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Full text: 62, 1934

Keil, K.: Der Zustand der freien Atmosphäre über Hamburg während des Polarjahres 1932/33. 411 
lichen, der März westlichen, nur in 4 bis 5 km durch östliche Bewegung ab- 
gelösten Lufttransport. Nach Bewegung aus Nordwest im April folgt ein Mai und 
Juni mit Bewegung aus Norden bzw. Osten. Der Juli und August bringen wieder 
westlichen, der Septem- 
ber nordöstlichen und 
nördlichen Lufttrans- 
port. Bringen wir mit 
diesen Angaben die 
Windgeschwindigkeiten 
in Zusammenhang, so 
finden wir zu nordöst- 
lichen Lufttransporten 
im Mai und September 
geringe Windgeschwin- 
digkeiten, während 
westliche Winde mit 
den großen Geschwin- 
digkeiten zusammen- 
fallen, 
In der Tabelle 11 
habe ich endlich die 
prozentische Häufig- 
keit der verschiedenen 
Windrichtungen für 
bestimmte Windgeschwindigkeitsstufen zusammengestellt, Die Stufen sind 
die von der Internationalen Luftfahrtkommission festgestellten, die ich auch in 
meinen anderen Zusammenstellungen benutzt habe, 
Ein rascher Blick durch die Reihen dieser Zahlentafeln zeigt, daß auch hier 
wieder der rasche Wechsel in den Richtungen und Geschwindigkeiten von Monat 
zu Monat auftritt. Von Einzelheiten, die man bei der Betrachtung der Zahlen 
bemerkt, nenne ich hier nur das Vorherrschen der mäßig starken östlichen Winde 
im Januar und Februar, die besonders auffallende Drehung der häufigsten Wind- 
richtung im April von Süd (in 2 km) über Südost und Ost nach Nord in 4 bis 
5 km, die größte Häufigkeit von Nord- und Ostwinden im Juni 1933, die Drehung 
von West auf Ost im Juli. Auf diese Tabelle wird man bei einer vergleichenden 
Darstellung der verschiedenen Ergebnisse aus der Zeit des Polarjahres noch 
häufig zurückkommen müssen. 
Abgeschlossen: 25. Juni 1934, 
. 
Der Einfluß vorausgehender Weltwetterstörungen auf Überschwemmungen 
und Dürren im Tale des Yangtsekiang. 
Von F. B. Groissmayr, Passau. 
Anlaß zu vorliegender Untersuchung gab mir die beispiellose Hochwasser- 
katastrophe des Yangtsekiang im Juli 1931. An Hand langjährigen statistischen 
— dem Werke von P. E. Gherzi, S. J.1): „La pluie en Chine“, entnommenen — 
Materials war es mir möglich, die Sommer- und Herbstregenfälle am Mittel- und 
Unterlaufe des Yangtse mit dem vorhergehenden Weltwetter in Beziehung zu 
setzen und den Versuch einer Vorhersagegrundlage zu geben, — Der Regenfall 
am Yangtse zeigt eine sehr deutliche jährliche Periode, mit dem Maximum im 
Juni, dem Minimum im Dezember; nach Hann’ ist sie wie folgt: 
Jährliche Periode des Niederschlages am Yangise, 
I N HI IV Y VI VII VIEL IX X XI XI Jahr 
39 45 68 111 212.7 167 135 99 75 78 40 16*°% 118 cm, 
‘) Observatoire de Zikawei, Chang-hai 1928, — ?%) Hann: „Handbuch der Klimatologie 111“, S. 304,
	        
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