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Full text: 62, 1934

78 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1934, 
Versenken die Temperaturen im Innern des Pegelkessels und im Innern des 
Meß- und Druckraums noch nicht vollständig ausgeglichen haben konnten. 
B. Ablesung der Aufzeichnungen. 
Das Einschalten der kleinen Glühlampen mittels des eingebauten Chrono- 
meters für die Dauer von etwa einer Sekunde zur Durchleuchtung der Meßröhre 
und zur Erzeugung von Lichtpunkten zwecks Belichtung des in der dahinter 
befindlichen Kassette enthaltenen photographischen Papieres hatte bei jeder vollen 
Fünfer- und Zehnerminute stattgefunden, 
1. Auswertung der Wasserstandsstriche. 
Die Höhe A des zur Zeit der Durchleuchtung in der Meßröhre vorhandenen 
Wassers wurde aus den entwickelten Aufzeichnungen, die für jede Belichtung 
einen 1.0 »m breiten Wasserstandsstrich ergaben, mittels eines gut geteilten 
Maßstabes (Millimeterteilung eines Rechenschiebers) in folgender Weise abgelesen, 
Der Nullstrich der Teilung wurde dabei auf eine Marke eingestellt, die sich 
etwa 1.0 em oberhalb des unteren Randes des Registrierpapiers befindet; diese 
Marke wird erzeugt durch einen dünnen, waagerecht in den Schlitz der Kassette 
geingelassenen Draht, dessen Mitte genau 1.0 cm höher als das untere Ende der 
Meßröhre liegt und der sich als eine feine Unterbrechung des breiten schwarzen 
Wasserstandsstriches abbildet. Eine zweite ähnliche Marke befindet sich 10.0 em 
höher als die erste. Da die Mitten beider Marken im Schlitz der Kassette genau 
am 4=—10.00 cın voneinander entfernt sind, so müßte auch der Abstand A’ 
beider Marken auf dem Papier 10.00 cm betragen, wenn sich das Papier beim 
Entwickeln nicht gedehnt oder zusammengezogen hätte; eine Abweichung von 
10.00 cm würde sich allerdings auch dann ergeben, wenn die Teilung des benutzten 
Maßstabes zu klein oder zu groß wäre. 
Die Ablesung der Länge der breiten Wasserstandsstriche geschah mit bloßem 
Auge auf zwanzigstel Millimeter. Da von vornherein beabsichtigt war, die Be- 
obachtungen nicht nur zur Bestimmung der Zeiten und Höhen der Hoch- und 
Niedrigwasser, sondern auch zu einer harmonischen Analyse zu verwenden, so 
wurden sämtliche Aufzeichnungen abgelesen. Die Ablesungen der ersten 7 ein- 
wandfreien Beobachtungen sind als Beispiel in der Tabelle 1 wiedergegeben, 
Tabelle 1. 
Ablesungen der Wasserstands- und Temperaturaufzeichnungen. 
T, 1 A' 
a am 
Aug, 12. 17h asm 
“N 
| 
) 
„RI+ 
7 
.32 | 
35 
a 
u cm Can 
9.98 1.55* 6.160 8.269 
9.98 | ‚51 ‚225 8.09 
3.985 ; ‚48 ‚280 7.94 
9,98 | ‚44° „330 7.78 
9.98 | 42 360 | 7.69 
3.98 39° „400 | 7.56 
2.68 27 „4235 71.45 
Die Spalte (1) enthält die Zeit 7, am Chronometer und die Spalte (2) die auf 
hundertstel Zentimeter durch Ziffern angegebenen Meßhöhen A’ der Enden der 
Wasserstandsstriche über der unteren Marke; ein Punkt hinter der Zahl bedeutet, 
daß diese noch um eine halbe Einheit der letzten Stelle zu erhöhen ist, Die 
Spalte (3) gibt unter 4’ die gemessene Entfernung der beiden Marken an; für 
alle fünf Beobachtungstage hat diese Entfernung nur zwischen den Werten 
Sn = 9.980 und A, = 9.995 cm geschwankt. 
2, Verbesserung wegen Verziehen des Papiers, 
Wird die Entfernung 4’ beider Marken nicht zu 4 = 10.00 em gefunden, so 
sind die Meßhöhen A’ noch entsprechend zu verbessern. Angenommen, zur Zeit 
der Belichtung sei der Wasserstand in der Meßröhre über der unteren Marke
	        
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