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Full text: 62, 1934

184 Annalen der Hydrographie und Maritimem Meteorologie, Mai 1934. 
Diese Summen sind noch durch die mittlere Dichte s des Meerwassers zu teilen. 
Die Werte für die mittlere Dichte sind aus den stündlich angestellten Tempera- 
turbeobachtungen und den Salzgehaltsbestimmungen der Wasserproben aus den 
Wassertiefen 0, 5, 10, 15, 20, 25, 30 m ermittelt worden und in der Spalte (7) 
der Tabelle 4 zusammengestellt, und zwar für die in der Spalte (6) angegebenen 
Minuten der einzelnen Stunden 7° Aus diesen Werten wurde die mittlere Dichte 
s für jede Beobachtungszeit 7' durch Einschalten gewonnen und der reziproke 
Wert 1 : s gebildet, der in der Spalte (5) der Tabelle 7 angegeben ist. Werden 
nun die in den Spalten (4) und (5) der Tabelle 7 aufgeführten Werte mitein- 
ander malgenommen, so ergeben sich die in der Spalte (6) der Tabelle 7 gege- 
benen Werte für die Wassertiefen Ax. 
3. Zusammenstellung der Beobachtungen. 
a) Tabelle der Wasserstandsbeobachtungen. 
Sämtliche von 5 zu 5 Minuten erhaltenen Werte für die Wassertiefen sind, 
um 3000 em vermindert, in der Tabelle 8 zusammengestellt, und zwar sind die 
Beobachtungen einer jeden Stunde in einer Zeile zusammengefaßt. In der 
Spalte (1} der Tabelle 8 ist die in mitteleuropäischer Zeit ausgedrückte Zeit des 
in der Spalte (2) angegebenen Wassertiefenunterschiedes aufgeführt, in den fol- 
genden Spalten (3) bis (13) ist die Beobachtungszeit um je 5m später, Da, wo 
durch Springen der Verbesserung des Uhrstandes um 0.1“ die Zeit um 0.1® 
größer ist, ist den Werten ein Stern (*) vorgesetzt. 
b) Darstellung der Gezeitenkurve. 
Um einen Überblick über den Verlauf der Gezeitenbewegung zu erhalten, 
wurden sämtliche Beobachtungen der Wassertiefe A,, um 3200 cm vermindert, 
zunächst in natürlichem Maßstabe fortlaufend aufgetragen. Eine zweite Dar- 
stellung im Maßstabe 1:2 ist in der Tafel 21 wiedergegeben. 
Die Kurve zeigt zunächst, daß sich sowohl der Seegang als auch die Dünung 
in einer Tiefe von 32 m nicht mehr bemerkbar gemacht haben; denn sonst 
könnte der Verlauf der Kurve zeitweise nicht so gleichmäßig sein, wie er es 
ganz besonders am 13. August um 3b herum ist. Anden Stellen, an denen wie 
z. B. am Nachmittage des 13. August oder am Vormittage des 16. August mehr 
oder weniger große Unregelmäßigkeiten im Kurvenverlauf auftreten, handelt es 
sich zweifellos um Seespiegelschwankungen (Seiches), die am 13. August ein 
Ausmaß von 3.0 — 3.5 em erreicht haben, . 
c) Vergleich der Gezeitenkurve mit denen von Anholt und Hesselö. 
Die Pegelbeobachtungen, die vom 7. bis 20. August auf Anholt und vom 4. 
bis 31. August auf Hesselö angestellt worden sind, wurden mir vom Dänischen 
Meteorologischen Institut in Kopenhagen zur Verfügung gestellt, um sie mit den 
Beobachtungen auf der Ankerstation des „Poseidon“ vergleichen zu können. Sie 
sind für die Dauer der Hochseepegelbeobachtungen auf der Ankerstation mit 
diesen zusammen im Maßstabe 1:10 auf Tafel 21 zusammengestellt. 
Die unregelmäßigen Schwankungen in der Gezeitenkurve der Ankerstation 
am 13. August sind auch bei Hesselö und in noch stärkerem Maße bei Anholt 
vorhanden, Auch am 16. August zeigt Anholt die stärkeren Schwankungen; am 
17. August sind sie an allen drei Orten gleichmäßig stark ausgeprägt. 
Der Tidenhub weicht an allen drei Orten nicht wesentlich voneinander ab. 
4. Innere Genauigkeit der Beobachtungen. 
Um einen Anhalt für die innere Genauigkeit der Hochseepegelbeobachtungen 
zu gewinnen, wurde der mittlere Fehler einer Beobachtung aus einer Reihe von 
aufeinanderfolgenden Beobachtungen bestimmt, die als möglichst frei von See- 
spiegelschwankungen erschienen. Es wurden dazu die 16 aufeinanderfolgenden 
Beobachtungen vom 13. August von 71,= 2b 25.1m bis 71, = 3 40.2m gewählt. Die 
Wassertiefen lassen sich für diese Zeit darstellen durch den Ausdruck 
hz = 3183.26 em +0,29 - ZB em.
	        
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