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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 62 (1934)

422 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1934. 
stimmten Zweck damit, der in einer weiteren wichtigen Anwendungsmöglichkeit 
zu suchen ist. Darüber soll jedoch erst eine spätere Mitteilung handeln. 
Tabelle 2. 
Patient 
n= 10 
Fr 
Y 
zZz=UuU— rt | z—2% 
{(z— zyi 
O4 
—1,6 
—02 
—19 
—0.1 
3,4 
37 
08 
EC 
| 
A 
m 
— 0.35 
4 0.82 
1.3 — 0.28 
1.3 — 0.28 
0.0 — 1.58 
1.0 — 0.58 
1,8 40.22 
0,8 — 0.78 
“A | +3,02 
0.18 
0.14 
0,67 
0.08 
0.08 
2.50 
0.34 
0.05 
0.61 
9.12 
0.03 
+ 
( 
u {r 
4,4 
Rh 
1 
4 
20 
x 
+=0.75 | ü=238 | 2=1,88 | 1S=13.62 | 
8 = 13.62:9 == 1,513 
Gegeben seien folgende Niederschlagsreihen, die die Beobachtungen an zwei 
Stationen wiedergeben, Die mitgeteilten Zahlen sind die Jahressummen in Milli- 
Tabelle 3. meter (Tabelle 3). 
Rein anschauungsgemäß wird man 
natürlich die Station u für regen- 
reicher halten, also u®* 7> v°, Die Nach- 
prüfung mit Hilfe des P-Kriteriums 
liefert aber folgendes: es ist t=— 0.74 
und n = 5, es folgt aus unserer Tabelle 
P==0.749. An und für sich ist die 
Wahrscheinlichkeit hoch, aber unter 
a Berücksichtigung der Tatsache, daß 
- — — > bei Gleichheit der beiden Reihen eine 
Wahrscheinlichkeit von 0.500 auftritt, erscheint uns diese Wahrscheinlichkeit doch 
klein. Im allgemeinen sieht man das Kriterium erst als erfüllt an, wenn P > 0.90 
ist. Nach Maßgabe der speziellen Umstände kann die Grenze noch weiter ver- 
schärft oder gemildert werden. Daher schließen wir in unserem Beispiel folgendes: 
Es läßt sich keine Entscheidung darüber fällen, ob nun wirklich u° > v® ist, 
oder anders: solange nicht mehr Material vorliegt, sind wir nicht berechtigt zu 
behaupten, daß u° > v°, wenn auch die Tendenz in der Richtung liegt. 
Den Einfluß der Anzahl der Einzelwerte und der Differenz ersieht man deutlich 
an dem nächsten Beispiel, das in zwei Teilen gerechnet werden soll (Tabelle 4). Es 
handelt sich um den Vergleich der Temperatur- 
werte (Jahresmittel) der Stationen Bremen (v) und 
Münster (u) in den Jahren 1922 bis 1927, welche 
Werte gerade zur Hand lagen. Wir behandeln 
zunächst die letzten vier Wertepaare. Hieraus 
berechnet sich z= 01 und s; = 0.0707. Mit 
n=4 und t= 1.41 ergibt sich P = 0.873, 
Unser Kriterium P >> 0.90 ist somit nicht erfüllt. 
Aus dieser Gegenüberstellung läßt sich nicht 
kam - ableiten, daß Münster im Mittel wärmer ist 
als Bremen und noch viel weniger um welchen Betrag. 
Wir benutzen nun sämtliche sechs Paare und berechnen daraus folgende 
Größen: Z-=0.25, 8 =0.123, t=221 und daraus nun P=0,961. Erst jetzt ist 
unser Kriterium erfüllt. Es läßt sich behaupten, daß Münster um —0.25°C 
wärmer ist als Bremen. Die vier Werte gaben die Verhältnisse nicht eindeutig 
genug wieder. Die errechnete Differenz war zu klein. Prüfen wir nun wirklich 
die Werte nach, so sehen wir, daß im 20jährigen Mittel die Differenz sich sogar 
genau zu 0.25°C ergibt. Diese genaue Übereinstimmung ist natürlich doch etwas 
zufällig. (Bremen 9.09 und Münster 9.34, Differenz 0.25° C.)
	        
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