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Full text: 62, 1934

alten Preußenstaates dabingegangen, wie ein englischer Staatsmann Sagt: 
„Der letzte Fridericianische General“. Mit ihm ist dahingegangen die 
vollendete Inkarnation echtesten und besten Deutschtums schlechthin. 
Wie oft haben wir nicht in den verzweifelten Tagen auf ihn gesehen, 
als das Chaos über uns hereinzustürzen drohte. Als er an der Spitze der 
ungeschlagenen heimkehrenden Armee die schlichten Worte fand: „Ich 
habe gedacht, dastehen zu müssen. Sehen Sie, so viele gingen. Ich bin 
ein alter Mann. Aber wenn die Jungen seben, daß so ein alter Kerl seine 
Pflicht tut, werden sich doch manche besinnen. Ich bin totmüde, aber ich 
werde stehen, bis ich umfalle, so lange dieser alte Körper noch zu etwas 
gut ist, für ein Beispiel“, 
In all’ unserer Not und Zerrissenheit der Nachkriegsjahre wußten 
wir: Hindenburg ist da! Was er mit seinem Namen und seiner Autorität 
deckt, das muß einmal gut enden. Und so hat er auch dem neuen Reich 
noch seinen väterlichen Segen gegeben und wir rechnen es unserem großen 
Führer Adolf Hitler hoch an, daß er diesen Segen sein stolzestes Unterpfand 
für die Zukunft nennt und daß er in nie dagewesenen Ehrungen unseres 
großen Toten weitschauend und bewußt die stolze Tradition in die Tage 
der Geburt des neuen Reiches hinübergerettet hat; und nun muß das unter 
ihm geeinte deutsche Volk in den kommenden Jahren unter Beweis stellen, 
daß es in die völkische Tradition eines Hindenburg hineinwachsen kann 
und wird. 
Der in die große Armee abberufene Soldat hat nie unsere Seewarte 
besuchen können. Dringlichere Staatsgeschäfte haben all” die schweren Jahre 
lang den greisen Staatsmann überreich in Anspruch genommen. Aber das 
eine wissen wir alle, daß unter seiner weisen. und überparteilichen Regierung 
alle die wirtschaftlichen und kulturellen Gebiete, denen unsere ganze Arbeit 
gilt: die Seeschiffahrt, die Seeluftfahrt, die wissenschaftliche Erforschung 
des Meeres und der Luft, weitgehendste und verständnisvollste Förderung 
gefunden haben. Erst seit jenen. Tagen 1925, als das Deutsche Volk in 
höchster Not und innerster Verzweiflung nach ihm rief, der in Hannover 
in wohlverdienter Ruhe, zurückgezogen von Partei und Politik, seine Tage 
verbrachte, nach ihm rief, wie nach einem Retter und Vater, da hat er, 
hauptsächlich auf das Drängen des Grofßadmirals von Tirpitz hin, mit 
starker Hand das Steuer des Staatsschiffes ergriffen und durch den Glanz, 
die Reinheit und die Würde seiner Persönlichkeit dem Deutschen draußen 
in der Welt wieder das Rückgrat gestärkt und ihn das Haupt stolzer und 
höher tragen lassen, 
Unvergeßlich wird mir immer bleiben der Tag, als wir auf dem 
„Meteor“ im Atlantik zu Beginn unserer Ausreise durch den Funken die 
befreiende Nachricht erhielten: „Hindenburg Reichspräsident!“ Heller 
Jubel auf dem kleinen Schiff, das draußen neben der wissenschaftlichen 
eine große nationale Aufgabe zu erfüllerı hatte, bei der uns der Name 
Hindenburg Wegbereiter werden sollte. Gewaltig der Eindruck der 
Hindenburgwahl im ganzen Ausland bei den deutschen Brüdern, eine 
Stimme draußen bei Feind und Freund: Der beste Mann für Euch!
	        
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