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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 62 (1934)

Ann. d. Hydr. usw., LXII. Jahrg. (1934), Heft IX. 
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Die Deutsche Seewarte und ihre Zukunft. 
Die Einführung des Präsidenten Dr. F. A. Spieß. 
Fast sechs Jahrzehnte sind seit der Gründung der Deutschen Seewarte verstrichen. Der 
14. August 1934 hat einen neuen Abschnitt in der Entwicklung des Institutes eingeleitet. An diesem 
Tage wurde der neue Präsident der Anstalt, Konteradmiral a. D. Dr. h. c. Fritz August Spieß, 
in sein Amt eingeführt von Herrn Staatssekretär Milch als Vertreter des Reichsministers der 
Luftfahrt und von Herrn Vizeadmiral Heunusinger von Waldegg als Vertreter des Reichswehr- 
ministers (Chef der Marineleitung), Zugegen waren Vertreter der Reichsregierung, der Ham- 
burgischen Regierung, des Luftlahrt-, Wehr- und Verkehrsministeriums, der deutschen Schiffahrts-, 
Luftverkehrs-, Wirtschafts- und Wissenschaftskreise. 
Das Ereignis steht in engstem Zusammenhang mit der Neuorganisation des Reichswetter- 
dienstes; es bildet einen Markstein in der Geschichte des Neumayer-Institutes, Die gehaltenen 
Ansprachen sind für die Zukunft der Anstalt von grundlegender Bedeutung, werden daher im 
'olgenden vollständig wiedergegeben. Die Schriftleitung. 
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Ansprache des Staatssekretärs Milch. 
Ein bedeutungsvolles Ereignis in der Geschichte der Deutschen Seewarte in 
Hamburg ist Anlaß zu unserem heutigen Zusammentreffen. Ein neuer Präsident 
der Deutschen Seewarte wird in sein Amt eingeführt. Wir gedenken in dieser 
Stunde noch einmal des so unerwartet und plötzlich verstorbenen Präsidenten 
KExzellenz Vizeadmirals a. D. Dominik, den der Tod aus seinem verdienstvollen 
Schaffen herausriß, Die Einführung des neuen Präsidenten geschieht zu einem 
Zeitpunkt, in dem sich bedeutsame organisatorische Veränderungen auszuwirken 
beginnen. Durch die Verordnung über den Reichswetterdienst vom 6. April 1934 
ist der Wetterdienst im ganzen Reich neugegliedert und in einer Hand zusam- 
mengefaßt worden. Es ist selbstverständlich, daß auch die Eingliederung des 
wetterdienstlichen Institutes, das seit langen Jahrzehnten unsere deutschen Meere 
wie auch den weiten Ozean meteorologisch durchforscht und die Zentralstelle für 
alle seemeteorologischen Fragen war, in dieses große Ganze zwangsläufig er- 
lolgen mußte. Der Reichsminister der Luftfahrt hat daher auf Grund dieser 
Neuordnung auch die Deutsche Seewarte in seinen Geschäftsbereich übernommen, 
Ann, d. Hydr. usw. 1034, Heit IX.
	        
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