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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 62 (1934)

“ie 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1934, 
= 
Alansi | Guaranda | Bucay Milagro | Yaguacht | Bababoro | Guayaquil 
1931 0... 8238 | 540 | 2077 | 1431 1445 ] 1497 
1932 2.00. 532 790 3193 2179 2226 | 2490 
| 1008 
Regenmengen zu Ancön (mm). 
1925 | 1926 | 197 | 1928 | 1929 | 1930 | 193t | 1932 | Mittel 
Januar sa... 95 70 2 x 104 | Ö 3 127 50 
Februar... / 812 184 48 | 16 | 156 a7 | u 282 | 132 
MÖrZ un eram 353 405 400 5 15 36 0 38 254 160 
April....... | 244 0 0 | 10 : 26 | 15 | 16 88 50 
Mil era uiss 0 o | 6 | 3 | © 5 | 0 6 1 
Juni bis Dezember regenlos. —_ 
Jahr... | 1004 658 | 90 | 76 | 401 | 108 | 61 | % ) 33 
Der Gegensatz zwischen den Jahrgängen 1931 und 32 war also in Ancön 
außerordentlich groß, an den andern Orten viel geringer, aber ebenfalls vor- 
handen, In Ancön traten 1932 noch an 5 Tagen im Mai, 4 im Juni, 2 im Juli, 
5 im August, 5 im September und einer Anzahl von Tagen in den weiteren 
Monaten nässende Nebel oder Staubregen auf (garüas 0 Jloriznas). 
Sheppard bezeichnet die Halbinsel Santa Elena als „semiaride“ und als nicht 
so trocken wie die Küste südlich vom Golf von Guayaquil, Auf mehreren 
Photographien zeigt er den starken Gegensatz zwischen der starken Belaubung 
in der Regenzeit und den entlaubten Gesträuchen in der Trockenzeit. Doch 
auch in dieser gestatten die anhaltenden Nebel und Staubregen, die besonders 
vom Juli bis September die Hügel und höheren Berge ständig verhüllen, auf 
ihnen eine ziemlich reiche Vegetation. 
Die abnorme Ergiebigkeit der Regenzeit von 1932, welche derjenigen des 
Jahres 1925 glich, schreibt Sheppard dem Wiederauftreten des Nifio-Stromes zu. 
Er bringt auch Angaben über die Temperatur der Meeresoberfläche im Hafen 
von La Libertad bei, aber leider nur die monatlichen Maxima des einzigen Jahres 
1932, Das höchste wurde im März mit 29,7° gemessen, im August und Oktober 
stieg die Wassertemperatur nicht über 25.6°. Die Monatsmittel der „Lufttempe- 
ratur im Schatten“ die Sheppard für die Jahre 1927—32 mitteilt, sind wahr- 
scheinlich Mittel der täglichen Extreme. 
(fan. | Febr. März] April! Mai | Juni | Juli ' Aug. |Sept.| Okt. Nov. Dez. 1 Jahr 
bh ML 
Gjähr. Mittel... .. 
ID era 
19a 
26.1 
26.8 
65 
27.0 27.3 |27.0 | 25.3 23.7 | 22.7 | 22.0 | 21.7 [22,3 231 242 
27.3 | 27.6 | 272 258 [235 28.1 21.2 |21.2 21.4 | 22.7 236| 
2701974 274 262 2453/2331217 220 2172241240 
24.4 
24.2 
245 
Abnorm warm waren also im Regenjahre 1932 nicht die Monate der Regen- 
zeit, sondern nur die beiden darauf folgenden, abnorm kühl im trockenen Jahre 
1931 ebenfalls nicht die Monate der Regenzeit, sondern Oktober bis Dezember. 
Ein Zusammenhang läßt sich nicht erkennen. 
Aus einem Schreiben des Direktors in Quito, Dr, Nikoläs G. Martinez, an 
Herrn Prof. E. van Everdingen geht hervor, daß er bei Gelegenheit einer Reise 
nach den Galäpagos-Inseln dort einige meteorologische Stationen stiften wird, 
welche vorläufig Temperatur, Regen und Feuchtigkeit messen werden, Für 
spätere Ausdehnung hofft er auf Unterstützung seitens der Geodätischen und 
Geophysischen Union,
	        
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