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Full text: 62, 1934

Schulz, B.: Ein Besuch auf der Insel Jan Mayen im August 1933, 251 
rologische und Funkstation. Im Vordergrunde befinden sich kleine Lavahügel 
mit vulkanischen Sanden dazwischen, auf der Nord- und Ostseite des Eierberges 
sind Süßwasseransammlungen erkennbar, ganz im Hintergrunde liegen die in 
ihren Gipfeln durch Wolken verdeckten Berge Neumayer-Berg und Hann-Berg. 
Den Eierberg sah Scoresby 1817 noch als Insel, er ist also erst später durch 
Anschwemmungen mit der Hauptinsel verbunden worden, Auf Abb. 2 sieht 
man vom oberen Rande des Eierberges nach Süden und blickt in das Innere 
des zur Hälfte ins Meer abgesunkenen Kraters. Die Sechichtung der den Berg 
aufbauenden Tuffe ist gut zu erkennen und auf der Meeresoberfläche das vom 
vorspringenden Kap ausgehende System von Meereswellen, Abb, 3 zeigt den 
Blick vom Eierberg nach ONO, man sieht in den oberen Teil des Kraterinnern 
und erkennt die Schichtung, Im Hintergrunde ragt der Südgletscher in seinem 
untersten Ende aus der Wolkendecke heraus. Auf dem Lavafeld sind dicht an 
der Küste das Haıs und die Schuppen der norwegischen Station und rechts 
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5 km 
Karte der Umgebung der Jameson-Bucht ( Jan Mayen) 
nach der Aufnahme der österreichischen Polarstation 1882/85, die Angabe der Höhe des Eierberges 
nach Merecanton. 
davon die Häuser der Österreichischen Station 1932/33 zu erkennen. Abb. 4 
gibt einen aus fünf Aufnahmen zusammengesetzten Rundblick vom HEierberg 
nach Westen über Norden nach Osten wieder, Links sieht man die Treibholz- 
Bucht. Die Süd-Lagune ist im Vergleich mit der kartographischen Darstellung, 
welche von der österreichischen Polarstation 1882/83 gegeben worden ist*), stark 
zusammengeschrumpft. Dagegen ist die 1933 in Nähe des Fußes des Eierberges 
ausgebildete Wasseransammlung (vgl. auch Abb. 1) vor 50 Jahren offenbar nicht 
vorhanden gewesen, da sie auf der Karte nicht angegeben ist; die Höhenverhält- 
nisse dieses flachsten Teiles der Insel scheinen demnach sehr veränderlich zu 
sein. Wenig unterhalb des Gipfels des Eierberges drangen aus einigen Spalten 
Wasserdämpfe hervor. Zur Kondensation kamen diese erst, nachdem über den 
Spalten durch Zigarettenrauch oder durch Ausklopfen der mitgenommenen 
Mäntel in der sonst staubfreien Luft Kondensationskerne verbreitet wurden; 
dann bildeten sich dichte Wolken, wie sie auf dem Bilde zu erkennen sind, Im 
Hintergrunde sind ganz oder zum Teil sichtbar: Hann-Berg, Neumayer-Berg, 
Danielsen-Krater, Blytt-Berg, Mohn-Berg, Wildberg, Esk-Krater, Vogt-Krater und 
Süd-Gletscher. Man vergleiche dieses Panorama mit der Umgebungskarte 1 : 25000 
der österreichischen Beobachtungsstation Wilezek - Tal auf Jan Mayen von 
A, Bobrik?®). Abb. 5 bis 8 stellen Aufnahmen von den in westlicher bis nord- 
1) Die österreichische Polarstation auf Jan Mayen, Beobachtungsergebnisse, Band I, Wien 1886, 
[I. Teil. Adolf Bobrik von Bodva: Aufnahme und Beschreibung der Insel Jan Mayen. — 3 a.a. 0.
	        
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