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Full text: 62, 1934

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Annalen der Hydrographie uhd Märitimen Meteorologie, Februar 1934. 
Bezüglich des Temperaturgradienten sind die Unterschiede zwischen Nebel 
und Stratus gering. .Der Gradient ist bei Nebel in der Wolkenschicht etwas 
größer als bei.Stratus und. entspricht in beiden Fällen ungefähr der mittleren 
Kondensationsadiabate; es kommen. jedoch. auch stärkere Abweichungen von 
diesem Mittelwert vor, Der Gradient unterhalb der Stratusbasis bleibt bemerkens- 
werterweise erheblich kleiner als der der Trockenadiabate, die Schicht befindet 
sich offenbar nicht im Zustande vollkommener Turbulenzmischung, Der Betrag 
der Inversion ‚ergibt sich für Nebel wesentlich größer als für Stratus, Über der 
Wolkeninversion ist der Gradient: relativ klein. * 
Bei der relativen Feuchtigkeit ergibt sich für Basis und Oberfläche der 
Schichtwolke im Mittel ungefähr Sättigung, stärkere Abweichungen kommen vor, 
doch‘ ist es bei der Unsicherheit der Feuchtigkeitsmessung fraglich, ob sie reell 
sind. Über der Wolke nimmt die Feuchtigkeit sehr stark ab bis zur oberen 
Grenze‘ der Inversion, bei Nebel in stärkerem Maße als bei Stratus, darüber 
bleibt sie konstant, 
Die Wolkeninversion liegt. bei Stratus entsprechend der höheren Lage der 
Kondensationsschicht um etwa 200 m höher als bei Nebel, doch ist die Mächtig- 
keit des Nebels ungefähr die gleiche‘ wie beim Stratus. Zwischen dem Ver- 
halten der Wolkenschicht . und den aerologischen Zuständen scheinen einige 
Korrelationen zu bestehen, die, soweit sie ein eindeutiges Resultat ergeben, mit- 
geteilt seien, ; . 
Zunächst scheint eine Korrelation zwischen der Mächtigkeit der konden- 
sierenden Schicht und der Mächtigkeit der Wolkeninversion vorhanden zu sein 
und zwar derart, daß die Tendenz besteht, daß die Mächtigkeit der Inversion 
mit der Wolkendicke wächst, wie nachfolgende Zahlen zeigen: 
Wolkehdieke .,....... «200m 200 bis 300 m : 300 bis 400m 400 bis 500 m ' 
Inversionsbetrag ....1 5.69 629 „7.39 8.4° 
Mit der Mächtigkeit der Wolkendicke wächst der Betrag der Temperätur- 
umkehr an. ‘ ; . . 
Ferner hat sich eine Beziehung zwischen der Windgeschwindigkeit (Mittel 
aus‘ der Geschwindigkeit an der Wolkenbasis und der Wolkenoberfläche) ergeben: 
v.in m/sec. .... Obis05 21.0bis15 20bis25 3.0bis 35 4.0 bis 4.5 >50 
Wolkendicke .. 290m 300 m 310 m 320 m 340 m 430 m. 
Mit zunehmender Geschwindigkeit wächst demnach die Wolkendicke, eine 
Beziehung, die auf einen mäßigen Einfluß der turbulenten Durchmischung hin- 
weisen würde. Weitere Bemühungen, solche, aerologischen Korrelationen auf- 
zudecken, waren nicht von Erfolg begleitet, höchstens ist eine Abhängigkeit 
zwischen Windrichtung und, Wolkendicke festzustellen, den man unter dem Ein- 
fluß der ‚Stauung bei nördlichen Winden auch erwarten sollte. Für Winde mit 
Südkomponente findet man eine mittlere Wolkendicke von 290 m, für solche mit 
Nordkomponente von 350 m. 
Die Änderung der meteorolögischen Elemente bei Entstehung von Nebel und Stratus. 
1. Temperatur. 
Pahelle?2 Temneraturänderung (7Zb Ym bis 7b Vm)ı 
SE Wol- ) | Obere Grenze 
| Wolken- —_. 
1 ) 1500 2 ken- S Se Wolken- 
500 * 1000 000 ha ‚oberfläche! "uareian 
Höhe m... 
400 
unten} 
Ta | | - 
Mittlere Teimnperaturänderung | FULL Bea — 2,30 | 43.19 
Zähl der positiven Anderungen | 21 21 37 SO 38 17 11 54 
Zahl der negativen Änderungen | 38 38 122 7 2 iQ 48 ) 8 
„. . Für die Temperaturänderung seit dem Morgen des Vortages ergibt sich für 
die bodennahe Luftschicht. bis zu einigen hundert Metern Höhe über der See- 
oberfläche, also-für die ‚Schicht, in der am folgenden Morgen sich Nebel und 
Hochnebel. bildet, im Mittel eine Abnahme von etwa 1°, Die Fälle mit Abkühlung 
überwiegen stark. In größerer Höhe über der Wolkenoberfläche tritt stärkere 
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