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Full text: 62, 1934

Grundmann, W.: Ein verbesserter Haarhygrograph, 
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empfiehlt sich aber im Interesse der sicheren Dauererhaltung einer in der 
Praxis mit guten Haarhygrographen maximal erreichbaren durchschnittlichen 
Anzeigegenauigkeit von {+ 2% rel. Feuchtigkeit, eine mindestens allvierteljährlich 
— in Föngebieten häufiger — vorzunehmende gründliche Regeneration der 
Meßhaare. 
Einen weiteren die MeBßgenauigkeit und Einstellgeschwindigkeit beeinträch- 
tigenden Faktor stellt besonders bei den in Freilandhütten und. auf Schiffen 
aufgestellten Hygrographen der Staub- und Salzanflug!) dar. Besonders der 
letztere kann zu Fehlern von über 30% und unter Umständen sogar zu einer 
dauernden Vernichtung der Reaktionsfähigkeit der Haare führen. 
Zur Erhaltung der Meßgenauigkeit der Hygrographen ist es daher erforderlich, 
deren Meßhaare häufiger zu regenerieren und zu reinigen, Beides ist aber bei 
den z. Zt. gebräuchlichen Haarhygrographen, besonders bei den mit Haarstrang 
ausgerüsteten, oftmals nur sehr umständlich durchzuführen, 
Auf meinen Vorschlag hin ist von der Firma O. Krause, Breslau, ein in der 
Abbildung dargestellter Hygrograph gebaut worden, der eine mühelose und ohne 
Gefahr für das Gerät durchzu- 
führende Regeneration und Reini- 
gung der Meßhaare gestattet und 
der darüber hinaus noch einige 
weitere Vorzüge besitzt. 
Im Gegensatz zu der bis- 
herigen Gepflogenheit wird dieses 
Gerät, das dem Lambrecht- 
Hygrographen in bezug auf An: 
ordnung der Meßhaare (Haar- 
harfe) und des UÜbertragungs: 
mechanismus nachgebildet ist, 
am Meßort ohne Schutzkasten 
aufgestellt (siehe Abbildung), 
wodurch eine einwandfreie Be- 
lüftung der Meßhaare gewähr- 
leistet ist. Um dennoch dem 
Uhrwerk am Meßort einen ausreichenden Schutz zu geben, ist dieses in der 
Trommel und durch einen Aufsatzdeckel genügend staubsicher gekapselt. Das 
„Schutzgehäuse“ ist als allseitig geschlossener und vorn mit einer dicht schließenden 
Glasscheibe versehener Stülpkasten ausgebildet, der mittels Reißzeugetui- Verschluß 
an den beiden Schmalseiten der stabilen Leichtmetallgrundplatte des Geräts be- 
festigt werden kann. 
Dem Hygrographen ist eine Haarregenerier- und Waschvorrichtung bei- 
gegeben, die aus einer Aluminiumtrommel besteht, in welche zur Haarregene- 
ration ein mit saugfähigem Stoff (Mull) umkleideter Bronzenetzzylinder ein- 
geschoben wird. An dem Deckel der Trommel ist ein in der Länge verstellbarer 
und mit Federspannung versehener Galgen befestigt, in den die Harfe mit 
einem einfachen Handgriff so einzuhängen ist, daß sich die Haare stets unter 
einem zulässigen leichten Zug befinden. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß 
die Haarharfe ohne die Gefahr einer Beschädigung mit dem Aufsetzen des 
Deckels in das Rohr eingeführt werden kann und darin auch bei kräftigem 
Schütteln keine schädliche Zerrung oder Drillung erfährt. 
Zum Reinigen der Haare wird der innere Netzzylinder zusammen mit dem 
Mull aus der Aluminiumtrommel herausgezogen, diese etwa bis zur Hälfte mit 
destilliertem Wasser gefüllt und nach Einbringen der Haarharfe kräftig ge- 
schüttelt. Nötigenfalls muß das Wasser mehrmals erneuert werden. 
In der Grundplatte des Hygrographen befindet sich eine Durchbohrung mit 
Schlauchansatzstutzen, durch die nach Aufsetzen des Stülpkastens beliebig durch- 
Yy W, Grundmann: Über den Einfluß der Haarverschmutzung auf die Anzeigegenauigkeit 
der Haarhygrometer. Meteorolog. Zschr. Heft 2, S, 75, 1933. — Derselbe: Uber Fehlerquellen bei 
Feuchtigkeitsmessungen mit Haarhygrometern Zschr. f. Instrkde. 53, 350. 1933.
	        
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