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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 62 (1934)

Geissler, H.: Untersuchungen an der Pyknosonde während der Kattegat-Fahrt usw. 395 
Was die oben ausführlich besprochene, aus elf Einzelmessungen bestehende 
erste Reihe zeigt, wird in jeder Hinsicht durch die zweite bestätigt. Sie besteht 
aus sechs Einzelmessungen, die hintereinander zwischen 11.02 und 11.39h am 
14. VII. 31 durchgeführt wurden, Sie wurden mit den Resultaten einer Serien- 
messung von 11.08% verglichen (Fig. 4). Der allgemeine Typus der Abweichung 
der Pyknosondenresultate wurde durch mehrere weitere Vergleichsmessungen 
bestätigt, bei denen jedesmal eine einzelne Pyknosondenmessung mit einer gleich- 
zeitigen Serienmessung verglichen wurde, 
Nun ist noch die Frage zu erörtern, ob bei den beiden Messungsreihen die 
Streuung der Einzelwerte eine zufällige ist, die durch die Ungenauigkeit der 
Methode entsteht, oder ob sie reale Veränderungen der Wassersäule anzeigt. Um 
zu einem Urteil hierüber zu kommen, wurde für jede Einzelmessung beider 
Reihen die von der Pyknosonde gelieferte Salzgehaltskurve gezeichnet und für 
gewisse Normaltiefen (bei der ersten Reihe für 10, 13 und 15 m, bei der zweiten 
für 10, 12 und 15 m) wurden die Salzgehaltswerte daraus entnommen. Damit 
konnte in diesen Tiefen der Salzgehalt als Funktion der Zeit aufgezeichnet werden. 
Die Resultate sind in Fig. 5 und 6 beigegeben. Man darf wohl sagen, daß in 
Fig. 5 eine Periode von 25 Minuten und vielleicht in Fig. 6 eine solche von 
30 Minuten angenommen werden kann. 
. Erste Messungsreihe, 
Über den Spalten die Nummern (== [Aräometerwert — 1]- 1000) der schwebenden Schwimmer. 
M — Nummer der Einzelmessung, T= Tiefe, in der der beireffende Schwimmer während dieser 
Messung schwebte, 
a | MM 1 a5 
M TM T'M T 
LE 8810 a | 
Ua IM I wa N AN 
ILS 17.1 12,8 
i14 12.2 12,9 4 
11.5! 12.3 327) 8 
11.6 0 123 0 3 
iL7 £ 124 5 13.0[10 
11.8, ? 125, 6 130) 3 
„1,8 * 126| 8 1344| 8 
1.9] 6 12811 134{11 
120/11 128| 2 1355| 9 
12.7) 8 132] 7 1351| ® 
12.8 9 132° 9 13,51 ? 
Zweite Messungsreihe. 
14 15 | 16 1 7 | as =. | 20 | 2u | 22 | 23 | 24 | 5 
MoTlw Oma mM mM mM TIM TIM TiM Tim Tim TMT 
‘1 935 
5.7 + 92/4105 16 16 12,75 3 13.412 14.6 2 15.4 2 168 2 19.9 1 21.7 
62'5 95/5110 '3 12.4|6 128 |6 138|3 148 !6 15.6/3 1685 20.5 | 2 23,5 
23/2 9816 11251 12.5/113.0 2 14.06 149 |3 1601 17.2/6 20.6'3 23,5 
7.413 10.0'2 115 2 22512 133 |1 14275157 |1 16.66 181/3 212 1% 23,5 
7.9|6 10.1 | 1 11.7 [a 12.65 23.8 15 3661 15.9 (5 37.2/4 182|1 212 6 235 
82 1 10.3 3.117 ‚5 13014 14.2 '4 15.414 16.235314 1735 18314 9235 
ww 
D 
Es könnte nun vermutet werden, daß die beispielsweise in Fig. 5 dar- 
gestellten zeitlichen Veränderungen nicht real sind, sondern auf ein ungleich- 
mäßiges Handhaben der Pyknosonde zurückzuführen sind, Zu jedem Salzgehalts- 
maximum in 10 m Tiefe gehört nämlich ein Minimum in 15 m, Würde man 
absichtlich die Pyknosonde einmal unvorschriftsmäßig schnell fieren, so würde 
in ihr die Mischung der Wassermassen besonders groß sein; man hätte also in 
den oberen Schichten zu großen Salzgehalt und in den unteren zu kleinen, also 
gerade so, wie Fig. 5 es zeigt. Es dürfte aber kaum gerechtfertigt sein, diese 
Erklärung für die beiden Meßreihen heranzuziehen. Es ist bei den Messungen 
selbst besonders darauf geachtet worden, stets gleichmäßig und genau nach den 
Vorschriften La Cours zu arbeiten, Vor allem aber ist die Wahrscheinlichkeit 
Ann. d. Hydr. usw. 1934, Heft YUII.
	        
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