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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1934.
7h:; Starker Tau. t; 25.0°; rel. Feuchte £ 93°; Äquivalent-Temp. P 65.1°;
max 31.8°; tmin 23.6°. Der Himmel ist bis 35° Höhe über dem Horizont durch
einen dichten graugelben Dunst verdeckt. Im SE steht eine kleine Steu-Schicht.
Das nahe Südufer des Rio Benito ist kaum als graue Silhouette zu erkennen.
— ; Die Sonne wird erst 20 Minuten nach ihrem
= Aufgang als große gelbe Scheibe sichtbar.
Schwacher SE-Wind. Schon am Morgen
wird die Witterung als drückend und schwül
empfunden.
Gegen Mittag wird der Dunst noch
stärker, er verdeckt um 14% den Himmel fast
völlig. Nur undeutlich sind am Himmel
einige Cu zu erkennen, die nach NW ziehen,
Es weht ein schwacher westlicher Wind, der
aber keine merkliche Abkühlung bringt.
Die Fernsicht ist bis auf etwa 600 m ein-
geschränkt. t,; 30.4°; f 73%; P 77.9°. Gegen
17h wird der Dunst lichter. Cu und einige
Cunb ziehen von E herauf und verdecken
um 21h das Firmament. Schwacher Donner
ist aus E_ hörbar. Es ist sehr schwül. Der
E-Wind, Stärke 3, bringt keine Erfrischung.
t, 25.9°; f 93%; P 72.0°. Um 1% nachts
| kommt es zu einem kurzen Gewitter mit
geringem Niederschlag (1.0 mm) und damit
zu einer schwachen Abkühlung. Der Morgen des 30. Dezember zeigt dasselbe
Witterungsbild wie der vorhergehende Tag. t; 24.2°; f95°%,; P 66.6°; tmax 382.1°;
tmin 22.7°. SE-Wind 2, starker Dunst. Nb von NE, Max Breuel.
3. Die Eisverhältnisse an den deutschen Küsten einschließlich Danzig
und Memel im Winter 1933/34. In dienstlichem Auftrage zusammengestellt
von Kapitän H. Oellrich,
Nachstehende Bearbeitung ist die 30, Fortsetzung der in dieser Zeitschrift seit 1904 alljährlich
erscheinenden Veröffentlichung über den Verlauf der Eis- und Schiffahrtsverhältnisse an den deutschen
Küsten usw.
Die tabellarische Zusammenstellung des gesammelten Beobachtungsmaterials von den Eisbeob-
achtungsstellen (29 an der Nordsee- und 34 an der Ostseeküste) ist unverändert in der früheren Weise
ausgeführt worden, Es lassen sich daher leicht Vergleiche zwischen den Ergebnissen der einzelnen
Winter anstellen.
Tabelle I zeigt den Verlauf der Mitteltemperatur und ihre Abweichung vom langjährigen Mittel
während des Winters 1933/34 an vier ausgewählten Beobachtungsstellen. Wie daraus ersichtlich, war
es bereits im November überall an den deutschen Küsten schon etwas zu kalt, während im Dezember
die Temperaturen sogar schon überall erheblich unter normal lagen. Dagegen war der Januar im
ganzen deutschen Küstenbereich wieder um durchschnittlich etwas über 1° zu warm und im Februar
lag die Mitteltemperatur sogar schon im Durchschnitt 2.5° über dem langjährigen Mittel, Damit
hatte der Winter 1933/34, sowohl in bezug auf Eisbildung als auch auf Eisvorkommen, schon ver-
hältnismäßig frühzeitig, seinen Abschluß gefunden.
Tabelle J. Die Temperaturverhältnisse des Winters 1933/34.
|BRügenwaldermündel Königsberg L/Pr.
Abweich, , Abweich.
Mn hm langj Mann vom lang)
& | Mittel‘ "7@ | Mittel
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November 1933 . , 4.7 | —0.1 3.7 —0.2 27 *—08 06 —16
Dezember 1933 . . —10 | —35 1—18 —3.1 I—19 | —23 —52 | —38
Januar 1934 . . 21 1, +07 1,7 + 1.3 05 +15 —1.5 | +12
Februar 1934 . . 32 +15 3.1 +2.2 1.7 +26 12 | +36
März 1934 . . 45 ° A412 4.7 + 1.3 34 +20 29 42.4
Die Tabellen II und IIT geben eine Darstellung über den Verlauf des Eisvorkommens und über
die durch Eis verursachten Schwierigkeiten für die Schiffahrt an der deutschen Nordsee- bzw. Ostsee-
küste, Nahmen auch die Eisschwierigkeiten im Dezember in den eisbesetzten Gebieten schon recht
beachtliche Ausmaße an, so kann der Winter 1933/34 im ganzen genommen doch noch als sehr mäßig
angesprochen werden, [Es folgt Tabelle III, Tab. II siehe 8. 218.1