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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 62 (1934)

144 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1934, 
auch bei den Sichtmessungen an der Kimm hervortreten, aber selbstverständlich 
in einer von der Kimmentfernung abhängigen Weise; denn der yon der Kimm 
zum Beobachter gelangende Lichtstrahl durchsetzt im allgemeinen Schichten 
mit sich stetig ändernder Dichte und somit sich auch ändernder Trübung, so 
daß die Gesetze der Lufttrübung beim Durchlaufen der Horizontalschichten 
zwischen. Kimm und Beobachter einer Varlierung mit der Höhe unterworfen 
sind. Der steile Abfall der o-Kurye mit dem allmählichen Übergang zur Konstanz 
ist dadurch bedingt, daß in den geringen Höhen das Gefälle der Dichte und des 
Salzgehaltes am stärksten ist und sich gerade dort die Trübungen häufen. Ob 
die Neigung in dem steilen Abfall nun ganz den Tatsachen entspricht, läßt sich 
nicht unbedingt sagen, da auf die Ungenauigkeit der ersten o- und «:-Werte 
schon hingewiesen wurde, 
An und für sich genügen die Konstantenkurven in ihrer Genauigkeit völlig 
den Ansprüchen der Praxis; denn die den Kurven zugrunde gelegten Mittelwerte 
gewährleisten der Fehlerbetrachtung nach infolge der zahlreichen Einzelwerte 
eine ausreichende Sicherheit. Weitere wichtige Aufschlüsse über das Verhalten 
von & und a, in den verschiedenen Höhen würden sich finden lassen, wenn die 
g- und a,-Kurven in ihrem Verlauf bei den größeren und den ganz geringen 
Kimmentfernungen vorliegen, Größere Entfernungen ließen sich nicht erreichen, 
da die nötigen Höhen nicht vorhanden sind; unter 4 km (Augenhöhe etwa 1 m) 
konnten auch keine Beobachtungen gemacht werden, da die sich einstellenden 
Ungenauigkeiten und Schwierigkeiten zu groß sind. 
Bei der praktischen Anwendung der Kimm-Sichtmessung gehen das beob- 
achtete @« und die der Höhe entsprechende Kimmentfernung wie üblich in die 
ursprüngliche Sichtformel ein. Dabei sind noch das der Entfernung ent- 
sprechende a, und g in die Sichtformel aufzunehmen. 
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74.
	        
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