Rauschelbach, H.: Hochseepegelbeobachtungen im südlichen Kattegat im August 1931. 9245
Um die vier Wertepaare für die Amplituden RR,” und die Phasen „7 für
jede Tide einwandfrei zu mitteln!), sind sie als Vektoren zu betrachten, deren
Anfangspunkte im Koordinatenanfangspunkt liegen und deren Endpunkte durch
Polarkoordinaten, durch Amplitude und Phase, festgelegt sind. Diese Vektoren
lassen sich in zwei Teilvektoren, in ihre Komponenten x,/! und y„!! zerlegen,
die in den Spalten (7) und (8) der Tabelle 23 wiedergegeben sind.
Durch Mitteln der entsprechenden Werte ergeben sich die in den Spalten (2)
und (3) der Tabelle 24 zusammengestellten Mittelwerte X, und Y,. Aus den Ab-
weichungen der (z,!! — X,) und der (y,'!! — Y,) folgen für die Mittelwerte X, und
Yı die in den Spalten (4) und (5) der Tabelle 24 angegebenen mittleren Fehler
Tabelle 24.
Mittelwerte der Komponenten und ihre mittleren Fehler,
L
O
Yı [MXN MO MX) MY
—_ —|— — ds a HL
(2) ' @ (5)
© 2
dm
Ma | -Ho.5522 '
8 | 0,0095
Kı ' +o.1792
Or —0.0539
dm
+ 0.2767
40.2480
—0.2068
—0.0846
AA EL
0.0072
-40.0055
+0.0028
40.0007
dan
-0.0029
0.0108
0.0011
0.0024
dm
= 0.0375
0.0373
:0.0344
—+0.03523
dm
40.0375
10.0375
40.0363
40.0352
[M(X,)] und [M(Y,)]. Auch diese überraschend geringen mittleren Fehler stellen
in ähnlicher Weise wie beim mittleren Wasserstand nur die innere Genauigkeit
dar, mit der die mittleren Werte X, und Y, aus Ergebnissen hergeleitet sind,
die aus ein und derselben beobachteten Gezeitenkurve, wenn auch aus immer
andern Punkten derselben, erhalten worden sind. Die Genauigkeit, mit der sich
die harmonischen Konstanten überhaupt aus der vorliegenden, kurzen fünf-
tägigen Beobachtungsreihe, deren Werte noch durch Seespiegelschwankungen und
Windstau stark beeinflußt sind, berechnen lassen, wird durch diese Fehlergrößen
nicht angegeben.
Um einen Anhalt für die Genauigkeit der harmonischen Konstanten zu ge-
winnen, sind annehmbare Werte für die mittleren Fehler der Unbekannten daher
nur aus der Ausgleichung selbst zu bestimmen, und zwar aus den in der Tabelle 21
mitgeteilten Fehlern. Diese ergeben für die aus vier Werten gebildeten Mittel-
werte X, und Y, die in den Spalten (6) und (7) der Tabelle 24 aufgeführten
mittleren Fehler M (X) und M(Y,)2.
Werden die Mittelwerte X, und Y, nun benutzt, um mit Hilfe der Gleichungen
(24) wieder die Amplituden R,/ und die Phasen 5,‘ zu berechnen, so’ werden
die in den Spalten (2) und (3) der Tabelle 25 angegebenen Werte erhalten.
Tabelle 25.
Mittelwerte der Amolituden und Phasen und ihre mittleren Fehler.
z | BR Le RA MET MR ME
en (2) © cn 6 2. m
My
K,
0,
dm
0.6176 | 26.61
0.2482 | 87.81
0.2736 310.91
0.1062 737.
dm
+ 0.0066
0.0108
+0.0020
40.002171
0.38
a Sr
40.47
+9 83;
dın
20.0375 |
0,0375
20.0355
0.0352
+ 3.48
+ 8.65
eb 7.38
—A20,1°
1) H. Rauschelbach, Mittlung von harmonischen Konstanten und Berechnung ihrer mittleren
Fehler. Ann, d, Hydr. usw. 1925, S. 86 bis 94,
%) Z. B. ergibt sich der mittlere Fehler M (X a) des Mittelwertes X ar, Aus den vier in der
Tabelle 21 angegebenen mitileren Fehlern m (X, )1, m (Zw) 11, Mm (za HT, m (Zar) 7 für die vier
Werte von X M, nach der Gleichung
1 A N N N
M(Xy) = Van) "Pr ar) PH Em Gear) (m wa) VE