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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 62 (1934)

Ann. d. Hydr. usw., LXII. Jahrg, (1934), Heft XII. 
469 
Turbulente Schwankungen von Wind und Temperatur in der bodennahen 
Luftschicht als Austauschproblem. 
Von Heinz Lettau, Leipzig. 
Zur Untersuchung der turbulenten Schwankungen einiger meteorologischer 
Elemente wurden am Geophysikalischen Observatorium wiederholt Registrierungen 
von Windgeschwindigkeit, Temperatur und auch unmittelbar von dem vertikalen 
Temperaturgradienten auf elektrischem Wege unternommen. Dabei wurde von 
vornherein die zeitliche Länge jeder Aufzeichnung im allgemeinen stark beschränkt 
zugunsten einer möglichst weiten Zeitskala; soll ausschließlich die turbulente 
Natur des meteorologischen Geschehens und kein Wärmehaushalt oder ähnliches 
Temperaturverlauf 35cm über dem Boden. 
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Windverlauf 95cm über dem Boden. 
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Registrierung von Temperatur und Wind mit großer Zeitskala, 
Versuchswiese des Geophysikalischen Observatoriums am Collm, 25. September 1934. 
untersucht werden, so erwiesen sich Registrierlängen von wenigen, etwa drei bis 
vier Minuten Dauer als ausreichend, wobei dann aber eine Auswertmöglichkeit 
mindestens für jede Sekunde gewährleistet sein muß. Zur Verwendung kam bei 
den hier besprochenen Aufzeichnungen eine Minutenlänge auf dem Photopapier 
von 3%, cm. Die Abbildung stellt den Verlauf einer Temperatur- und an- 
schließenden Windregistrierung am 25, IX. 1934 auf der „Versuchswiese“ des 
Observatoriums am Collmberg dar, deren Auswertung hier etwas eingehender 
behandelt sei. 
Die Versuchsanordnung war dabei folgende: 95 cm über dem Boden be- 
fanden sich nebeneinander ein Widerstandsthermometer und ein Albrechtsches 
Widerstandsanemometer, beide aus Spiralen von 0.04 mm starkem Nickeldraht an- 
gefertigt und gegen etwaige Einwirkung von Strahlung mittels eines weiß 
lackierten Holzgehäuses geschützt. In der gleichen Vertikalen hingen in 50 cm 
und 140 cm Höhe über dem Boden gleichzeitig zwei ABmannsche Psychrometer, 
die zur Ableitung von mittlerer Temperatur und mittlerem vertikalen Tempe- 
raturgradienten dienten, während sich in 60 cm und 150 cm über dem Boden 
die Schalenkreuze zweier Fueßscher Handanemometer zur Messung von mittlerem 
Wind und vertikalen Windgradienten befanden. Die neu eingerichtete Anlage 
der sogenannten „Versuchsstation“ des Geophysikalischen Observatoriums mit 
Ann, d, Hydr. usw, 1934, Heft XIL.
	        
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