Deacon, G.E. R.: Die Nordgrenzen antarktischen und subantarktischen Wassers im Weltmeer, 135
die „Quelle“ des antarktischen Bodenwassers ist. Verglichen mit der Ergiebig-
keit dieser Quelle muß tatsächlich die Menge des sonst noch auf dem ant-
arktischen Schelf erzeugten ozeanischen Bodenwassers als sehr unbedeutend an-
gesehen werden. — Sie bemerken, daß die 0°-Isotherme im Ostraume des
Stillen Ozeans nach Norden hin ausbiegt. Diese Erscheinung wird man zunächst
als Folge eines aus dem Roß-Meer heraustretenden Bodenstromes ansprechen;
die ganze Lage der Ausbauchung und der geradlinige Verlauf der Isotherme in
jenem Bereich macht indes diese Vermutung ziemlich unwahrscheinlich. Eher
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Abb. 5. Zirkumpolarer Verlauf der potentiellen Bodentemperatur.
wird man dort eine Bodenströmung nach Osten hin annehmen dürfen, die sich
nordwärts ausbreitet unter dem Einfluß der Bodenerhebung westlich von Kap Horn.
Es ist etwas verfrüht, zur Zeit sehon weitere Schlüsse betreffs der Boden-
wasserbewegungen zu ziehen, wohl aber läßt sich die gewaltige Ergiebigkeit der
Weddell-See hinsichtlich jener Wasserart zwanglos erklären. Abb. 6 zeigt die
Temperatur des warmen Tiefenstromes in unserem südatlantischen Abschnitt.
Das Bild läßt erkennen, daß zwischen dem warmen Tiefenstrom, der sich am
Südrand der Weddell-See westwärts bewegt, und dem noch wärmeren Wasser, das
weiter nördlich sich befindet, ein Kaltwassergebiet eingelagert ist. Dieser Kalt-
wasserstreifen läßt sich meines Erachtens nicht ausreichend erklären als Aufquell-
wasser im Divergenzbereiche, Nach einer vorläufigen Durchsicht unserer Messungen