h (m}
500
S00
1000
1500
2000
3000
4000
Möller, F.: Die vier Grundrechnungsarten und die Di£fferenzenmethode usw,
345
Tabelle 3.
__Mit Differenzenmethode a
R (m/sec\ | o0=R/'v]|
Ohne jede Differenzenmethode _
a— Rilgl 0 b=l131/[m7
5.31
5.62
5.72
5.81
5.738
5.94
5.98
1.70
1,66
1,58
1,45
1.35
‘>
1
}
1,70
1.66
1.71
1.67
1,62
1,40
1.37
0.91
J.54
3,52
2.51
0.51
53
3,60
A61
N 73
|
au
werden des mittleren Vektors bedingt. Die Streuung der Punkte selbst bleibt
die gleiche, was man vielleicht als Zeichen dafür deuten könnte, daß die horizon-
talen Temperaturgradienten im Juli keine wesentliche Richtungsstreuung auf-
weisen und infolgedessen die vertikalen Winddifferenzen von 1 bis 4 km nur eine
gleichmäßige Verschiebung der Punktwolke der Windbeobachtungen bewirken.
Wetterdienststelle Frankfurt/M., Anfang April 1934.
Schrifttum,
1. A, Wegener, Klimatische Windkarten, Met. Zschr. 36, 53, 1919.
2. F. Wagner, Was bedeutet der Ausdruck „Beständigkeit“ des Windes? Ann. Hydr. 60, 36, 1932,
3. F. Möller, Über Differenzenmethoden bei Höhenwinden, Ann, Hydr., 62, 1934.
4. F. Baur, in Met, Taschenbuch IT, 246, 1933.
5. W. Peine. Der Korrelationsfaktor für Vektoren .. , Met. Zschr. 47, 151. 1930.
Kleinere Mitteilungen.
1. Binige Wasserhosenbeobachtungen. a) Vom Feuerschiff „Elbe 1“ wurden
am 9. IX. 1930 gegen 16h „in kurzer Zeit vier mittlere Wasserhosen unweit des
Feuerschiffes in Richtung ESE ziehend“ beobachtet. Der Führer des Feuer-
schiffs berichtete am 7, XI. darüber folgendes über das Schiffahrtsamt Cuxhaven
an die Deutsche Seewarte:
„Die am 9.I1X. von hier aus beobachtete Wasserhose gewahrten wir in
Richtung Südost etwa 1 5Sm vom Feuerschiff ab. Die Höhe der Wolke, aus
welcher die Wasserhose herabhing, mag 50 bis 75m gewesen sein. Die Form
der Wasserhose war die eines länglichen schmalen Bandes nach unten verjüngt
und am niedrigsten Ende schlangenförmig. Die Größe war als eine mittlere zu
bezeichnen. Die Wasserhose zog in schneller Fahrt von NW bis SE. Nach etwa
5m verschwand sie plötzlich und nach einigen Minuten bildete sich eine neue,
ganz ähnliche, anscheinend aus derselben Wolke. Da die Wasserhosen eine
bzw. anderthalb Sm vom Feuerschiff entfernt waren, war eine Drehung nicht
erkennbar; die Stellung zur Wolke ebenfalls nicht. Beide Wasserhosen zogen
ab nach Südosten und waren innerhalb 10 bis 12m aus Sicht“.
Wind: 8h: W1, 11b; SW 1, 14h: NNW 1, 17b; ESE 1, 19°: ESE 2, Von 13%%
bis 14h Regen im Gesichtskreis,
Am 8. IX. 1930 abends lag die Deutsche Bucht in der Mittellinie einer
schmalen, von WNW nach ESE streichenden Tiefdruckfurche (19h: „Elbe 1“NW 3,
„Amrumbank“ ENE 1). Die Tiefdruckfurche füllte sich am 9. rasch aus, und in
den unteren Schichten gewann eine geringfügige Ausbreitung der kälteren Luft
über Südschweden und Warmluftzufuhr über Frankreich Einfluß auf die Druck-
verteilung; die Winde drehten in der Deutschen Bucht von NW auf SE zurück
{bei den Nordfriesischen Inseln erfolgte Drehung von NE nach SE). Dieser
Einfluß reichte aber nicht sehr hoch. Über Köln und Aachen (von nordwest-
deutschen Orten liegen Höhenwindmessungen am 9. nicht vor) ist oberhalb der
hier bis etwa 1500 m reichenden schwachen SE-Strömungen um 8b SW- bis W-
Wind anzutreffen, der schon bei 2500 m eine Stärke von 30 km/Std, erreicht.
Über der Deutschen Bucht kam diese Oberströmung offenbar aus WNW. Die