246 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1934.
Wenn die in den Spalten (4) und (5) der Tabelle 24 gegebenen mittleren Fehler
[M (X,)] und [M(Y,)] dazu benutzt würden, die mittleren Fehler der Ampli-
tuden R,‘ und der Phasen Z,’ zu berechnen, so müßten sich die in den Spalten (4)
und (5) der Tabelle 25 unter [M(R,)] und [M(&,)] aufgeführten mittleren Fehler
ergeben. Diese kämen damit als so klein heraus, wie sie sich aus einer Beob-
achtungsreihe von der Dauer eines ganzen Jahres kaum anders ergeben könnten.
Wesentlich größer werden die mittleren Fehler M(R,) und M(C&') in den
Spalten (6) und (7) der Tabelle 25 durch Benutzung der mittleren Fehler M(X,)
und MX(Y,) in den Spalten (6) und (7) der Tabelle 24 erhalten.
c) Darstellung der Beobachtungen.
Um zur Darstellung der Beobachtungen durch die mittleren Amplituden R,'
und Phasen £,’ für die vier Tiden M,, Sy, Kı, O, nicht die Koeffizienten von
15m zu 15m neu berechnen zu müssen, sondern die den Beobachtungen von
Stunde zu Stunde entsprechenden Koeffizienten der Fehlergleichungen in der
Tabelle 15 benutzen zu können, wurden die Phasen &,’ durch Anbringen der
Phasenunterschiede 4 5, mit umgekehrtem Vorzeichen wieder auf die vier Anfangs-
zeitpunkte 7,7, 7,7, 7,11, T.7Y bezogen. Die Ausgangsphasen sind unter &,”” in
der Spalte (9) der Tabelle 25 aufgeführt. Werden die durch die Amplituden R,’
und die Phasen 5,” ausgedrückten Vektoren in ihre Komponenten zerlegt, so
ergeben sich die Werte in den Spalten (10) und (11) der Tabelle 23. Diese
Werte ergeben, wenn sie mit den entsprechenden Koeffizienten in der Tabelle 15
malgenommen und die Quersummen dieser Produkte um X, vermehrt werden,
die zur Darstellung der Beobachtungen durch die vier Tiden My S,, Ku O,
dienenden Größen 7,7, m. 7, 7.77 7.7> in den Spalten (6), (7), (8), (9) der Tabelle 16.
Werden die Unterschiede zwischen den Werten in den Spalten (2) und (6), (3)
und (7), (4) und (8), (5) und (9) gebildet, so werden die in den Spalten (10),
{11), (12), (13) angegebenen Abweichungen v7, v„ 4, „7 u.77 erhalten.
Die größte Abweichung, die in der Zeile 50 erreicht wird, beträgt — 0.93 dm.
Auffallend ist zunächst die durchaus nicht zufällige Verteilung der Vorzeichen
der Abweichungen, die noch auf das Vorhandensein systematischer Fehler schließen
]äßt. Die positiven Vorzeichen herrschen vor; von ihnen treten 255 auf, während
nur 226 negative Vorzeichen bei 7 Nullwerten vorkommen. Besonders auffallend
ist das Auftreten der langen Vorzeichenfolgen, die die Vorzeichenwechsel an
Zahl außerordentlich stark übertreffen: 468 Folgen bei nur 20 Wechseln.
Die langen Vorzeichenfolgen dürften auf die Einwirkungen des Windes und
des Luftdrucks auf den Meeresspiegel zurückzuführen sein, die bisher jedoch
noch nicht untersucht sind. Ferner scheint in den Abweichungen noch das
Vorhandensein der sechsteltägigen Mondtide X, angedeutet zu sein.
d) Berechnung der harmonischen Konstanten.
Für die beiden Tiden M, und O, können die in den Spalten (2) und (3) der
Tabelle 25 aufgeführten Amplituden Ry,/ und Ro’ und Phasen Sm, und %o,/ ohne
weiteres zur Bestimmung der Amplituden HXı, und Ho, nach der allgemeinen
Formel
25) H,=F, R,
und der Phasen x, und xo, nach der Gleichung
(26) = 57 + (Vo U
benutzt werden; sie sind daher in den Spalten (2) und (3) der Tabelle 26 unter
RB, und & unverändert wiederholt,
Da bei kurzen Beobachtungsreihen die Wirkung der Tiden aufeinander, die
nur einen geringen Unterschied in den Winkelgeschwindigkeiten %, aufweisen,
sehr groß werden kann, so sind die für die Tiden S, und X, erhaltenen Werte
Rs/, Ss und Rx, Cx/ erst noch wegen des Einflusses der Tiden X, und 7, auf
die Tide S, und der Tide P, auf die Tide X, mittels Hilfsgrößen und -tafeln zu
verbessern. Die auf diese Weise umgerechneten Werte für Rs, Cs, und Rz, Cz,
sind in den Spalten (2) und (3) der Tabelle 26 angegeben,