Gaye und Walther, F.: Der „Seebär“ vom 19. August 1932 im der Deutschen Bucht usw, 319
Tabelle 1.
Ein Strich in der Zusammenstellung bedeutet, daß eine Beobachtung an der betreffenden Station nicht ausgeführt wird
bzw. daß Beobachtungen nicht vorliegen.
Lfd.
Nr.
5
7,
»
5
10.
11,
12.
Z
iA
15.
16.
17.
18
19
20.
21
2C
22
74
25
26
Beobachtungs-
station
Borkum .........
Memmert........
Juist-Seeseite .... \
Norderney-Seeseite
Norderney-Hafen.
Norddeich .......
Baltrum .........
Spiekeroog.......
Wangeroog ......
Roter Sand ......
Helgoland „......
Wilbelmsharen. ..
Robbenplate .....
Wesermünde.....
Eitzenloch .......
Cuxhaven .......
Otterndorf, ......
Trischen. ........
Friedrichskoog ...
BÜSUM ‚......000
Tönning.........
Husum..........
Wyk (Föhr)......
Wittdün.........
Hörnum.........
isberreerereeunn
1. An-
stieg des
Wasser-
spiegels
, Zeit-
ij. Ab- 2, An- | Ein- punkt
fall des stieg des! trittszeit der
Wasser- Wasser- des Wind-
spiegels ı spiegels 1. Wellen-| drehung!
scheitels | von SO:
bach NC:
Luftdruckverhältnisse
: Barometer-
Zeitpunkt | stand
"Fendenz
em
3
mm
JS
13
35
42
8
47)
23
|
|
id
142
x
36
a
65
1433
1442
1438
1437
1443
14
"68
15%
1505
145
144
140%
15%
1515
5 1445
schwach fallend
1525
155
1450
406
L420__1455 | 770-768
schwach wieder an-
steigend
schwach fallend
3
43
3»
+
150%
1440
19
19
47 |
+ |
schwach
53
38
532
[453
145
1422
(545
schwache Störung
deutliche Störung
7685.D— 769,7
{1
1455
123
scharfer Druck-
abfall
schwach
11
{
5—7
9
11 19 10
18 26 | 16
12 Q 7
1555
(520
330
528
545
1428
14U
| 410
[345
1330
769-770
763—7651)
768.5—770
deutliche Störung
kräftige Störung
Kräftige Störung
151 ]
15”
16%
135 |
1330
768—769 | kräftige Störung
1) Anscheinend Schreibstifte um
5 mm zu tief eingestellt,
Man kann bei diesen Pegeln einwandfrei bis zu sechs derartige Wellen fest-
stellen, welche mit kleiner werdenden Amplituden in fast regelmäßiger Folge
angelaufen sind, Ihre Form ist zumeist durch kleinere Oberschwingungen etwas
entstellt,
Schon der weniger exponiert liegende Pegel Memmert zeigt dagegen die
Erscheinung gedämpft; Norderney-Hafen ist noch stärker gedämpft. Dieses ist
bei allen geschützter liegenden Pegeln der Fall. Große Ähnlichkeit zeigen die
Kurven von Helgoland und Roter-Sand-Leuchtturm. Die Amplituden erscheinen
gegenüber Juist-Seeseite und Norderney-Seeseite geringer. Die größeren Ampli-
tuden der letzteren Pegel sind demnach wohl auf den ansteigenden Meeresgrund
zurückzuführen. Nach den Augenzeugenberichten haben ja die Wellen auch
einen direkt brandenden Charakter gehabt und sind dementsprechend am flachen
Strand hoch aufgelaufen, Ob die in den Berichten angegebenen Wellenhöhen
zutreffend sind, muß bezweifelt werden. Selbst viele erfahrene Seeleute pflegen
die Höhe der Wellen zu überschätzen.
So ist z. B. an den Pegeln Memmert (am Südweststrand) und Norderney-
Seeseite die erste Anschwellung nur bis zu einer Höhe von etwa 30 cm über
m. Hw. aufgezeichnet. Auf der Westseite des Memmert ist die brandende Welle
dagegen bis etwa 1.0 m über m. Hw. aufgelaufen. Diese Angabe erscheint einiger-
maßen zuverlässig. Der Pegel Memmert selbst liegt am Südstrand der Insel,
aber schon viel geschützter als der Weststrand.
Anderseits ist es auch denkbar, daß die Pegel (besonders die Druckluftpegel),
einen kurzen höheren Anstieg des Wassers wie z. B. in einem schmalen, schnell
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