— 19%!+10% 414%! —23%
Zahl der positiven Änderungen | 46 / 49 | 27 / 11 ‘10 | 55 | 54 „8
Zahl der negativen Anderungen 13 10 32 47 | 46.| 4 5 51
In der bodennahen Schicht nimmt die relative Feuchtigkeit seit dem Morgen
des Vortages zu, in höheren Schichten in stärkerem Maße ab. Die Zunahme ist
am größten in dem Niveau, in das die Wolkenoberfläche zu liegen kommt, wo
auch die Abkühlung am stärksten ist. Die Abnahme der relativen Feuchtigkeit
ist. dagegen am größten: in. dem Niveau, in dem die obere Grenze der Wolken:
inversion später auftritt. In der bodennahen Schicht überwiegen stark die Fälle
mit Zunahme, in den oberen Schichten die Fälle mit Abnahme der relativen
Feuchtigkeit, dazwischen liegt bei etwa 1000 m eine neutrale Zone, in der die
Zunahme und Abnahme fast gleich häufig ist.
Tabelle 5. Änderung der spezifischen Feuchtigkeit.
400 (unten) | 500 | 1000 | 1500 | 2000 -
Höhe m... '
Mittlere Änderung der spezif. Feuch-
Wa ZERBENKES EDER Ge
Zahl der positiven Änderungen .......
Zahl der negativen Änderungen ...... |
40.02 % |-40.03% —0.08% | — 0.38 9
hg An A
338 32 31 „35 |
—0.349
160
32